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will. Zu empfehlen ist hier auch die Fütterung würziger Kräuter, wie Pfeffermünze, Wermuth, sowie die frischen Spitzen von Nadelbäumen, welche besonders gerne gefressen werden und sehr gesund sind. Haben junge Kaninchen Hafer gefressen, so darf man ihnen nicht gleich Wasser reichen, da sie sonst leicht Trommelsucht bekommen. Bei dem in größeren Mengen verabreichten Grünfutter tritt leicht Durchfall ein, besonders, wenn es die Thiere noch nicht ganz gewöhnt sind. Dem beuge der Züchter vor, indem er trocknende Substanzen ver­abreicht, wie z. B. trockene Brotkrusten oder trockene Weizen- schalen rc. Die trächtigen wie säugenden Häsinnen sind fort­gesetzt sehr gut zu füttern. Als Getränk ist Ziegenmilch bei säugenden Mutterthieren unübertrefflich. Bei der zunehmenden Wärme muß der Kaninchenstall mindestens alle 8 Tage ge­reinigt werden. Man versäume nicht, den Dünger stets mit Asche oder Erde zu vermengen, damit das flüchtige Ammoniak gebunden wird. An Einstreu, am besten Torfmull, darf nicht gespart werden, damit die Jungen immer trocken sitzen. An die Jungen darf nie nasses Futter verabreicht werden, da hierdurch Trommelsucht, Durchfall und Speichelfluß entstehen, welche Krankheiten meist den Tod zur Folge haben.

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Welche Eier sotten als Bruteier verwandt werden? Zu Bruteiern eignen sich die frischen Eier am besten, da die Lebensfähigkeit sich nur bis 20 Tage erhält. Oft sind aber nicht die nöthigen Bruteier von diesem oder von jenem Stamme vorhanden. Deßhalb versehe man die Eier mit einem Legedatum und bewahre sie an einem kühlen, trockenen Orte in einem Eierbrett oder in mit Häcksel oder Spreu gepolsterter Schublade in ihrer natürlichen Lage auf, um bei Bedarf aus ihnen die benöthigte Anzahl der frischesten Eier entnehmen zu können.

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Ein Preisausschreide« ganz eigener Art, welches auch die Leser unserer Zeitung interessiren dürfte, hat die Redaction vonKüche und Keller," eine neue, vornehm aus­gestattete, in Berlin erscheinende Fachzeitschrift erlassen. Es handelt sich um das beste Menu für ein Souper von fünf Gängen, welches Mitte Juni veranstaltet werden soll. Für das beste Menu ist ein Preis von 20 Mk. ausgesetzt. Preisarbeiten nebst Motto und Adresse (in geschlossenem Couvert) sind an die Redaction vonKüche und Keller" in Berlin zu richten. Als Preisrichter fungiren Autoritäten ersten Ranges auf dem Gebiete der Gastronomie.

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Eingemachte Stachelbeeren. Zum Einmachen kann man nur unreife, grüne Stachelbeeren gebrauchen, und zwar nimmt man die glatten, weil die behaarte Stachelbeere meist roth wird. In manchen Geschäften werden die großen Stachelbeeren halb durchgeschnitten, d. h. der Länge nach, und mit einem umgebogenen Draht die Kerne daraus entfernt, jedoch genügt es, wenn man die Beeren nur auf einer Seite aufschneidet und die Kerne darin läßt. Nach dem Ausschneiden werden sie in kaltes Wasser geworfen, in einem breiten, flachen Kessel über Feuer gesetzt und etwas blanchirt, worauf die Stachelbeeren sofort wieder in kaltes Waffer geworfen und die Nacht stehen gelassen werden. Am folgenden Tage kocht man so viel Zucker als man zu brauchen gedenkt, legt alsbald die Beeren, nachdem man sie gut hat ablaufen lassen, hinein, läßt sie mit aufwallen und schwenkt sie einige Male um, damit der Schaum, welcher gut abgenommen werden muß, in die Mitte kommt. Das Zuckeraufkochen kann man noch zwei Tage wiederholen; jedes Mal wird der Zucker etwas stärker eingekocht, jedoch darf er dann nur kalt auf die Beeren ge­schüttet werden. Das letzte Mal, wo er die richtige Syrup- consistenz haben muß, schüttet man den Zucker heiß auf, läßt die Beeren mit aufwallen, schäumt noch einmal gut ab und füllt die Stachelbeeren in Gläser oder Büchsen.

