Litermvisch-O
Vevnnsehtes
Höchst« Renommag«. Erster Student: „Ranin Was fehlt Dir denn? Du hast ja beide Ohre« voll Watt«
Gar Mancher hält sic für ein Glück, Die Bürgermeisterwürde, Und denkt nicht in dem Augenblick, Daß leicht sie wird zur Bürde, Indem viel Trübsal daraus erblüht Selbst dem, der recht getreu versteht Sein Amt als Bürgermeister.
Kommt nur ein Fremder in'6 Geheg Und fragt ein wenig stutzig: „Warum sind Pflug und Karrn im Weg, Die «Strafe’ und Flöß so schmutzig?" So wird alsbald die Antwort sei»' „Die ganze Ursach' nur allein Liegt an dem Bürgermeister!"
. Geht dann die Thurmuhr nicht ganz recht, Thut man nicht pünktlich läuten, Auch wenn der Wächter bläst gar schlecht (Wie's vorkommt so zu Zeiten), So heifet es just fast allgemein: „Da liegt doch nur die Schuld allein Gewiß am Bürgermeister!" Hört manchmal nach der Polizei Man noch im Wirthshans lärmen, Auch wohl noch auf der Straße frei Die halben Nächte schwärmen, So wird, oft leider gar mit Wucht, Nicht selten deshalb viel geflucht Dem lieben Blirgermeister.
Und ist etwas veraccordirt Im Namen der Gemeinde, Und wird's hernach schlecht ausgeführt, So gibt es wieder Feinde, Die geben voller Ungeduld Nur einzig und allein die Schul» Auch hier dem Bürgermeister.
Liegt hier und da ein Graben zu, Wodurch etwas verschlimmert, So heifet es alsobald im Nu: „Seht doch, wie unbekümmert Fast Alles dieser Mann vergißt, Was ihm nicht selbst zum Schaden ist Ein schöner Bürgermeister!"
D'rum wer nach diesem Anrte strebt, Kann leicht sein Ziel verfehlen;
Doch iver gern für's Gemeinwohl lebt, Der lasse sich nur wählen;
Und wenn er dann sein Ziel erreicht, Jst's Pflicht auch, daß er stets sich zeigt Nur als ein Mann von Ehre.
einig« Jagdhund« kam«« fteudig bellend gesprungen, die An» kvmmltnge zu begrüße«. _ ...
„Daheim," murmelte Dherese, „Tochter de« Wildenstein», I gestopft." - Zweiter Student: „Ach ja, ich bin Unglück»- vergiß nicht, wohin Du gehörst, vergiß nicht den Ring am j dran. Ich habe mir nämlich im vorigen Semester durch Finger, denn Du gehörst Dir nicht mehr allein an, sondern | viele« Lollegien-Hören ein Ohrenleiden zugezogen " einem Anderen."
Gräfin Wildenstein, eine sanfte, vornehm aursehende
Dame, stand augenscheinlich erfreut an der Freitreppe, die
Die Mürgermeisterwürde.
(Eingesandt.)
schreitenden Mutter auf den Balkon.
„Du machst mich neugierig, Mama," begann er leichthin.
„Du sollst mit Deines Vaters Bruder eine Reise nach Norwegen und Schweden machen, Rudolf. Ich stimme sehr dafür, Du doch hoffentlich auch?"
„Ich," wiederholte er gedehnt, „hm, da» kann ich nicht gerade sagen, denn offen gesagt, Mutter, mich hält gerade jetzt etwa» Bestimmte» hier."
„Fräulein von Roden, ich weiß e»," sagte sie ernst, „und gerade au« dem Grunde möchte ich wünschen, daß Du abreisest; fle bleibt wohl noch einige Zeit hier."
„Wal hast Du gegen Melanie, Mütter? Ihre Familie ist tadellos, fie besttzt selbst einiges Vermögen und — ich liebe fie."
