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Scharfer Octoberwind wehte über die Stoppeln, der Wilbenstein stand verödet, denn die gräfliche Familie hatte ihr Haus in der Residenz dieses Jahr zeitiger als sonst ausgesucht, weil Comteß Therese einen Cursus für Gesang noch vor Weihnachten durchmachen wollte- Sonst war Alles beim Alten geblieben; Rudolf stand bei den Husaren und die gesummte Familie freute sich auf den bevorstehenden Winter.
Heute war äußerst unangenehmes Wetter draußen, es regnete und stürmte durcheinander und Gräfin Wildenstein, welche sich erkältet fühlte, hatte darauf verzichtet, die Ihrigen in's Theater zu begleiten. Sie saß in ihrem Boudoir bei der Lampe und arbeitete fleißig, das milde, vornehme Gesicht tief über die Stickerei gebeugt. Draußen klirrten Sporen, Rudolfs Stimme ließ sich vernehmen und gleich darauf trat er ein, herzlich, liebevoll wie immer, aber sehr ernst. Seit Fräulein von Roden in der Hauptstadt aufgetaucht, war er so geworden; das Lächeln verschwand von seinen Lippen, er litt unsäglich, denn er liebte das Mädchen mit dem roth« flimmernden Haar und sie — ließ sich von einem anderen Freier den Hof machen.
„Run, Rudolf, Du willst Papa und Therese zur Oper abholen; was wird heute gegeben?"
„Zar und Zimmermann, Mama; die Rolle des Zaren singt ein Herr Friedrich zum ersten Male. Ich bin sehr begierig, ihn zu hören."
„Ja, das Zarenlied ist auch der Glanzpunkt der ganzen Oper und es thut mir sehr leid, Euch nicht begleiten zu können."
„Dn bist erkältet, Mama; wirst Du denn morgen zum Diner auch die Gäste empfangen können?"
„Ich denke; ebendeshalb schone ich mich heute. Rudolf, darf ich Dich einmal etwas fragen?"
„Was immer Du willst, Mama." Der junge Offizier rückte sich ein Tabouret herbei und »ahm darauf Platz. „Du weißt, daß ich vor Dir nie ein Geheimniß habe."
»Und ich weiß Dein Vertrauen zu schätzen, mein Sohn. Wie stehst Du mit Melanie?"
Er hatte diese Frage erwartet, dennoch aber seufzte er schwer-
»34 liebe Sie mehr denn je, Mutter, und will Alles thun, um sie erringen."
„Was ist's mit dem rumänischen Fürsten, der sie so umschwärmt und auszeichnet? '
„Fürst Porscu bewirbt stch gleichfalls um die junge Dame und dennoch hoffe ich, zu siegen."
, „ "O, Rudolf, gib nicht der Leidenschaft Gehör, sondern laß Dich warnen; Melanie ist nicht für Dich geartet, denn sie hat kein Herz und kein Gemüth."
„Mutter, ich kann nicht von ihr lassen."
Er stöhnte dumpf auf bei den Worten und der Gräfin ging» wie ein Dolchstich durch die Seele.
„Mein armer Sohn, könnte ich Dir diese Schmerzen ersparen, könnte ich Dich glücklich sehen!"
, »Glücklich," — er lachte schneidend auf, — „wer weiß, ob ch s werde, wenn Melanie die Meine ist, aber dennoch - rch liebe sie bis zum Wahnsinn."
Die Thür ging auf, heiter wie ein Sonnenstrahl trat Therese ein, schon in Toilette zur Oper, hinter ihr kam der und^man ^brach^auf" bte ästige Erregung Rudolfs
ßkafÄ? ÄUtt8't^tler4en'" Werte Letzterer der Gräfin zu, „bete für mich I"
®!?8, war bereits ziemlich gefüllt, als die
Wildenstein fche Familie ihre Loge betrat, welche ziemlich dicht a9,,r. 3h"en gegenüber verbeugte sich grüßend tfLT im weibm Atlaskragen, röthlich flimmerten ihre K°?Eechten, es war Melanie von Roden mit ihrer Mutter. Reben ihr lehnte ein brünett aussehender, untersetzter Lerr der sehr lebhaft mit ihr sprach und mit dem Monocle ziemlich ungenirt die Gesellschaft musterte- *
Therese erwiderte ziemlich kühl den Gruß und flüsterte sodann dem Bruder zu: „Da ist ja Fürst Porscu auch" Ich
t hätte früher nie gedacht, daß Melanie in dieser Weis« eine Kokette sei."
