Ausgabe 
26.3.1895
 
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UntrrhaUungsdlatt jum Meßrnrr Adriger (Griieral-An?eiger).

Unebenbürtig.

Roman von H. von Ziegler.

(Nachdruck verboten.)

Ueber dem Wald lag dumpfe Gewitterschwüle, bleigrau, hochgethürmt stieg eine Wolkenwand im Westen empor, fahle Blitze zuckten au» derselben hervor, dumpf grollte ferner Donner auf, und tief am Boden flogen und huschten die Schwalben, «ährend in den Aesten und Zweigen der Bäume ein leises Rauschen sich hören ließ.

Droben am Walde hielten drei Reiter, zwei Damen und ein Herr, denen in einiger Entfernung ein gleichfalls berittener Reitknecht folgte. Sie schienen das aufsteigende Unwetter nicht so gefährlich zu finden, denn sie machten durchaus keine Anstalten, umzukehren, sondern plauderten völlig ruhig mit» einander. Der Herr und die etwa» jüngere der Damen 6e< saßen bei aller Verschiedenheit, denn sie war blond und er brünett, doch solch' unleugbare Aehnlichkeit, daß man sie jederzeit für Geschwister erkannt hätte; ja, e» waren sogar Zwillinge und soeben erst zwanzig Jahre alt geworden. Beide waren schlank gewachsen und da» junge Mädchen von auf» fallender Schönheit, während der Bruder ebenfalls sehr hübsch war, aber heute sehr finster aussah. Die andere Dame hatte reiche», röthltche» Haar und schöne, tiefblaue, aber kokette Augen, die nur für ihren getreuen Begleiter da zu sein schienen. Er wich nicht von ihrer Seite, sein bewundernder Back flog über die anmuthige Gestalt im dunkelrothen Reit» gewande, welche» an der Brust mit einem Jasminbouquet geschmückt war, über die schmale Hand, die so graciö» mit der Reitgerte spielte.

Da leuchtete grell ein Blitz auf, stärker grollte der Donner und die blonde Dame sagte beunruhigt:Aber Rudolf, e» ist hohe Zeit, heimzukehren, da« Gewitter zieht doch herauf und Mama ängstigt sich, wenn wir während des Unwetter» unter­wegs sind."

... "Deine Mama ängstigt sich!" sagte die rothhaarige Dame übermüthig.O,Therese, welch' eine pflichtgetreue Tochter Du bist, Gräfin Wildenstein, Deine Mama, hat ja noch ihren Gatten, um bei ihm Schutz vor dem Gewitter zu suchen, wenn

Ihr fern seid. Oder müßt Ihr beim ersten Donnerschlag gleich umkehren?"

Sobald e» in meiner Macht steht, liebe Melanie, thue- ich er, denn die Mama ängstigt sich sonst unnöthig ab und ich habe Mitleid mit ihren erregten Nerven."

O, Graf Rudolf, so bleiben Sie mit mir im Walde während des Gewitters; Ihre Schwester kann sich vom Reit­knecht Heimbegleiten lassen, denn ich hab' mir'» nun einmal in den Kopf gefetzt, solchem Naturschauspiel beizuwohnen; er muß so erhaben und majestätisch fein."

Graf Rudolf Wildenstein wandte sich an seine Schwester und sagte überredend:Bleibe nur, Therese, denn Fräulein von Roden» Wunsch müssen wir heute schon nachkommen. Auch ist e» nicht möglich, da» Schloß vor Ausbruch des Gewitter» noch zu erreichen. Dasselbe zieht rasch näher."

Wieder leuchtete ein Blitz auf, ein furchtbarer Donner- schlaz folgte und das vor einigen Augenblicken noch so muthige Fräulein Melanie von Roden stieß einen Schreckensruf au«, so daß ihr Pferd scheu ward und wiehernd in die Luft stieg; mit geübter Hand zog Graf Rudolf die Zügel an und riß da« Thier wieder auf die Füße. E« stand vald am ganzen Leibe zitternd still, dar schöne, rothhaarige Mädchen aber umklam­merte mit beiden Händen die Zügel. Alle Farbe war aus ihrem Antlitz gewichen und sie stammelte athemlos:Graf Wildenstein, bleiben Sie bei mir und verlassen Sie mich nicht! Ich fürchte mich doch vor dem Gewitter."

Nehmen Sie die Zügel ganz fest, gnädiges Fräulein," beschwichtigte sie der junge Mann, dem dies liebliche Gesicht­chen in seiner ganzen Angst noch viel reizvoller erschien, al« vorhin im tändelnden Uebermuth,ich bleibe dicht an Ihrer Seite. Wir werden in der Bergschänke einkehren, um da» Wetter abzuwarten. Therese, komm', wir reiten nach der Bergschänke."

Die junge Gräfin nickte zustimmend. Sie sah wunder­schön, vornehm und unnahbar au« in dem schwarzen Reit­kleide und dem halbhohen Hütchen auf den schimmernden, blonden Flechten; elegant und ruhig lenkte sie ihr Pferd, da» ebenfalls ziemlich erregt wurde durch das schon nahe Gewitter, doch sie selbst blieb still. EineTochter der Wildenstein", wie sie sich gern nannte, wußte nicht, wa» Furcht war, be­sonder» nicht vor Elementargewalten.