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Äugen, ruhelos wanderte sie auf und nieder und achtlos blieb der Briet Baron Hohenthal» auf der Toilette liegen, welcher gestern für sie angelangt war. Schon in diesen einsamen Stunden begannen jene Kämpfe, die Gräfin Therese nun fort und fort durchringen sollte und wenn sie die Augen schloß, tauchte wohl neben Zar Peters edelschönem Antlitz ein anderes auf, dasjenige Rudolfs, finster, drohend und unversöhnlich.
(Fortsetzung folgt.)
Gemeinnütziges.
Der Osterhase fängt schon an, stch bemerkbar zu machen. In Form eines lustigen Spiels für kleine Kinder hat ihn L. Meggendorfer, der Herausgeber der „Lustigen Blätter", für den billigen Preis von 1 Mk. auf den Markt gebracht und der Verlag von Gustav Weise in Stuttgart hat Freund Lampe mit Würfeln in elegantem Earton und sonstigem Zubehör so allerliebst ausgestattet, daß unsere Jugend gewiß gern nach dem alten Hausfreund, der uns zu Ostern das Haus voll Eier legt, greifen wird. Die beigegebenen süßen Oster» Ererchen, die beim Spiel verwendet werden, bilden einen ganz besonderen Reiz der hübschen Neuheit. — Zu haben oder zu beziehen durch alle Buch«, Papier» und Spielwaarenhandlungen.
Versuche, die Leuchtkraft des Petroleum- zu verbesteru. Gegenüber der großen Coneurrenz, welche das Gaslicht und Gasglühlicht, sowie neuerdings auch das elektrische Licht an vielen Orlen der Petroleumlampe bereiten, ist e» dringend geboten, die Leuchtkraft der Petroleumlampe zu vermehren. Diese Bestrebungen sind aber nicht leicht durchzuführen, da sich die chemischen Eigenschaften des Petroleums fast gar nicht ändern laffen und nur durch größere Reinheit desselben deffen Leuchtkraft erhöht werden kann. Als Zusätze, die im Petroleum gelöst und mit diesem verbrennend erhöhend auf die Leuchtkraft wirken, haben sich nun aber doch Kampfer und Naphthalin erwiesen und tritt durch einen solchen Zusatz eine wesentliche Vertheuerung diese« Brennstoffes ein. In neuerer Zeit werden auch Mischungen von verschiedenen Salzen, so z. B. eine unter dem Namen „Petrolith", ange» boten, die, in den Ballon der Lampe geschüttet, die Leuchtkraft steigern, fowie das Rußen der Flamme und das Schwitzen der Glasbehälter verhindern sollen. Da nun aber derartige Mischungen sich weder in Petroleum lösen, noch sonst eine chemische Veränderung desselben hervorzurufen im Stande find, so muß von Verwendung derartiger Zusätze abgerathen werden. Der einzige Nutzen, den solche Zusätze bringen können, würde nur darin bestehen, daß etwa schlecht gereinigtes, wasser» und säurehaltiges Petroleum entwässert und entsäuert werde, da die Mischungen Kochsalz und Soda enthalten. Dies erreicht man aber auf billigere Weise, wenn man Kleinigkeiten dieser Salze in das Aufbewahrungsgefäß des Petroleums gibt Von Frankreich aus wird aber jetzt ein Zusatz von 1 pCt. Amy- lacetat zum Leuchtpetroleum empfohlen. Durch diesen soll nicht nur die Flamme weißer brennend werden, sondern es soll auch eine Verdeckung de« unangenehmen Geruches statt» finden, da Amplacetat einen angenehmen Fruchtgeruch besitzt. Dieser Versuch, das Petroleum zu verbessern, ist sehr der Beachtung werth, doch sei dabei hervorgehoben, daß solche Versuche nicht fahrlässig von den Consumenten selbst, ivndern nur von Technikern, Chemikern u. s. w. unter Beachtung geeigneter Vorsichtsmaßregeln gemacht und erst nach Erprobung an dem in den Handel gebrachten Petroleum angewandt werden dürfen.
