Ausgabe 
30.3.1895
 
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Latz es dazu kommen werde, kommen müsse, verhehlte sich Therese keineswegs, sie kannte den edlen Stolz der Eltern nnd des Bruders, die keinen Fleck auf dem uralten Wappen« schilde der Wildensteins dulden würben. Sie wußte, was ihrer harrte, aber dennoch hielt sie fest an ihrer Liebe.

Mit verdoppelter Innigkeit schloß sie sich an die Eltern, den Bruder in dem unbestimmten Gefühle: wer weiß, wie lange Du sie noch hast; was sie ihnen nur an den Augen absehen konnte, that sie und doch war'» ihr, als sähe sie sich bereits hinausgestoßen, verdammt um des Geliebten willen.

Therese," lächelte eines Tages die Gräfin,Du bist in letzter Zeit ganz verändert, bald himmelhoch aufjauchzend, bald zum Tode betrübt; man merkt, daß die kleine Braut die Tage bis zum Feste zählt, an welchem Hohenthal hierher kommen foll."

Hellauf schluchzte da das arme, gefolterte Mädchen, ver­zweifelnd sank sie vor der Mutter zu Boden, um ihr zuckendes Antlitz in deren Kleid zu verbergen.

Sprich nicht so, Ma na, nenne ihn nicht," murmelte sie außer sich,er ist zu gut für mich, ich verdiene seine Liebe gar nicht, denn denn ich werde wohl niemals lernen, ihn auch zu lieben."

Still davon, Kleine." Liebevoll tröstend strich die Gräfin über der Tochter blonde Flechten.Er wird'» Dich schon lehren. Seit ich ihn näher kennen lernte, zweifelte ich nicht mehr an Deinem Glück."

Und endlich kam der gefürchtete und doch auch wieder herbeigesehnte Tag, da Friedrich zur Stetten jenes eine, so kurze und doch so inhaltsschwere Wort aussprach, welches sein und Theresens Schicksal entschied.

Es war auf der Eisbahn, die junge Gräfin tummelte sich mit ihren Bekannten, aber erröthend und herzklopfend be­merkte sie, wie der Sänger in immer kleineren Kreisen um sie her glitt.

Endlich sie saß einen Augenblick allein auf der Bank, um auszuruhen, hielt er vor ihr an, grüßte ehrerbietig und bat um die Ehre, sie einmal beim Laufen führen zu dürfen.

Es war das erste Mal, daß zur Stetten im Beisein von anderen Menschen sich Therese näherte; ein ahnungsvolles Empfinden sagte ihr, irgend etwas müsse sich ereignet haben.

Weshalb sind Sie noch nie vorher hier gewesen?" fragte die Comteß schüchtern, denn er verhielt sich merkwürdig schweigsam.

Ich muß mich meiner Stimme wegen sehr in acht neh­men, gnädige Gräfin; heute jedoch wollte ich Sie sprechen, um Ihnen mitzutheilen, daß ich ein Engagement nach Moskau erhalten habe."

Nach Moskau," flüsterte sie entsetzt und die Stimme versagte ihr beinahe,so weit fort und vielleicht für lange Jahre."

Ich kämpfe schwer mit mir aber allein gehe ich nicht hin, obwohl die Bedingungen glänzend sind."

Ich möchte Ihnen da wohl zureden, Herr zur Stetten," bemerkte Therese, ein wenig gesammelter,es ist ja nur purer Egoismus von mir, wenn ich zuerst ander» dachte man will nicht gern liebe Freunde verlieren."

GEn Therese, wäre nicht Ihr vornehmer Name, Ihr Wappenschild, weiß Gott, ich spräche anders zu Ihnen; keine Macht der Welt sollte mich abhalten."

Und doch ist es ein leerer Klang, ein falscher Begriff, der schon manches Lebenrglück zerstörte," erwiderte Therese, welche schon tausend Mal gewünscht hatte, kein Grafenkind, sondern ein einfaches bürgerliches Mädchen zu sein, um den Mann ihrer Liebe heirathen zu können.

Therese, beim ewigen Gott, spielen Sie nicht mit mir, ermutigen Sie mich nicht zu der einen Frage, auf die ich doch einNein" bekommen müßte."

Kennen Sie ein Frauenherz? Halten Sie e» für feiger, als dasjenige des Mannes?"

*r,efe, ifis denn möglich, darf ich Sie fragen - ob Sie mich lieben?"

