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Redaktion: A. Echeyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm UniversttAS^vuch- u*b Steindruck—i (Pietsch fc Tchryb«) ta Dietzen.
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Ksch ach, scheu mit der Morgens»»«« Nerengt der Abschied mir das Herz: In Deinen Küssen, welche Wonne! In Deinem Auge, welcher Schmerz! Ich ging, Du standst und sahst zur Erden, Sahst lang' mir nach mit nassem Blick; Und doch, welch' Glück, geliebt zu werden, Und selbst zu lieben, welch' ein Glück!"
(Fortsetzung folgt.)
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Literarisches.
MLdHondilbli»tK«k Areia zur Bildung von Deist und Ds- müth für Deutschlands Töchter. Unter Mitwirkung bedeutender Autoren herausgegeben von Helene Dtökl. Mit Illustrationen. 3. Band, eleg. geb. Mk. 2,—. Verlag von Levy & Müller in Stuttgart. — Von der „Mädchenbiblioihek Freia", die in der kurzen Zeit ihres Bestehens eine so beifällige Aufnahme in der Mädchenwelt gesund,n hat, liegt uns der dritte Band vor Die Herausgeberin ist mit demselben ihrem Ziele, den Heranwachsenden Töchtern eine auch den verwöhntesten Ansprüchen genügende Lectüre zu bieten, die Geist und Gemüth zu gleicher Zeit pflegt, ohne einen Tropfen Gift in das jugendliche Herz kommen zu lassen, wieder einen bedeutenden Schritt näher gerückt Ueberall ist mit feinem Tacte den Neigungen der Mädchenwelt Rechnung getragen und mit großem Gefchick das vereinigt worden, was Herz und Geist der weiblichen Jugend erfreuen und erheben kann, wie dies ja auch gar nicht anders zu erwarten ist bei einem Werke, zu dem ein Peter Rosegger, eine Bertha von Suttner, eine Elise Polka u. B. Beiträge geliefert haben. Bei der Fülle und Gediegenheit des Inhaltes, der überaus gediegenen und geschmackvollen Ausstattung muß der wohlfeile Preis (Mk. 2,— für den Band) geradezu überraschen. Eine reizvollere Gabe für junge Mädchen als die bisher erschienenen drei Bände der „Mädchen- bibliothek Freia" können wir uns kaum denken. Möge dieselbe in recht vielen Familien Eingang finden!
Des Hauspoet im Are««deSkreise. Wünsche und Widmungen der Fnundschaft. Stammbuch- und Album Verse, Gedichte für Begrüßung, Abschied und Genesung, Begleitverse zu Geschenken, Tisch- karten-Verse, B-grüßungs- und Glückwunsch-Telegramme, Verse für eine Scherzlotterie, Gedichte für das Fremdenbuch, In- und Aufschriften, Gravschriften und Nachrufe rc. Unter Mitwirkung hervorragender Dichter und Schriftsteller herausgegeben von Constanze von Franken. Stuttgart, Verlag von Levy 6 Müller. VI und 146 Seiten 8°. — Preis eleg. kart. Mk. 1,50.
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Hühner; hat man einige Stück von Fasan oder Rebhühner«, so füge man fie hinzu und lasse Alle« kochen, bi« e« weich ist. Nun füge man 1% Liter Kalbsbouillon hinzu und lasse e« noch eine Stunde kochen, gebe er durch ein Sieb, ent« ferne Alle«, ausgenommen die besten Stücke der Birkhühner, koche und schäume e« noch einmal und füge ein kleine« Stück Zucker und ein Gla« Weißwein hinzu." Wa« da außer den Birkhühnern noch an Fasan, Rebhühnern und Kalbs« bouillon zur Hand sein muß! Bei der Bereitung aller ihrer Speisen pflegt e« der Gräfin auch auf ein paar Flaschen Madeira mehr oder weniger nicht anzukommen. So betreibt das Kochbuch aus dem Verlage der „Wiener Mode" die Sache nicht. Darin find wohl ebenfalls vornehme Speisen enthalten, aber zumeist einfacher zusammengesetzte und zwar in sehr großer Auswahl. Während beispielsweise die Gräfin Münster nur 14 Suppen, m t Einschluß der Austernsuppe, beschrecht, zählt da« neue Ko-tbuch deren 230, eine Reich« Halligkeit, die alle anderen Bücher dieser Art weit übertrifft. Da« Gleiche ist von der Anzahl der übrigen Speisen zu sagen Es wird aber auch da« Gute aus allen Gegenden Europas, Amerikas und Ausst aliens herbetgezogen; Buenos« Ayre» und Stockbolm, New-Dark, Parts, Melbourne und London, die Wiener, die hamburgische und ungarische Küche geben ihr Beste« her, selbst au« Bosnien und Serbien wußte die Verfasserin, die sich unter einer vorzüglichen Einleitung über dar Kochen im Allgemeinen als K. Ansion-Hasatty zeichnet, originelle Arten der Bereitung zu holen. Er fehlt auch die Hamburger Aalfuppe nicht, die Vielen al» ein ganz sonderbares, ja unerhörtes Essen vorkommt.
