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Welch' ein^wunderbar glückltchersZufall, daß^diese» Bild in meine Hände kommen mußte! . .
Auf den ersten Blick erschien mir das Gesicht auf dem Bilde völlig ftemb, bei dem zweiten glaubte ich eine Aehnlich- keit mit Jemand zu finden, doch ich wußte nicht, mit wem, bei dem dritten wußte ich es. ,, ,
Es war Magdalene Ausbach in Männerkleidern!
Ich wendete da» Bild um und fand auf der Rückseite denselben Photographen und Ortsnamen, wie unter Arthur Ausbachs Bild, das ich in Fernyhurst gesehen hatte. Beide Aufnahmen waren zu gleicher Zeit gemacht-
T Nun begriff ich plötzlich die ganze Wahrheit. Wir waren Alle die Opfer eines schmählichen Betruges gewesen und Mag» dalene Ausbach war ein Mann in Frauenkleidern I (Fortsetzung folgt.)
Sin aufregendes Romaneapitel (oder di« Folger schlechter Interpunktion): „Rach ihm kam der Lord auf dem Kopfe, einen weißen Hut an den Füßen, große Stiefel aus der Stirn, eine dunkle Wolke in seiner Hand, den unvermeidlichen Spazierstock in den Augen, einen drohenden Blick in finsterm Schweigen." * ,
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Im Eifer. Bürgermeister (zu dem abreisenden Fürstenpaare): .Durchlaucht haben un« unendlich glücklich gemacht, daß Hochdieselben Ihre Flitterwochen im Bami, unseres Städtchen» verlebten! . . Eure Durchlaucht und bis hohe Flitterwöchnerin, sie leben hoch!"
Gsinsinnütziges.
Beim Verlegen von Samenkörnern in den Boden ist e« gewiß von Vortheil, die einzelnen Körner in gleichmäßigen Abstünden von einander und auch in gleicher Dreie zu pflanzen, um regelmäßige, sich gleichartig entwickelnde Saaten zu erhalten. In origineller Weise sucht E- Evan» in Walsall die zeitraubende Arbeit, die solche regelmäßige Pflanzung er« fordert, zu kürzen, indem die Samenkörner mit geeignetem Klebmaterial in gleichen Abständen und Reihen auf dünnem, leicht verweslichem Papier aufgeklebt werden, s° daß ein solcher Bogen horizontal in entsprechender Tiefe in den Garten Hoden eingelegt und mit Erde überdeckt wird. Da» Verfahren verdient gewiß Beachtung, und ließen sich '-derartig Mpanerte Papierbogen wohl auch ganz gut, gleich «it den Samen be klebt, in beit Handel bringen, da dadurch Abwägen und Zählen der Körner wegsällt und sich wohl auch leicht Maschinen instruieren laffen, die mechanisch solche Bogen mit den Körnern in gleichmäßigen Abständen bekleben. (M'tgetheitt vom Jnttr« nationalen Patentbureau SarlFr.Reichelt, BerlinN.w.)
Literarische»
WaSsoll ich bttlawitenl Auslese der besten Deelamationt stücke ernsten und heitern Inhalts, unter Mitwirkung oe; "sten deu tsch« Bühnengrößen herausgegeben von Elise Henle, Verfasserin de« Preislustspiels „Durch die Intendanz." Neue, vermehrte Auflage. Broschiert M. 3.—, eleg. gebunden mit Goldschnitt M. 4.50. Schwa- bacher'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart. — Tue nunmehr in vierter Auflage erschienene Sammlung ernster und heiterer Vortragsstücke bekundet, daß der Verfasserin die Anerkennung m vollstem Maß, bis jetzt iu Theil wurde und cs durch die Neu-Auflage noch mehr werden wird. Es ist für jeden Geschmack, für jeden Zweck gesorgt M Jeder wird finden können, was er braucht und sucht, um GeseMchafte», Vereinsabende oder festliche Anlässe durch das Relief der VortraMM zu verschönern. Dieses vornehme Declamationswerk kann zu Gesche« bestens empfohlen werden. *
W. L«tmb««g» gesammelt« R-»m-»«e «nd »ov«ll«n, Die Verlagshandlung der „Gartenlaube" (Ernst Kerl s Nachfolger tu Leipzig) hat einen Wunsch der weitesten Leserkreise erfüllt indem st von den Werken der beliebtesten deutschen Erzählerinnen der Neuzeit Marlitt, Werner und Heimburg neue billge, und M ausgestattete und mit vielen stimmungsvollen und künstlerischen I lus r°. tionen geschmückte Gesammtausgaben veranstaltete. Welchen Anklanz dieses Unternehmen gefunden hat, beweist der Umstand , daß auch da I Gesammtausgabe der Erzählungen von W. Hennburg m kurzer Zeit cho« in zweiter starker Auflage zu erscheinen begonnen hat. Von dieser neuen Auflage liegen uns die Lieferungen 7—12 vor, welche Fortsetzungen de« von I R. Wehle trefflich illustrierten Romans „Lumpenmullers Lieschen enthalten. Die Erscheinungsweise in vierzehntägigen Lieferungen n- möglicht es auch dem weniger Bemittelten, sich ohne Aufwendnni größerer Opfer in d.n Besitz dieses, jeder Familienbibliothek zur Zierde I gereichenden Werke zu setzen. *