Herrlich setzte die Ouvertüre ein. Der alte Graf hatte sich's, ein großer Musikliebhaber, wie er war, bequem gemacht, so daß er den ©einige« beinahe den Rücken zuwandte Er bemerkte daher auch nichts von Allem um sich her, son- dern setzte seelenruhig den Operngucker vor die Augen-
Der Vorhang rauschte empor, die Schiffszimmerleute der Sardamer Werft standen auf der Bühne und seitwärts an einem Tische saß über die Arbeit geneigt Peter Michajlowitsch, der verkappte Zar- Jetzt blickte er empor und — den zitternden Händen der Comteß Therese entsank der Theaterzettel, während Rudolf überrascht emporfuhr und der Schwester zuraunte: „Das ist ja Herr zur Stetten, Therese, jener Mann, den wir in der Bergschänke trafen. Weißt Du es noch? Welch' wunderbares Wiedersehen!"
„Ja, ich erkenne ihn," erwiderte Comteß Therese scheinbar gleichgiltig, während er in ihrem Innern stürmte und tobte; ihre brennenden Augen hafteten unverwandt an den seinen und, angezogen wie durch ein magnetisches Fluidum, hob auch er den Blick und sie erkannten sich voller Entzücken.' Es war gut, daß Graf Rudolfs Aufmerksamkeit drüben in der gegenüberliegenden Loge beschäftigt war und ihm die Erregung der Schwester entging; der rumänische Fürst neigte sich gerade über Melanie, die seine Worte lachend und mit kokettem Blick beantwortete.
Peter Michajlowitsch hatte sich inzwi chen bereits gefaßt; leuchtenden Blickes, hochaufgerichtet stand er auf der Bühne und sang — für das blonde Grafenkind, das er nicht vergesse« hatte, dem jeder Gedanke, jeder Athemzug feit jener Gewitterstunde gegolten.
In athemlosem Entzücken lauschte Therese dieser tiefen, weichen Stimme und als er im letzten Acte das fchwermüthige Lied sang: „Einst spielt' ich mit Scepter, mit Krön' und mit Stern," da schimmerten ihre Augen feucht und sie hätte am liebsten hellauf geschluchzt. Dann war Alles vorüber — da« Zarenschiff glitt scheidend dahin, hochaufgerichtet, den Herrschermantel stolz um die Schultern geschlagen, stand Peter darin, sein leuchtender Blick flog hinauf zu ihr — der Vorhang fiel und Therese saß wie erstarrt da. Was war geschehen/ daß es so öde und leer um fie her schien.
„Run, Kind, komm' nur, der Wagen muß sonst so lange warten," mahnte der Graf ungeduldig. Rudolf hatte den Paletot schon übergehangen und hüllte die Schwester zerstreut in ihren Shawl.
Draußen im Corridor traf man mit Frau von Roden und ihrer Tochter zusammen. Melanie stürzte auf die Freundin zu und rief lachend, triumphirend: „Run, liebste Therese, bist Du zufrieden, daß Du Deinen schönen Unbekannten wieder gesehen hast? Haha, wer hätte gedacht, in jenem Herrn, ja, wie hieß er gleich? einen Opernsänger zu finden»"
„Aber er sang sehr gut," warf Fürst Porscu dazwischen, „ich bin ein großer Verehrer einer solchen Stimme." __ »Aber, liebe Melanie," mahnte Frau von Roden die Tochter schüchtern, „wir müssen uns beeilen, der Thee wartet."
„Adieu, Therese, träume von dem schönen Zaren! Leben Sie wohl, Graf Wilbenstein! Ihren Arm, Durchlaucht, wir müssen Mama folgen," rief Melanie hastig und eilte mit der Mutter und dem Fürsten davon.
Immer tiefer sank Graf Rudolfs Ideal von der Höhe, auf die er es gestellt, aber bei ihm war leider die Leidenschaft noch mächtiger, als alle Vernunftgründe.
In ihrem Zimmer angelangt, schob Therese hastig den Riegel vor und sank, die Hände aus das pochende Herz gepreßt, in die Kniee. So hatte sie ihn wiedergesehen, hatte sein Ange auf sich ruhen gefühlt und seine Stimme ver. nomnten; ihr Puls flog, ihr Blick schimmerte wunderbar und Thränen rannen über ihre Wangen. „Er ist es," stammelte sie athemlo», „ein Sänger, ein gottbegnadeter Künstler! Also das war die chinesische Maner, die uns trennte. Stein, nein, ste ist niedergerissen, wir find nicht engherzig wie vor Zeiten!"
In dieser Nacht kam nur wenig Schlaf in Theresens