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Erfrorene Pflanzen zu rette«. Oft kommt es vor, daß Zimmerpflanzen durch plötzlichen Temperaturwechse draußen oder dadurch, daß sie einige Tage tn einer k-lten Stube vergessen wurden, Frost bekommen. Es ist nun nicht stets
der Fall, daß dadurch ihr Tod sofort bedingt wird, besti ein Gefrieren des Zellsaftes, welche» den Tod verursacht, tritt erst bei sehr hohen Kältegraden ein, wohl aber sterben solche Pflanzen ab,» wenn sie plötzlich bedeutend höheren Temperaturen ausgesetzt werden. Man bringe sie deshalb nicht in ein warmes Zimmer, sondern in einen Raum, deffen Temperatur bei etwa Null Grad liegt. Auch ein Bespritzen mit recht kaltem Waffer sorgt für eine allmälige Wiedererwärmung.
Um schlechte Kartoffeln im Frühjahr schmackhasi zu machen, schneidet man vor dem Kochen von einer jeden ein Stückchen ab; der unangenehm schmeckende Saft dringt beim Kochen dann an dieser Stelle aus der Kartoffel. Der Abfall kann zur Aussaat oder als Viehfutter verwendet werden.
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Richtiger Heckenschnitt. Man schneide die Hecke« nie, wie e» meist noch üblich, senkrecht viereckig, sondern konisch zu: ungefähr so, daß, wenn die Hecke am Boden 50 Cenll meter breit, dieselbe oben bloß eine Breite von 35 Centnnete. besitzt- Infolge dieses Schnitte«, der schon lange Jahre in Amerika angewendet wird, erhalten auch die untersten Zweig« Licht, Luft und Regen und bleiben grün, e» entstehen feine Lücken. Bei älteren Hecken ist, wenn dieselben verjüngt werden sollen, mit Ausnahme lückenhafter Tannenhecken, dieser Schnitt gleichfalls zu empfehlen.
VernMehtes.
Zum Nachdenken. Eine schmähsüchtige Frau meldet« sich bet ihrem Seelsorger, dem berühmten Philippus Neri (im 16. Jahrhundert) zur Beichte- Er gab ihr auf, ihm ein geschlachtetes Huhn vom Markte zu holen, es unterwegi zu rupfen und die Federn auf den Weg fallen zu lassen. ® war sehr verwundert, that aber was er begehrte. Als fn mit dem gerupften Huhne kam, sprach Neri zu ihr: „Nm geh' noch einmal wieder zurück und such' alle Federn zusammen, die du hast fallen lassen." — „Da« ist unmöglich," antwortet« sie, „der Wind hat die Federn längst verweht!" — ,,®ena« so", erwiderte er, „ist e« mit deinen bösen Reden. Du et» zählst Geschichten über andere Leute und weißt nicht, mal aus ihnen wird. Sie machen ihren Weg durch die ganz« Stadt, und deine Mitmenschen haben Verdruß und Unehr« davon. Verstreue keine Federn mehr!"
Zweideutige Galanterie. Ein Stutzer lernt auf dem Perron der Stadtbahn eine Dame kennen und knüpft mit ihr eine Unterhaltung an. Al« der Zug naht, steigt er mit ihr in ein Coups dritter Klaffe, obgleich er ein Bill«! zweiter Klaffe gelöst hat- — Die Dame: „Aber, mein Herr, Sie werden doch um meinetwegen nicht eine Klasse niedriger fahren!" — Der Herr: , O, meine Gnädige, um Ihrer werthen Gesellschaft wegen würde ich einen Viehwagen w verschmähen!"
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Gutgemeinte Warnung. Ein Schusterjunge gi»! bei einer Milchfrau vorüber, die vor ihren Wagen ein» Esel gespannt hatte. Während dieselbe Kunden bediente, ft e« dem Esel ein, fortzugehen. Der Schusterjunge, welch diese« sah, tief der Milchfrau zu: „Sie, Frau Kathl, 3?1 Geschäftsführer geht.durch 1'^
Auf Umwegen. Nachtwächter: „Sie haben Kaineel zu mir gesagt! Wissen Sie nicht, wen Sie vor sich habe«' — Student: „Pardon, 'S war'n Versehen. Aber sagen «’ mal, darf ich ein Kameel Nachtwächter titulirett?" — SW Wächter: „Was geht mich da« an!" — Student: dann gute Nacht, Herr Nachtwächter!"
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