Sngtlhor«» Allgemein« Romaitbibliothek Es ist auch I in Deutschland möglich, dem Publikum gute Bücher zu billigem Prei | zu bieten und dabei weder die Autoren noch die eigenen Jnteresten zu | kurz kommen zu lassen, nur gehört Wagemuth und geschäftliche Tüchtig | keit dazu — das ist die Lehre, die der deutsche Verlagsbuchhandel am I dem Erfolg von „Engelhorns Allgemeiner Romanbibliothek ziehen kann, I und hoffentlich auch, sofern er sich auf seinen Vortheil versteht, inlimm | größerer Auswahl ziehen wird. Als der rührige Stuttgarter Verleg!! I vor zehn Jahren zuerst die bekannten ziegelrothen Bändchen -durch- I schnittlich zehn Bogen guter Ausstattung — zum Preise von 50 M j in die Welt sandte, begriff man gar nicht, wie der Mann dies leis- I könne; schon die „Collection Spemann", von welcher der Band - j Mark kostete, war dem Publikum, wie den Verlegern atS unergotkl I Wagnis, erschienen, und nun gar dasselbe — nur den Einband al rechnet - für die Hälfte! Aber noch meh.: Spemann druckte ai. | viele Werke, an denen, da die Verfasser seit mehr als dreißig Iah» I tobt waren, keine Autorrechte mehr bestanden, die al o zum mmde, - I nur den Druck und das Papier, aber kein Honorar mehr kosteten, I Engelhorn fiel diese Erleichterung weg; er brachte allerdings im ersm I Jahrgang ausnahmslos Uebersetzungen aus fremden Sprachen I auch da mußte das Autorisationsrecht bezahlt fein, dazu die Ucb I setzunq- Nun aber begab sich das Merkwürdige und sogar für die Gelehrten der Leipziger Buchhändlermeffe, geschweige denn für gewohnliq- | Sterbliche geradezu Unfaßbar«, daß Spemanns Collection trotz a I Rührigkeit ihres Verlegers und der im ganzen sehr guten Aar«-? I nicht einlchlug, während Engelhorn schon un zweiten Jahr m der «9 I war, auch Werke hervorragender deutscher Autoren zu bringen I Räthsel erklärte sich wohl sehr einfach: Der Deutsche ist so ®n.L I Leihbibliothek gewöhnt, und des Bücherkaufens rmgewohnt, daß ? I auch noch die Ausgabe von einer Mark schwer fällt, aber kostetä I die Hälfte, so thut er's schließlich doch. - Heute, nach j ist die „Allgemeine Romanbibliothek" so bekannt und verbreitet, | eine Empfehlung des vortrefflichen Unternehmens fast überflüssig * scheint. _____
VcrmMehtss.
BeiderseitigeNeugier- Angeklagter: „Mein Anwalt ist nicht erschienen; ich beantrage baher die Verhandlung zu vertagen." — Richter: „Sie wurden ertappt, wie Sie einem Herrn seine goldene Uhr au» der Westentasche zogen; da dm ich 'doch neugierig, was unter diesen Umständen Ihr Ver- theidtger noch sagen könnte.' — Angeklagter. „Mir geht » gerade so, Herr Richter, und deshalb möcht ich gern seine Vertheidigungsrede hören." * ,
t'r Bsrsänglicher Bescheid. Vater: „Also, Du nicht», nutziger Bengel, bist zur Polizeiwache mitgenommen worden, weil Du — ja, wa» hat man denn dort zu Dir gesagt? Söhnchen: „Es'hieß dort, der Apfel fällt nicht weit vom Stamme, dann erhielt ich einen Verweis und wurde entlassen.
Entgegenkommen. Assessor: „Glauben Sietzmir, mein Fräulein, die Liebe allein macht glücklich. — Fräulein. „Das kann ich mir kaum denken, ich habe immer gehört, die Liebe zu zweien macht es?' *
Das Universalmittel. „Herr Doctor, ich danke Ihnen sür Ihr Universalmittel." — M nicht wahr," - „Es hat mir ganz außerordentlich geholfen. - „Wie viel Flaschen haben Sie davon gebraucht? — „Ich? Gar keine. Mein Onkel nahm eine, und ich bin nun sein einziger Erbe."
Kebaction: A. Schcyd«. - Druck und Verlag der Brützl'schcn Druckerei jFr. «hr. Pietsch) m Gießen.
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