Ausgabe 
28.2.1895
 
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suchen Sie in Gedanken, Arthur von Richard zu unterscheiden. Machen Sie mich nicht für Alles verantwortlich, was er ge- than hat; da« einzige Bindemittel, welches uns zusammenhielt, war Eleonore und über ihrem Grabe blühen jetzt die Rosen, ihre Lieblingsblumen.

Wenn ich doch Ihr Gesicht sehen könnte, Christa, wäh- rend Sie diese Zellen lesen; dann würde ich wissen, ob ich noch hoffen darf.

Selbst jetzt bin ich nicht im Stande, Alles aufzuklären. Ich weiß wohl, daß Ihre Schwester von dem Schurken, der sich Richard Felsing von Braunegg nennt, nach Melbourne ge« lockt worden ist, wie aber ihr Medaillon an die Bucht ge­kommen und wie dieser Schmuckgegenstand mit dem ertrunkenen Polizisten in Verbindung zu bringen, das ist mehr, als ich Ihnen sagen kann. Ich vermuthe nur, daß die Polizei, die wir, als wir hierher kamen, hintergangen zu haben glaubten, Richard dennoch auf die Spur gekommen fein muß. Er war stet» vorsätzlich unklug und bisweilen nur mit Mühe dahin zu bringen, daß er seine Rolle weiterspielte. Vielleicht ist er mit dem Polizisten in Streit gerathen, der sür einen der Be­theiligten schlecht ablief. Ich denke, es ist besser, wenn ich nicht zu tief in das Geheimntß eindringe.

Wie dem auch fein mag, jedenfalls fürchte ich, ist es nur zu wahr, daß er mit Ihrer Schwester Gertraud in Melbourne lebt. An einen größeren Schurken hätte sie sich kaum binden können; aber die Schuld muß ich auf mich nehmen, ich hätte Aller voraussehen und verhindern sollen. Der Fehler liegt darin, daß ich einen Verkehr zwischen unseren Familien nicht von Anfang an abschnitt. Wir hätten, wenn es nöthig war, die Gegend hier sofort verlassen sollen. Ich hatte diese ge­rade gewählt, weil hier so wenig Damen leben und Richard diese wenigen nicht leiden mochte und beharrlich mied.

Aber wir waren hier ansässig geworden, und ich wußte Nicht, wo wir sonst hätte« hingehen sollen. Richard war der Polizei, wie ich meinte, glücklich entkommen, und endlich wa« nicht zu gering in die Wagschale fiel verlor ich mein Herz an Sie, Christa.

Wenn Sie diese Worte lesen, bin ich fort. Ich gehe nach Melbourne, um Richard zur Vernunft zu bringen. Und wenn ich Ihnen Ihre Schwester zurückhole und Alles thue, um dar Geschehene wieder gut zu machen, wollen Sie mich dann auhören, Christa?

Ihre Züge treten zwischen mich und dar Papier; ich kann Ihrem traurigen Blick nicht begegnen, bis ich etwas ge- than habe, das Ihre lieben Augen wieder Heller macht.

Sagen Sie Ihrem Bruder von dem, was ich Ihnen durch diese Zeilen mittheile, so viel Sie für gut befinden. Ich denke, es ist besser, wenn er gleich die ganze Wahrheit erfährt, nachdem er so lange betrogen worden ist. Und Richard hat seine Verpflichtungen so gänzlich außer Acht gelassen, daß selbst Eleonore mich jetzt meine» Versprechens entbinden würde. Richard mag nun allein sehen, wie er durch die Welt kommt. Ich frage von jetzt an nichts mehr darnach.

Und nun leben Sie wohl, bis ich von Melbourne zurück« kehr«. Gott schütze Siel

14. Capitel.

Christas Erzählung.

Der Winter wurde kälter und trauriger. Wir hatten viel nasses Wetter und die Wege wurden stellenweise un- pasfirbar, so daß ich da» Reiten aufgab. Da» Wasser in der Bucht stieg nie so hoch, daß es uns beunruhigte, trotzdem aber waren wir darüber einig, daß Oscar'» neue» Hau» wenn es gebaut wurde viel höher liegen mußte.Wenn es gebaut würde", dafür schien vor der Hand allerdings keine Aussicht zu sein.

