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den Stein zernagend."
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icnrecn uuj: ou xiivul yuu, <uuiv* pvy w- ^v|vnvvöv„f tief ist dieser mächtige Raum. Durch das hereinfallende grünlicheUP des Tages wird die Grotte eigen beleuchtet. Nun werden die Lat-rn " angezündet, über eine enge Treppe, die sogenannte „büse Ecke, ° wohl einst bei der Erforschung tatsächlich ein böses Stück Arbeit g wesen sein mag, leuchtet der Führer voran und bringt uns m den g wattigen Rudolfsdom, durch den die Recka bald feeartig, bald ein« zwängt sich drängt. Unvergeßliche Bilder folgen nun Schlag Schlag. Jeder Schritt entlockt uns wieder ein „Ah der Bewunderung. Fünf Stunden kann man bereits in dieser Unterwelt Vordringen noch immer ist kein Ende der großen, finsteren Wasserstraße, die s q die wilde Recka gebahnt hat, bald enge Klammen, bald nieder«JUW«, die dann durch künstliche Tunnels umgangen werden, bald g-wau » Dome durchfluthend oder in wilden Sturzwellen und tosenden <y“
h Mr Re itt mir keine Gefahr zu groß, sie thaten Recht i traten pflegen fleht... vielleicht fragt er gar, wie er kommt daran, herzukommen Sie sind hier in Sicherheit, und erst daß dieser junge Mann bei mir Mcht gesucht hat. Um aSÄi? We * * ®e 3“' S, “».TwÄ
^ Der Verwundete versuchte zu sprechen. Ohne Zweifel würde, aber er ist mir doch lieber, wenn er ihn nicht steht." wollte er nochmal» den Namen dieser Blanche von Lavaline I Und sie versuchte abermals mit aller Anstrengung den beraufbeschwören, die auf Catherine einen so großen Einfluß I durch die Bewußtlosigkeit schwer gewordenen Körper der zu haben schien. I jungen Oesterreicher» aufzuheben.
8 y Catherine gebot ihm mit einer Geberde Schweigen. I In diesem Moment wurde an die Straßenthür geklopft.
„Seien Sie vernünftig," sprach sie mit mütterlicher | Catherine fuhr zusammen. Ebenso bleich, wie der Berwum Stimme. „Niemand will Ihnen etwa» anthun. Fräulein I bete, horchte sie auf.
Blanche soll mit mir zusrieden sein. Sie sind hier bei einer | „Wer kann da, sein -"fragte sie sich. „Der Laden ist Patriotin ..." geschloffen und an einem solchen Tage wird Niemand Wäsche
Sie hielt inne und murrte vor sich hin: „War sage I bringen oder abholen." (Fortsetzung folgt.)
ich da! Weiß er denn, was ein Patriot ist? — Sie sind j ---------—
bei einer Freundin," fuhr sie mit erhobener Stimme fort. I
Neipperg ließ sich auf den Boden zurücksinken. Seine I
für einen Moment wiedergekehrten Kräfte verließen ihn. I -----
Aber er hatte die mitleidige Stimme Catherinens gehört, | Das Grab der Madame Sans Gtzne hat durch das überall batte begriffen, daß er gerettet sei. , I aufgeführte Stück Victorien Sardous actuelle Bedeutung gewonnen.
Ein unaussprechlicher Ausdruck von Freude und Dank' I Die 18. Nummer der »Moder««« Kunst"' (Verlag von Richard teteit .«Mitte [ein mW« s-ftcht. Cr »at H iHnet Bjjg,
Freundin — der Name Blanche von Lavaline» beschützte ihn. I ne6'en i[)rent ©orpora[ ruht, der wirklich den Marschallstab im ... er hatte nicht» mehr zu fürchten. I Tornister trug und sich trotz Napoleons Befehl von der Genossin seiner
Mit »hier letzten Anstrenauna. die Auaen halb geschloffen, I früheren Dürftigkeit nicht trennte. — Den Hauptinhalt der hochmteresM- ’JMU emei legten »nittcHfluiiy, wie *ii > l 1 Jsnummet bildet eine Schilderung des Gold- und Werthpapierstro«,
streckte er den Arm au», und seine blutlose, kalte Hand suchte | ber bu , bie Deutsche Reichsbank geht. Mit der Anschaulichkeit eines die brennende Catherinen». I Qo[a wird von der fachkundigen Feder Dr. Meyers geschildert, M
„Schon gut, beruhigen Sie sich . . . lassen Sie sich von I dort der Nationalreichthum zusammenfließt und regulrrt wird. Besen- mir «sleaen Büraer Oesierreicher," sagte Catherine, indem I ders interessant ist die Darstellung der Vorhalle, die das. Kassenmstüu
Remsauna m beberricken und besorgt I durch seine Abtheilung für Werthpapiere und durch finne ^ede Sicherheit sie sich bemühte, ihre Bewegung zu veyerrfcyen, , Tresor- und Depot-Einrichtungen dem Privatmann« bietet,
fügte sie bei sich hinzu: „Es wäre besser, er käme in« Bett I Illustration des inhaltreichen Artikels ist wieder eine glänzende — aber ich bin nicht stark genug, um ihn bi» dahin zu I Leistung der Bong'schen Farbendrucktechnik. Besonders das prächtige traaen Acb wenn Lefebvre da wäre . . . aber er kommt 1 Interieur des neuen Anbaues der Reichsbank präsentirt sich nut benww nicht . . ist er am Ende . . ." I dernswerther künstlerischer Anschaulichkeck.
