Ausgabe 
29.6.1895
 
Einzelbild herunterladen

Zum Tsrnfeft

»nid w» »«!« »-> IMinnW-»«*» Sl,d»r»<!-I '»

Redaetion: A. Tcheyda.

Es räth Euch 's Wirthschasts-ComitL: Zum Tornfest füllt des Portmonnm! Thui's ja not net vergesse, Denn es gibt viel zu esse. Guckt nor mal in die Speisekoart, Net wahr? Die is von guter Oart! Wo solch« Freude winke, Mutz ma aach ebbes trinke. Aach davor is genug gesorgt, Aan Fehler not: 's werd mx verborgt!

Die Nummer eins uon "ll' die Wein Mutz sicherlich der Festwtiu sem. Die Flasche Han en schene Helmr Gilbet mit Roth trage dre Schelm. Und für das Gut vom Wmzer Eins fünfzig nimmt der ZiUtzer.

Bei Nummer zwei es rosa wird, Was man der uff den Kopp geschirrt. Dürkheimer Ftohuhof, Königsbacher!

lehen!" dachte sie.Aber ich kann mir nicht helfen, der j ^^Die^die^im"ganzen Viertel Saint-Roche als die Sans-1 GSne bekannt war und die diesen Namen gern rechtfertigte, | stand sichtbar verschüchtert da. I

P Sie sah das Bett an, das Bonaparte ihr bezeichnet I hatte, schob den Korb von einem Arm auf den anderen I und betastete auch in ihrer Schürzentasche die mitgebrachte I Rechnung, ohne sich zu irgend einer Action entschließen zu I ^^Bonaparte fuhr fort, die auf dem Tische ausgebreitete I Karte zu betrachten, ohne ihr die geringste Aufmerksamkeit I * ^Endlich begann sie, um ihre Anwesenheit anzuzeigen, I

Der Herr Kapitän ist wirklich nicht galant!" dachte sie I Man ist gewiß eine anständige Person und kommt mcht wegen I Dummheiten her, aber trotzdem lohnt e» sich doch der I Mühe, Einen einen Moment anzusehen!"

Und pikiert begann sie wieder zu hüsteln.

Bonaparte hob den Kopf und runzelte dieSrn.

Wie, Sie sind noch da?" fragte er nicht schr ärtig. I Worauf warten Sie?" fuhr er nach einem kurzen Schweigen I mit seiner gewohnten Rauheit fort. I

Aber, Bürger Kapitän wollt ich sagen ... ich I ... ich heirathe fal, rief Catherine lebhaft. I

>m>as,M6ie y«t5enl" tagte I

ist sehr gut für Sie, mein Kmd, ich wünsche Ihnen Glück I I Sie heirathen wohl einen braven Jungen, wahrscheinlich I d«en,^E^Kapitän/' antwortete Catherine verletzt,einen I Soldaten, einen Sergeanten!" 1

Ab sebr wohl! Sie haben Recht, einen Mttuar zu i beiratben Mademoiselle," antwortete Bonaparte in etwas I liebenswürdigerem Tone. Soldat sein, heißt zweifach Franzose I * X « fei«« «Mt d° ihn bie 8iebW«it feiner «Werin b(o6 EtrimäM tatarefflrta I Mts destoweniger konnte er nicht umhin, über den an l mutbiaen ^Anblick Catherinens, der strahlenden Gesundheit! tötet Wanaen und über ihr ganzes munteres und einnehmdes i aSÄTÄn," «« finberb« in ben -men M«n und dem Sainte-Nitouche-Air contrastirte, die sie beim Ueber. I tagen frine« WWe mnahm, (SortfeHung f-lgU

Da roirb8 aam schottisch, lieber Schwager: Zwo Mark nur net geschwatzt, Da werd e manch gepatzt.

Die Nummer drei grütt owe is, Die schmeckt Euch, des is ganz gewrtz. So n Nackenheimer Rothenberg, Den trinkt e Ries' und aach e Zwerg. Mer wallt en Felse gern enuss. Stäub da von dem e Fähche dNlss. Zwa fünfzig thut er koste: Loßt net die Gorgel roste!

Doch odder jetzt kommt Nummer vier, Den rath ich recht zu trinke Dir! Der gleitet in die Kehle gut. Als wie en Schwa« uff stiller Fluch. Silber nnd Roth is der geschmückt Drei Mark nor, wann er Euch beglückt. So n Brauneberger Moselwein, Der will fürwahr getrunke fein!

Mit goldgeschmücktem Flaschehaupt Zu drei Mark fünfzig wird erlaubt Die Nummer fünf. Detz is en Stoss, Den gern schon mancher Deutsche soff. Den Daame for die Heiterkeit Kaaft all Euch, Kinner, seid gescheit! Es wuchs der Wein, der schöne, Uff Nerobergs Domaine.

Jetzt blan nnd goldig schön verziert Wird Nummer sechs Euch vorgefuhrt.

Ganz extra ansgelese Würd' dieses hehre Wese.

Der Fenerberg bei Dürkheim trug

Von diesem Troppe nie genug!

Fünf Mark nur, thut mer's schwane, Kost' so e Flasch, e Hane.

Der weiße Wein nun is erschöpft, Dem roth' wer'n jetzt die Hals geköpft.

Vom Atzmannshünset Nummer sieben Is nie noch nett was Üwrig 'bl,eben. Die Kapsel strahlt im Silwerglanz, Zwa Mark nor kost e Flasch, e ganz. Der Wein kommt aus demselbe Haus Wie Nummer fünf, der gut, eraus.

Blan hat mer schön den Kopp gemacht Der folgend' Sort, der Nummer acht.

Die kommt von Over-Ingelheim, Drei Mark kost se, besagt me, Reim. Wer Nummer drei geliefert Hot, Sandte auch den und die folgend Sort.

Detz is die Sorte Nummer nenn. Sie thüt nunmehr e Schaumwein fein. Trinkt nur von der e ganzes Theil, Denn diese Sort, die heißtGut Heil». Vier Mark nur aus dem Beutel zieht Und singt dazu e Tornerlied.

Jetzt kommt e schönes Landschaftsbild Zum Schluß, denn jeder Leser schilt, Mei Lied, des wär schon gar zu lang Un gar zu tHeuer wär tnei Sang! Mir iS's im Traum fo vorgekomme, Als käm en schöner Schwan geschwomme Gar friedlich uff em Fischbach her;

Eschwatz Mark" hat im Schnawel er, Un aach egrüne Etikett" Un noch eKaiserblum", e nett.

Deß war'n die Marke von den Wein'n, Die von Geisenheim und Hochheim sein. Zehn, Elf NNV Zwölf sin' se benannt Und üwerall is es bekannt, Daß, wer an ben sich will erlawe, Fünf unb sechs Mark im Sack muß hawe.

Doch wann bie wer'n in Dienst genomnte, Da is schon Stimmung angefomme, Wie mer se finb nor hier in Gieße, Wo mer's versteht, hübsch zu genieße-, Wo mer nix hört mehr alleweil, Als wie e brerfaches:Gut Heil!"