Ausgabe 
27.4.1895
 
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Samstag den 27. April.

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Unterhaltungsölalt ^iiui Gießener Anzeiger (General Anzeiger).

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Unebenbürtig.

Roman von H. von Ziegler.

(Fortsetzung.)

Stettens Auge ward sehr ernst, aber milder, er kämpfte offenbar schwer mit sich, dann aber siegte sein besseres Empfin­den und er streckte freimüthig dem Grafen die Rechte hin. Sie haben meiner Tochter einen großen Dienst geleistet und ich kann es Ihnen nicht vergelten, sondern Ihnen nur allein den warmen Dank des Vaters bieten."

Und Wildenstein ergriff die ihm bargebotene Hand mit festem Drucke und sagte:So haben Sie sich doch überwunden, Stetten, mir die Hand zu reichen. Das ist mein schönster Augenblick inmitten eines öden, freudeleeren Lebenri Leben Sie wchl, auch Sie, mein gnädiges Fräulein, ich werde diese Stunde niemals vergessen!"

Und mit einer tiefen Verbeugung gegen Nora ging er, völlig übersehend, daß auch sie ihm die kleine Hand geboten, festen Schrittes hinaus. Nachdenklich schaute Stetten ihm nach, denn dieser Mann, den er so redlich gehaßt, begann ihm zum ersten Male Hochachtung einzuflößen.

Nur Noras Gemüth blieb bedrückt. Sie mußte immer wieder daran denken, daß Wildenstein dem elenden Rumänen eine Herausforderung zugeschleudert, sie sah im Geiste die beiden Gegner sich auf dem Kampfplatze mit den Waffen in der Hand gegenüber stehen; weiter mochte sie nicht denken, mit einem qualvollen Stöhnen sank sie in die Kniee und ver­hüllte ihr Antlitz, während die entfärbten Lippen murmelten: Rudolf! Nur er nicht! Herr mein Gott, sei barmherzig!"

Am folgenden Tage zur üblichen Visitenstunde stand Graf Wildenstein in der Villa Porscu und wollte sich bei der Fürstin melden lassen.

Durchlaucht sind bereits ausgegangen," berichtete der Diener.

So werde ich warten. Wenn Durchlaucht wiederkommen, melden Sie mich sogleich," erklärte Graf Wildenstein.

Ruhelos, finster und erregt schritt er nun in dem mit verschwenderischem Luxus ausgestatteten Salon umher, dessen weiche Smyrnateppichs den Klang seiner Schritte ausfingen;

es war ihm sehr unangenehm, Melanie nicht anzutreffen, denn er beabsichtigte, ihr über den Neffen eine scharfe Lection zu holten. Der Secundant, den er heute früh zu Prinz Porscu gesandt, war unverrichteter Sache zurückgekehrt, da der Prinz nicht zu Hause, auch die vorige Nacht nicht heimgekehrt war.

Ehrloser Schuft," murmelte der Graf vor sich hin und seine Hand ballte sich zur Faust,hätte ich Dich vor mir, ich würde Dich züchtigen, wie es einem Buben Deines Ge­lichters zukäme. Eine Kugel ist für solche noch zu ehrenhast die Reitpeitsche gehört dazu!"

Da wurden plötzlich draußen Stimmen laut, eine Schleppe rauschte über den Corridor, die Thür des Nebenzimmers öffnete sich und die Stimme der Fürstin rief:Komm' mit herein, Gregor, was soll's heißen, daß Du so ganz plötzlich abzureisen gedenkst?"

Je nun, liebste Tante," näselte der Prinz,ich ich habe Unannehmlichkeiten gehabt und deshalb, haha, ist's wohl besser, ich kürze meinen Aufenthalt hier ab."

Unannehmlichkeiten? Mit wem denn?"

Ah, eigentlich eine Bagatelle! Ich führte gestern Abend Ihren Vorschlag mit dieser hübschen kleinen Schauspielerin, Fräulein zur Stetten, aus, ließ sie in unserem Wagen nach denDrei Fürstenkronen" fahren und bestellte dort ein nettes, kleines Souper mit Champagner, um sodann mit ihr zu dem Alten zu fahren und uns als Brautpaar vorzustellen."

Nun ja, das war ja ganz gut; was weiter, Gregor?"

Ah, der Plan mißlang völlig, denn als ich das über meinen kühnen Plan sehr erregte Fräulein, haha, besänftigen wollte, ging mit einem Male die Thür auf und Graf Wildenstein stand wie ein Donnergott vor uns. Wie er dahin gelangt, weiß ich nicht; genug, die hübsche Kleine stürzte sich in seine Arme und er erklärte mir ziemlich barsch und un­höflich, seineNichte" stände unter seinem Schutze. Seine Nichte! Ich bitte Dich, verehrte Tante, wie kommt der Graf zu solcher Verwandtschaft!"

Wildenstein, der durch die herabgelassene Damastportisre Wort für Wort der Unterhaltung mit anhörte, kochte der Zorn in den Adern, aber noch hielt er an sich.

«Aber gewiß, bester Gregor, er hat recht, die Schwester des Grafen, ein verzogenes, exaltirtes Mädchen, hatte einen Sänger geheirathet, eben den Vater der kleinen Stetten."