Ste*6eenbete ihren Gedanken nicht. I bie @rotten uon @t. Canzian führt ein fesselnder, «ich-
Der Gedanke, daß ihr Lefebvre gleich diesem fremden I des neuen Heftes der beliebten Familienzeitschrift
Osstrier bewußtlos und mit Blut bedeckt auf dem Boden I @utcn et««6«* (Berlin w., Deutsches Verlagshaus Bong u. lieaen könne erschien zum ersten Male vor ihrem Geiste und I Co., Preis des Vierzehntaghestes 4O Pfg.) Besucher , heißt « LVTS’S I es in dem Artikel, „verirren sich nach dem Karstdörschen St. CanM.
ließ sie vor Schreck erstarrem I aber Sinn für wahre Natur hat und wer vor allem es Nicht fo
„Der Krieg ist schrecklich! murmelte sie. . I bequem haben will und noch auf touristische Romantik etwas hält, ter
Dann aber gewann wieder ihr energisches Temperament I roiHrb ^gltch belohnt sein, wenn er dorthin seine Schau und
Me Oberband. I lenkt. Nach der Rudonezwarte sehen wir in tiefer Schlucht die-Kula,
Nab Lefebvre ist zu tapfer, zu kräftig, um wie dieser I hoch übet betreiben, jpi f ' . en «t aw«' (tuti
„P0H' «esevvre Ist zu tapfer, zu "Uf"»' > I > > ' bem Stege, der die beiden Felswände verbindet. Km,
«eine Aristokrat zu sein — Lchbvre, der ist ein Kugelkasten | gibt uns eine Warte den Einblick in die sogenannte „Gutenberg-
— er wird ein halbe» Dutzend in die Tasche stecken, ohne I _ e6en ^„os Riesenthor, das sich die Recka gebrochen hatte.
„Uff" zu sagen! Der ist au» einem anderen Stoffe, al» I Tief unter der „Tomasinibrücke" stürzt die Recka in den See, und du
blefe Lasten . . . und das mischt sich in andere Angelegen- I Sonne läßt in dem Gischt die herrlichsten Farben aufleuchten. Emig-
oief« '.7. 6 .„ I Stritte weiter öffnet sich der Naturstollen, em enger Felsgang,
heften und mögt, auf da» Volk zu schieß Verwun- I Dumpfes Brausen empfangt uns bei seiner Begehung, es ist, als wärm
Sie zuckte die Achseln, dann blickte sie ihren Berwun- I a((e geirter' losgelassen, und immer lauter poltert und dröhnt es.
beten an. , 1 Plötzlich erweitert sich der Gang, und wir stehen unmittelbar an ver
«Lier kann er unmöglich bleiben, sonst geht er zu I Recka unter dem Riesenthore mitten in schäumendem Gischt. Der eche Borge- ««* Ä• ggf KSÄÄÄSS®* muß alle^ thun? um ihn wieder ins Leben zmückzurusen." herunterleuchtet. Gewaltige Oesfnungen gähnen an den seB
Plötzlich schoß ihr ein neuer Gedanke durch den Kopf. I rechten Wänden; die schlammerfüllte Tominzgrotte lassen wir recht grm ist er aar der Bräutigam von Fräulein I liegen und steuern dem zweiten dunklen Thore zu. Erne mächtige H
Manchs Da?wä?e »fÄ S
ich, der sie immer die Ausstattung versprach! O, ichmuß I 3^ 8 Meterhoch wölbt sich der Riesenbogen, und 60 Metel diesen jungen Mann retten ... und Lefebvre kommt nicht!" I .. t> ..... „ei.nlnbe LiÄ
wiederholte sie ängstlich, nach einem Mittel suchend, um den
Oesterreicher zn transportiren.
Dann jedoch überlegte sie.
„Es ist besser, wenn Lefebvre nicht da ist — nicht weil er ein schlechte« Herz hätte oder es ihm einfallen könnte, mir Vorwürfe zu machen, weil ich einen Aristokratenl rette. • • wenn er erfährt, daß er ein Freund meiner Wohlthäterin ist, wird er nichts dagegen haben, und außerdem kennt ein französischer Soldat nach der Schlacht keine Feinde mehr, wie Lefebvre mir oft gesagt hat. Aber er ist eifersüchtig wie ein Tiger; es wird ihn ärgern, wenn er mich einen Aristo-