„Liebt fie denn Dich ebenfalls und zwar nur um Deiner selbst willen?" „ _ ,c
Rudolf seufzte, dann entgegnete er ernst: „Ich weiß e» nicht, Mama, aber ich hoffe e«; au» jedem ihrer Blicke spricht ihr Herz."
„Oder ihre Koketterie. Rudolf, prüfe da» Mädchen, ehe Du Dich bindest. Ich weiß, Du hast das Wort auf den Lippen, welche« die Entscheidung bringt, aber höre nur die« eine Mal auf Deine Mutter — und warte noch, ehe Du Dich verlobst. Wir gehen ja im Winter nach der Residenz; dort mag der Würfel fallen, wen» sie Dir bi« dahin treu gewesen ist. Reise jetzt ab, Rudolf, prüfe da« Mädchen und Du wirst finden, daß ich nicht Unrecht thue, wenn ich fie eine Kokette nenn«. Mir ist auch ihr schmeichelnde» Wesen geradezu widerwärtig." (Fortsetzung folgt.)
Zerstreut. Profeflor»gattin: „Denke Dir, Männchen, unser Alfred ist versetzt worden." — Professor: „Ich »erde ih« morgen wieder einlösen."
Gut ausgedrückt. „Frau, Du verzärtelst die Kinder. So eine Affenliebe I" — „Sei Du nur still, sonst will ich Dir sagen, wie groß Deine „Affen"»Liebe ist, wenn Du in« Wirthrhau» gehst." *
Lom Kasernenhos.* Korporal (zum Rekruten): „Zupfen Sie nicht immer am Bart, Müller I Hier ist keine Schönheitr.Eoncurrenz."
ffltlrti— A. Gchetz»«. — m» »wta| ** »tUVW» *«i> «t.indruckerei (Pietsch & «cheyßa) «
Rude Entschluß blickte, w „Mutter, Onkel."
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„Ei lachte D götzt un Herrn."
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mich doch ein wenig über Euer Ausbleiben geängstigt." ffiÄ*g?°L"AnAkneuer gewonnen.
„Trotzdem Sie un« im Schutz Ihre» Herrn Sohne« I leicht erklärlich, denn der Inhalt des Blattes ist ein derartiger, daß ei wußten, Frau Gräfin," sagte Melanie schmeichelnd und beugte I bei seinen Leserinnen Beifall finden inufe". Nichts Oberflächliches, ab« ra al« fie abaesessen war, über die Hand der Dame, „wir I auch nichts Pedantisches wird geboten; alle Artikel sind durchgeisttz HwfAlTa Nail ««h * I von einem zielbewußten Streben, welches den Interessen edler Weiblih
find trotz eines kleinen Unfalls heil und frisch heimgek hrt. I keit dient. Ob es wohlgemeinte Rathschläge sind, oder unterhaltend,, „Das freut mich, lautete die Antwort. Gräfin Wttoen» I erzählende Beiträge, ob die Erscheinungen auf dem Gebiete der Mod,, stein nickte sodann innig der Tochter zu, als diese zu ihr trat. I oder diejenigen im Bereich der practischen Neuerungen und Erfindung,! „Nun, Therese, Du flehst bleich au». Bist Du angegriffen I Berücksichtigung finden, alles wird in gefälliger ansprechender > ® u' I geboten. Und darin liegt das Gehennmß der großen Verbreitung o,
von oem ckkill, u ,x I „Dies Blatt gehört der Hausfrau!" Mit Vergnügen empfehlen r
„Nein, Mama, erwiderte das junge Mädchen, „ich bin | 'D,ej-C Zeitschrift unseren Leserinnen. Jede Buchhandlung oder Pa nur müde. Ich will mich gleich umkleiden." ' I anstatt vermittelt Abonnements.
„Nun, so komm' Du zu mir, Rudolf," meinte die Gräfin.
„Ich habe mit Dir zu reden; Papa ist auch eben erst vom Vorwerk gekommen und noch in seiner Stube."
Etwa» verwundert folgte der junge Mann bet voran-