In Szegedin habe ich einmal ein Fischgericht bekommen, hal paprikas genannt. Es war famo«, aber wie man e« zubereitet, konnte ich nicht ergründen. In dem neuen Koch' buch wird es Paprikafisch genannt und nach folgender echt ungarischer Vorschrift bereitet: „Man nimmt kleine gemischte Fische, reinigt fie und schneidet fie in Stücke- Eine feinge« schmttene Zwiebel wird auf Butter gelblich gedünstet. Dann läßt man Paprika anlaufen, legt die gesalzenen Fischstücke hinein, übergießt fie mit drei Deciliter Rahm und läßt fie langsam verkochen. Dann legt man die Flschstücke auf eine heiße Schüssel, legirt die Sauce mit einem Stück Butter, zwei Eierdottern und dem Saft einer Eitrone, läßt fie noch einmal auffieden und gießt fie darüber." (Schluß folgt.)
Km neues Kochöuch.
Unter den Erscheinungen in der Literatur nehmen die Bücher, welche un» belehren, wie unsere Nahrungsmittel angenehm bereuet werden sollen, einen durchaus wichtigen und vornebmen Rang ein. Die« zu beweisen, ist ganz übe; flüssig, denn Jedermann weiß es, und es wird nicht Viele geben, die niät schon manchmal, namentlich in der Kmdheit, ihre Nase mit Wohlge»allen in ein solche» Buch gesteckt haben. Auch der Ver» faffer folgender Auseinandersetzung hat fich schon früh mit dem Studium diesen leckeren Bücher beschäftigt. In seinem väterlichen Hause ward erst um 5 Uhr zu Mittag gespeist, und da stellte fich denn zuweilen voiher ein derber Hunger ein, der die Zeit des Warten« mit Ungeduld erfüllte. Dann wußte der Knabe in einem Schrank das dicke Kochbuch zu finden und la» mit größerer Hingebung, al» er fie sonst der Bibel zuwandte, die Satzungen zur Verfertigung der herrlichen Gerichte. Voll Eifer sah er auf die guten Dinge, die dem Anfangsbefehl „Man nehme" folgten, und schnalzte mit der Zunge bei dem erhebenden Schluß „Man thue e» auf eine Schüssel und trage es auf." So verging auf höchst angemessene und lehrreiche Art die Zeit, bis über dem Speisetische die Lampe angezündet ward und die wirklichen Speisen hereinkamen. Wenn Jemand fich über den Vorgang aufhält, so möge er hier gefragt sein, ob er e» nicht auch schon einmal so gemacht hat.
In reiferen Jahren wurden dann gelegentlich die Schriften de» Herrn v Rumohr über den Geist der Kochkunst, die von Brillat-Savarin über die Physiologie de» Geschmackes und da» Buch der Gräfin Münster, geborenen Lady Harriet St. Slair, Gemahlin de« deutschen Botschafter» in Pari», vorgenommen und nicht ohne Nutzen gelesen und ihnen habe ich vielleicht zu danken, daß ich im Essen mehr theoretisch al» praktisch verfahre. Ich selber esse kaum so viel, wie eine Fledermaus täglich zu fich nimmt, sehe aber gerne zu, wie Andere sich in Wohlgefallen mit dem Gebotenen beschäftigen. Ist meine Eßlust mit einigen Brocken gestillt, so möge man meinen Freunden Hunderte von Austern, den prachtvollsten Eteinbutt und die zartesten Haselbühner vorsetzen, und ich verlange nicht, auch davon zu haben. Ich begnüge mich ganz und gar mit der Befriedigung und der Schmauselust Anderer, dader darf ich wohl dreist behaupten, daß ich ein aurgesprochenene« Talent zum uneigennützigen Studium von Kochbüchern besitze und in der That verlege ich mich auf sie mit größerem Verständniß al» auf das Lösen eine« Problems der hohen Mathematik.
Zu meiner Freude hat vor Kurzem ein neues Kochbuch in Wien dar Tageslicht erblickt, das größte und reichhaltigste, da« mir bisher vorgekommen ist. Es ist im Verlage der „Wiener Mode" erschienen, eines Blattes, da» im Zeiträume von wenigen Jahren einen enormen Autsch würg genommen hat. Das Buch ist ungemein stattlich, zählt 852 wohlgenävrte Setten und ist ganz und gar praktisch gehalten. Graf Münster hat in dem Vorwort, das er zu dem Kochbuch seiner Gemahlin verfaßt hat, gut reden, aber die Hobe Dame scheint bet ihren Gerichten so recht aus dem Vollen greifen zu können. Als Beispiel sei hier nur eine ihrer Suppen angeführt. Von der Birkhuhnsuppe heißt es: „Man schneide die Rücken von sechs Birkhühnern ab, zertheile die besten Stücke von Brust, Flügeln und Beinen von vier der Birk-


