Ausgabe 
26.3.1895
 
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»er erste Wilden* \ gelobte Land,"

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iinb seine jüngste Sprosst«," lächelnd wie» zur Stetten auf den goldenen Ring an Theresen» Finger,wird gewiß einem ebenbürtigen Edelmann die kleine Hand reichen!

Ich bin verlobt." Bestätigend neigte sie ihr Haupt, ein Schatten glitt über ihre Stirn.Verlobt mit dem edelsten, besten Manne, der hienieden athmet, ich verdiene seine un­sägliche Liebe nicht, ich reiche kaum an seine Vortrefflichkeit hinan." ,

Und Sie lieben ihn?"

Herr zur Stetten, diese Frage ist

Jndiscret, wollen Sie sagen, Gräfin, und Sie haben auch Recht, doch ich bin Psychologe und suche vergeben« in Ihren Augen nach jenem wunderbaren Leuchten und Schim- mein, welche« der Liebe eigen sein soll."

Baron Eduard von Hohenthal, mein Verlobter, ist so gut und edel, daß ich undankbar wäre, wenn ich ihn nicht lieb hätte."

Zur Stetten« Blick hing an dem schönen, erröthenden Mädchen, e« war, al« vermöge er ihr tief in'« Herz zu schauen, aber er fragte nicht weiter, er schwieg eine Weile, und end­lich begann er von Neuem:Ihr väterliche« Schloß liegt in wunderschöner Gegend, gnädigste Gräfin; man zeigte mir be­reit« vor einigen Tagen Wildenstein."

Ja, e« ist schön droben bei uns," lächelte Therese, fröhlich wie ein Kind,und ich bin stolz darauf, eine Tochter de« Wildensteiner Schlöffe« zu sein."

So stolz, daß Sie gewiß nie daran denken würden, diesen Namen mit einem weniger edeln zu vertauschen!"

Da« brauche ich auch nicht, der Name Hohenthal ist ein ebenso guter."

Ah, ich vergaß die« zu beachten. So werden Sie beide nach den Traditionen der Familien heirathen, denn ich meine, Ihr Herr Bruder hat auch bereit« gewählt."

Wie gefährlich doch solch ein Psychologe sein kann," schelmisch lächelnd blickte Therese auf, doch verwirrt brach sie ab, denn da« Auge de« stattlichen Manne« ruhte so aufrichtig bewundernd an ihrem Antlitz, daß sie eine ärgerliche innere Bewegung fühlte.

Ich bin froh darüber," antwortete er endlich und ihr war'«, als klänge ein leiser Seufzer au« seiner Stimme, denn mein psychologische« Talent bereitet mir manchen Genuß und täuscht mich selten."

Können Sie auch Fräulein von Roden beurteilen?"

Sie find befreundet mit der Dame, Gräfin, so erlassen Sie mir noch ein Urtheil."

Nein, sondern ich bitte Sie darum."

In einem plötzlichen Impuls bot sie ihm ihre schlanke Hand und er nahm sie, ehrfurchtsvoll, als fei es die einer Fürstin, um sie an seine Lippen zu ziehen.

Sie befehlen, Gräfin Wildenstein, und ich gehorche. Fräulein von Roden ist nach meiner Beurtheilung eine gefallsüchtige, egoistische Natur, deren Herz ganz unter dem Regiment de« Verstandes steht. Ich meine, wenn eines Tages ein Mann in ihren Gesichtskreis tritt, dessen Rang, Name und Retchthum ihr besser paßt, so wird sie denjenigen, welchen sie heute an sich zu fesseln sucht, fallen lassen, wie ein abge­legte« Kleidungsstück."

Sie urtheilen sehr scharf, Herr zur Stetten, und doch mag etwa« Wahre« in Ihren Worten legen. Melanie'« Auge ist kalt und selbstsüchtig."

Im selben Moment öffnete sich die Thür und diejenige, von der soeben die Rede gewesen, trat ein, lachend, erhitzt und offenbar sehr vergnügt.

Nun können wir abreiten, liebe Therese," rief Melanie, ohne zur Stetten zu beachten, welcher sehr ernst sich erhob. Ich wäre gleich aufgeseffen, wenn ich nicht meinen Hut noch hätte abholen müssen."

So darf ich mich den Herrschaften bereit« hier empfehlen," bemerkte zur Stetten ruhig,denn mein Weg führt nach anderer Richtung."