Sie waren ziemlich «eit ab von der übrigen Gesellschaft, Niemand sah den schimmernden Blick der wunderschönen blauen Augen, Niemand außer Stetten hörte ihre bebende Stimme flüstern:Sie dürfen und ich antworte, daß ich Sie liebe und daß ich Hohenthal mein Wort zurückgebe, um nicht mein­eidig zu werden."

O, Geliebte, wenn ich Dir danken dürfte, wie ich es möchte! Aber wir sind inmitten einer neugierigen Gesellschaft! Wollen Sie aber noch weiter gehen, Therese, wollen Sie mein Weib werden und mich nach Moskau begleiten?"

Tief und flehend sah er ihr in die Augen, seine Hand umschloß innig die ihre sein Lebensglück hing an ihren Lippen; doch sie überlegte nicht lange, treu und beseligend erfüllte ja die Liebe dieses Frauenherz und die Liebe kann Alle» und duldet Alles. Sie gedachte nicht all' der furcht­baren Kämpfe und Schmerzen, die ihr bevorstanden, dachte nicht an den Bruch mit Eltern und Bruder, sie wußte nur Eines: daß sie nicht leben könne ohne diesen Mann!"

Ich will's!" sprach sie feierlich.Gott helfe un« Beiden I Von Stund' an bin ich die Ihre!"

Und Hohenthal? Nein, Therese, ehe er nicht Alles weiß, darf ich an mein Glück und meine Zukunft nicht glauben."

Ich schreibe ihm noch heute, daß er kommt, ich will'« ihm mündlich sagen und ihn mit Ihnen bekannt machen, Friedrich, denn Eduard muß und wird uns helfen und rathen wenn die Eltern sich von mir wenden."

Das werden sie nicht, Geliebte! Das kann nicht fein!"

O doch, ich kenne meine Eltern und Rudolf," sagte sie wehmüthig,sie werden meinen Namen aus dem Stammbaum streichen wie den einer Tobten, denn ein Fleck auf dem Wappenschild gilt ihnen als schwerste» Verbrechen!"

Und Du willst dies Alles auf Dich nehmen, Geliebte, für mich?" fragte zur Stetten bewegt.

»Ja," sagte sie einfach,denn ich liebe Dich und werde nie aufhören, es zu thun."

Habe Dank, mein Lieb, meine süße Braut. Ich will's Dir danken bis zum Tode!" *

Aber nun müssen wir scheiden," bat sie hastig; !dort steht Rudolf und wartet auf mich; der Arme ist jetzt sehr un­glücklich, denn Melanie von Roden zieht den Fürsten Porscu ihm bedeutend vor. Wenn ich von Hohenthal höre, schreibe ich Dir sogleich."

Mein Kleinod," murmelte er, leidenschaftlich ihre Hand drückend,nun ich Dich mein eigen nenne, soll da» Leben und da» Glück erst beginnen. Auf Wiedersehen!"

Er ließ ihre Hand los und zog, sich ehrerbietig verneigend, den Hut, dann glitt er davon, während Therese, mächtig mit ihrer Erregung kämpfend, auf einem unbedeutenden Umwege die Bank erreichte, um dort die Schlittschuhe abschnallen zu lassen. Graf Rudolf trat sogleich zu ihr und forderte sie in kurzem Tone auf, nach Hause zu kommen. Therese versagte beinahe der Athem, nun kam eine Scene mit ihm und sie haßte dergleichen. Kaum befanden sie sich auf dem Wege, als ihr Bruder sich auch schon zu ihr wandte und streng fragte:Wie kommst Du dazu, mit dem Sänger Schlittschuhe zu laufen? Hast Du da» schon öfters gethan?"

Nein," gab sie offen zurück,heute zum ersten Male; Herr zur Stetten forderte mich auf und ich sah keinen Grund, e» ihm abzuschlagen."

Aber Du wirst es nicht wieder thun, Therese, hörst Du? Es paßt sich nicht für Dich unb Deinen Namen; wir haben nun einmal bestimmte Grenzen gezogen zwischen ben Klassen der Menschen, wenn ich auch gar nicht leugne, baß der Sänger ein ganz besonders liebenswürdiger Mann ist."

O, Rudolf, wie engherzig sind Deine Ansichten, der Mensch fängt bei Dir also erst mit dem Wappenschilde an?"

Wir wollen nicht philosophiren, Schwester, aber gerade in diesem Falle gilt es, eine Klippe zu vermeiden und ich möchte nicht, daß man sich erlaubte, zu sagen, Comteß Wilden- stein interessire sich für einen Sänger!"

Sie wurde sehr bleich, aber dennoch entgegnete sie fest: Allerdings thue ich da». Ich interessire mich bedeutend für