Ich wußte, daß Oscar zu jener Zeit Geldsorgen hatte und e» erschien mir grausam, zu diesen auch noch andere hin- zuzusügen, indem ich ihm mittheilte, was ich über Gertraud erfahren hatte; außerdem Hatteer uns streng verboten, ihren Namen je wieder zu erwähnen. Ich erzählte daher Alles

erst Fanny allein und sie wiederholte ihm die g nze Geschichte in meinem Beisein.

Er schritt ungeduldig im Zimmer auf und ab, während er sprach, und seine Miene war so finster und so hart, wie ich sie an unferm alten, gutmüthigen Orcar nie gesehen hatte. Gertraud hatte ihn das war klar fast zu tief gekränkt, als daß er ihr hätte vergeben können; aber seine ersten Worte waren nicht, wie ich erwartet hatte, ein gegen sie gerichteter Zornesausbruch; er trat statt dessen vor mich hin, sah scharf zu mir nieder und sagte:Christa, wenn dieser Ausbach ober Felsing von Braunegg zurückkommt und Dich zur Fcau haben will, wirst Du dann, nach Allem, was vorgefallen ist, ja" sagen?"

Die Frage war nicht leicht zu beantworten, in dem Moment aber wagte ich nicht, ihm da» zu sagen. Fanny indessen warf einen Blick in mein Gesicht und antwortete dann:Darüber ist doch kein Zweifel, Oscar."

Er murmelte etwas in sich hinein und trat an da» Fenster, wo er mit den Händen in den Taschen lange hinaus« starrte. So viel war klar, wenn ich mich mit Arthur verlobte, so geschah e» nicht mit seiner Zustimmung.

Fanny sprach mir jedoch das Wort dis Gute, sie that es immer und dann brachte sie die Unterhaltung auf andere Dinge.

Oscar wollte es gar nicht glücken, wie er erwartet hatte; er besaß zu wenig Erfahrung in dem, was er unternommen, und leider hatte er keinen Freund, an den er sich in seiner Roth hätte wenden können.

Fanny und ich sahen die Sache von unserem Stand­punkte aus und wußten eigentlich nicht recht, wo es fehlte. Eins nur war uns Allen klar, wir wurden mit jedem Tage ärmer.

Einmal fand ich Fanny in Thränen. Sie trocknete sich hastig die Augen, als ich in das Zimmer trat, und wollte sich den Anschein geben, als sei Alles in Ordnung. Doch ich ließ mich nicht täuschen. Die Arme um sie schlingend, drang ich in sie, mir ihren Kummer zu gestehen, und unter Schluchzen theilte sie mir nun mit, daß sie nicht im Stande war, dem Kinde einige nöthtge Dinge zu kaufen, da ihr das Geld dazu fehle.

Sofort lief ich in mein Zimmer und holte bett letzten Rest meines Taschengeldes herbei, das ich ihr in die Hand drückte. Fanny dankte mir herzlich und meinte, sie werde es mir ja bald zurückzahlen können. Hatten wir doch !zu der Zeit die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Von dem Tage an befaß ich keinen Heller mehr. Ger­traud und ich waren auch in Geldangelegenheiten von Oscar jederzeit abhängig gewesen und er hatte sich uns stets als freigebiger Bruder gezeigt. Nun natürlich konnte er es nicht mehr und ich erwartete es nicht.

Ich hatte noch zwei Briefmarken in meinem Geldtäschchen und als diese verbraucht waren, gab ich e» auf, Briefe nach der Heimath zu schreiben. Mochten mich meine Freunde dort für schreibfaul, unfreundlich, vergeßlich ober sonst etwas halten; ich selbst wußte ja, daß es nur die bittere Nothwendigkeit war, welche meiner Korrespondenz ein schnelles Ende machte.

Orcar entließ alle seine Arbeiter bis auf Thorpe und noch einen; er konnte sie nicht mehr bezahlen und arbeitete selbst fast übermenschlich; Fanny schickte Marie» Nachfolgerin Marie selbst hatte sich inzwischen verheirathet weg und wir versorgten unseren Haushalt allein.

Da Fanny nicht kräftig war und nur wenig thun konnte, obgleich es ihr an gutem Willen nicht fehlte, blieb da» Meiste mir überlassen und ich fühlte mich oft sehr erschöpft. Aber ich ließ mich das nicht anfechten und wir Alle sahen muthig der Zukunft entgegen und versuchten, geduldig auszuharren.

Eines Tages stand ich in der Küche den kleinen Fritz hatte ich ans seinem Stuhle neben mir angebunden, damit er nicht herunterfallen konnte, und bügelte Wäsche, al» Oscar hereintrat.

(Fortsetzung folgt.)