Haben Sie, mein Herr, also nochmals verbindlichen Dank für Ihrs Hilfe von vorhin," sagte toim Abschiede

Graf Rudolf, ihm herzlich die Hand schüttelnd,ohne Sie wäre vielleicht da« werthvollste Reitpferd in dem Wetter irre gelaufen und krank geworden, damit find wir sehr in Ihrer Schuld."

Wir Damen schließen uns aufrichtig diesem Danke an," fiel Therese lebhaft ein und bot gleichfalls zur Stetten die Hand,hoffentlich ist die« nicht das letzte Mal, daß wir uns begegnen"

Ich muß schon morgen abreisen, gnädigste Gräfin," gab er zurück und küßte ehrerbietig die schlanken Finger, wozu Melanie'« Lippen sich spöttffch kräuselten,vielleicht habe ich die Ehre, Sie im Winter in der Residenz zu sehen."

Kommen Sie, Graf," rief Fräulein von Roden unge­duldig,helfen Sie mir in den Sattel, der Abschied dauert mir zu lange."

Und ohne zur Stetten auch nur eine« Blicke« zu würdigen, eilte sie an ihm vorüber, zur Thür hinaus. Therese bemerkte fein Erbleichen und sagte deshalb mit doppelter Freundlich­keit:Nun denn, auf Wiedersehen."

Nein, gnädigste Gräfin, für uns wird es kein Wieder­sehen mehr geben," gab er finster zurück und schritt an ihrer Seite vor'« Hau«,wer weiß, ob Sie einverstanden sein würden, mich, wenn Sie mich Wiedersehen, wiederzukennen, denken Sie an die chinesische Mauer."

Und dennoch sage ich auf Wiedersehen, Herr zur Stetten. Wo e« auch immer sei, ich werde mich stets freuen, einen Bekannten wieder zu begrüßen. Leben Sie wohl für heute."

Er trat bescheiden zurück, für fein Leben gern hätte er das schöne Mädchen in den Sattel gehoben, aber er wagte es nicht; er zog ehrerbietig den Hut: als die kleine Cavalcade davonritt und blieb gedankenvoll stehen, bis auch der letzte Schimmer von Theresens schwarzem Reitkleid verschwunden war. Dann athmete er tief auf und schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn:Thor, der ich bin, so tief in diese blauen Mädchenaugen zu schauen, aber sie ist ja eine hochgeborene Gräfin -* und eines anderen Braut!"

Die Sonne sank im Westen, es schien auf einmal so düster und öde rings um den einsamen Wanderer; er sah nicht die tausend flimmernden Brillanten ringsum auf Zweigen und Gräsern, hörte nicht den Jubelgesang der Vöglein aus den Baumkronen, nur eine Stimme klang ihm fort und fort an'« Ohr:ich werde mich stet» freuen, einen Bekannten wiederzusehen."--

Nun, Therese," rief Melanie Übermütig, al« die drei Reiter dahinsprengten,Du hast ja ganz gefährlich mit diesem fremden Herrn kokettirt. Wenn da« Hohenthal gesehen hätte."

Liebe Malanie," gab die Comteß ziemlich kühl zurück, Du weißt, es ist keineswegs meine Art, zu koketttren und im übrigen wollte ich nur Dein unverbindliche« Benehmen diesem Herr» gegenüber wieder gut machen."

Eine scharfe, schnippische Antwort schwebte bereit« auf Fräulein von Roden'« Lippen, doch sie bezwang sich mit einem Blick auf Graf Rudolf; ihm wollte sie doch nicht mißfallen, deshalb überwand sie sich, was sonst nicht ihr« Art war.

Und nun vorwärts, meine Damen," mahnte der junge Mann, das Gespräch ablenkend,wir müssen uns eilen, heim- zukommen, sonst ängstigt sich Mama noch mehr."

Sie flogen dahin durch den schattigen Wald. Therese schwieg, aber ihre Brust hob und senkte sich rascher und hätte jetzt zur Stetten'« psychologischer Scharfblick ihr Auge beobachtet, er hätte darin ein Flimmern und Leuchten gesehen wie noch nie zuvor.

Al» der Wildenstein hoch und zackig vor ihr emporstieg, seufzte sie gepreßt; e« schien ihr, als seien Jahre darüber hingegangen, als sei sie eine andere geworden, seit sie ihn verlassen und doch lag nur eine Gewitterwolke dazwischen, ein kurzer Augenblick, den sie nimmer zu vergessen meinte.

Die Abendsonne flimmerte goldig auf den Fenstern, lcise knarrte die Wetterfahne auf dem Dach dr» Schlosse» und