Tintenflecken aus Teppichen nnd Wollstoffen zu entfernen. Auf den Fleck tröpfelt man ein wenig süße Milch und saugt dieselbe mit einem Stückchen reiner Watte auf. Dieses Verfahren muß mehrere Male wiederholt werden. Schließlich wird der Fleck mit reinem Seifensud ausgewaschen und mit einem Tuch trocken abgerieben. Ist der Fleck schon älter eingetrocknet, so muß die Milch länger darauf stehen bleiben.

Humoristisches.

Kasernenhofblüthen. Unteroffizier:Was sind Sie in Ihrem Civilverhältniß, Einjähriger?"Schrist- steller!"Aha. Einer von der Sorte, die ihr Jahr nur abdienen, um 'n paar Kasernenhofblüthen zu nassauern!

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Feldwebel:Mensch,* war das ein Rapport? Be­denken Sie doch, was soll aus Ihnen werden, wenn Sie 'mal in den Himmel kommen und sich nicht ordemlich zur Stelle melden können!"

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Unteroffizier (der Abends in der Kneipe einen feiner Rekruten beim Wein trifft):Na, Meier, wenn ich Sie auch heute VormittagKameel" betitelt habe, deshalb brauchen Sie sich hier nicht gleich alsgroßes Thier aus­zuspielen !" * *

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Sergeant:Krutschke, Sie sind ja ein Souverän im Reiche der Dummheit!" * *

Frei nachO bersteige r". Ein Dichterling hat einem ihm bekannten Redacteur einige Gedichte zur Prüfung übergeben. Nach einigen Tagen erhielt er diese mit folgen­den Zeilen zurück:

Sei nicht böse» es kann ja nicht fein,

Sei nicht böse und schick' nichts mehr ein, Sei nicht böse und mach' kein Gedicht, Behüt' Dich Gott, vergiß dies nicht I

Pfund I) wogen.

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Von der neuen Folge der illustrirten Ausgabe von W bnrgs gesammetten Romanen und Roveoen liegen Lieferungen 11 bis 14 vor; sie bringen die zweite Halste der ® 8

Um fremde Schuld", die durch allerlei trübe Schicksale der H « einem glücklichen Ausgang führt. Das reizende Thurmgtt Wi ü r^ womit diese Capitel beginnen, zeigt uns das Talent der Verlas besten Licht, ebenso auch die spannende Vorgeschichte, deren L den Selbstmord des mit schwerer Schuld beladenen Stadtt ) « Folge haben, welcher dem Glück des jungen Mädchens im Ä g« l^ Ihre Mutter hat sich für dasselbe geopfert, ohne durch das Opl£ gewünschte Ziel zu erreichen. Die Heldin, welche selbst ihr erzählt, ist eines jener Aschenbrödel, wie sie sich öfters m de> der Heimburg und Marlitt finden; aber die Variante deri V ) ..

in die sie verstrickt wird, ist gänzlich neu und zeugt von der p) , vollen Erfindungsgabe der Dichterin. Die geschmackvollen r Lten teristischen Illustrationen vervollständigen den Eindruck oe » Begebenheiten.

Literarisches

In jedem Jahre veröffentlicht praettsch« Rattzs«b«riin Obst- und Gartenbau* eine ganze Anzahl von Pre'sausgob» Preise für den ersten Spargel, die schönsten Exemplare trg n , bestimmten Obstsorte, auch für die besten Gelses oder Obstwe ne, n>q Preisaufgaben deshalb von so großem Werth für: bte Allgememh - weil zur Bedingung gemacht wird, daß der Einsender genau I" Cultur beschreiben oder die R-cepte angeben muß. «o waren neu 1 150 Mark Preise für dm frühesten Spargel ausgesetzt; dochwar dingung, daß es mindestens fünf Stangen von 25 ßentrm. Lang u 70 Gramm Schwere sein müssen. Den ersten Preis holte sich Hornbogen in Apolda in Sachsen, der - eine staunenswerthe WJ! am 15. April fünf Stangen .inschickte, von denen die sch 220 Gramm (beinahe ein halbes Pfund l), alle fünf zusammen f verlangten 350 Gramm nicht weniger als 759 Gramm (über an 0

Redactionr 8L Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'sch-n Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) m M