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braten schon Kenner getäuscht. Man serviert mit kleinen
GemsrnnNtziges.
Redattisn- A. Tcheyd». - Druck und Berlaz der Brühl'schm Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Wießm.
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all. von
Stockflecken aus Tischzeug zu eutfernen. Das einfachste Mittel, durch welcher die Wäsche am Wenigsten leidet, ist das Bleichen; wo Rasenplätze nicht zur Verfügung stehen, bewirkt man dies dadurch, daß die Wäsche naß, also ohne vorher ausgerungen zu sein, aufgehängi wird. Ein anderes, ebenfalls sehr einfaches Mittel ist, die Wäsche etwa 24 Stunden in saurer Milch liegen zu lasten und dann nachzuwaschen.
Kartoffeln-
Kohl mit Kartoffeln. Kleine Kartoffeln werden geschält, gekocht und in Fett braun gebraten; hierauf wird der Kohl, wenn er gut gewachsen, gelesen und reich gekocht ist, fein gewiegt und ein wenig Semmel und Mehl, welches man in Butter geschmort, dazu geschüttet, mit Brühe verdünnt und alles gut aufkochen gekästen, dann die Kartoffeln darüber geschüttet.
Las junge Mädchen hatte im nächsten Augenblick die , begießt- Etwas vor dem Anrichte« giebt ma« noch emige Mutter umschlungen, um ihr in leisen, stockenden Worten den * Löffel Rahm in die Sauce, welche durchgestebt über das verhängnißvollsn Schluß ihrer Unterredung mit Hamson mit- : Fleisch angerichtet wird. So zubereitet hat dieser Schaf.
Falscher Rehrücken. Man läßt sich einen schönen SSafsrücken vom Metzger wie einen Rehrücken zuschneiden, d. h. die Schulterblätter und die Hälfte der Rippen ab- schneiden und das Rückgrat schön zustutzen. Der Abfall kann für Ragout verwendet werden. Run entfernt man alles Häutige und Fette, legt den Rücken in eine paffende Schüffel, giebt Pfefferkörner, eine kleine Hand voll Wachholderbeeren, ein Lorbeerblatt, eine Zwiebel und eine gelbe Rübe dazu und übergießt es mit einigen Glas heißen Weines. Man läßt nun den Rücken etwa fünf Tage in der Beize, man muß aber den Wein jeden Tag abschütten und wieder aufkochen lassen und heiß darüber gießen. Man nimmt nun das Fleisch aus der Beize, trocknet ab und spickt es schön, dann giebt man es in reichlich steigende Butter und bratet es schön saftig, indem man nach und nach etwas von der Beize zuschüttet und das nöthige Wasser zusetzt und fleißig
Zwiebelsuppe. Geschnittene Zwiebel und einige Löffel Weizenmehl läßt man in gehöriger Butter gelb braten, thut sie dann nebst etwas Salz in kochendes Wasser oder kochende Fleischbrühe, läßt sie auskochen und richtet sie über geröstete Semmel an-
Behandlung gefrorenen Fleisches. Im gemeinen ist man wirthschaftlich der Ansicht, daß Fleisch frisch geschlachteten Thieren durch starkes Gefrieren mürbe werde. In England ist aber die Erfahrung gemacht worden, daß das aus Neuseeland in gefrorenem Zustande eingeführte beste Hammel- und Lammfleisch zäh und geschmacklos war, wenn es gleich gefroren dem Prozeß des Bratens oder Kochens überliefert wurde, dagegen weich, saftig und wohl- duflend, wenn man es langsam wieder hatte aufthauen lassen.
zutheilen.
„Und Du liebst ihn wirklich, mein Kind?" fragte Jene bekümmert. _
„Mehr, als ich Dir sagen kann, Mama! Er war so stürmisch, Alles kam so überraschend schnell, daß ich erschreckt wurde und die Furcht, von Dir oder Papa überrascht zu werden, mich halb von Sinnen brachte. Ach, ich bereute es ja gleich, — aber da trat Papa in's Zimmer und ich fühlte, daß ich ihn verloren hatte."
(Fortsetzung folgt.)
Waschleinen zu reinigen. An frisch gewaschener Wäsche bemerkt man zuweilen gelbe oder graue Streifen. Dieselben rühren von den unsauber gewordenen Waschleinen her, auf welchen man die Wäsche trocknete. Um erstere zu reinigen, empfiehlt die „Fundgrube", von Seife und etwas Soda eine glatte Lauge zu kochen, welche man auf dre Leine, (Seil) in ein nicht zu tiefes Waschfaß gießt. Nach einer Viertelstunde reibt man die Leins mit einem wollenem Lappen kräftig in der Seifenlauge ab, nimmt nochmals reines Seifen« wasser und spült ste zuletzt in ,klarem warmen Wasser aus. Wenn man einen großen staubfreien Raum hat, spannt man dis Leine darin aus, damit fie schnell trocknet. In mangelung einer solchen Raumes wickelt man die Leine «in Brett glatt und gleichmäßig auf und stellt sie an Ofen oder in die Sonne.
Zartfühlend. Bei Müllers ist Kaffeegesellschaft. Herr Müller kommt nach Hause und findet seine Frau allein im Entroezimmer fitzen. Erstaunt fragt er: „Warum bist Du denn nicht bei Deiner Gesellschaft?" — „Ich muß doch einmal hinausgehen, damit sie auch «über mich sprechen können!"
Malitiör. Der Vorsitzende verkündet, daß der An» geklagte bei seinem hartnäckigen Leugnen in Ermangelung anderer Beweise freigesprochen werden müsse. Angeklagter (stolz zu seinem Vertheidiger, der schlecht gesprochen): „Na diesmal hab' ich — Sie herausgerissen!" ♦ * •
Auch ein Standpunkt. Kunde (im Barbierladen): „Man steht Sie niemals int Concert, Sie interresstren sich wohl gar nicht für Musik?" — Barbier: „O, gegen die Musik an und für sich habe ich ja nichts, aber die Kerl», die sie machen, lasten sich ja die Haare nicht schneiden!"
DesBäckersRache. In einem pommerschen Städtchen lebte der Bürgermeister mit einem Bäckermeister in Unfrieden. Ersterem bot sich Gelegenheit, den Andern zu kränken. Der Magistrat hatte ein amtliches Schriftstück an den Bäcker« meister abzusenden, von besten Adresse der Bürgermeister da» Wort „Herrn" durchstrich. Der Bäcker erschien sofort im Ralhhause und beklagte sich über die Ehrenkränkung. Der Bürgermeister aber sagte: „Das dürfen Ste so genau nicht nehmen, was ausgestrichen ist, das ist so gut, als wenn es gar nicht da war!" Jetzt sandte der Bäckermeister ein Schreiben an den Magistrat, adresstrte „an den naseweiser Magistrat" und strich sodann „nass" fort. Sofort groß! Aufregung im hohen Rath. Der zur Verantwortung herbei« gerufene Bäckermeister sagte indeß gelassen: „Meine Herren, das dürfen Sie so genau nicht nehmen, was ausgestrichen ist, das ist so gut, als wenn es gar nicht da war!"
Ein Feind der Trinkgelder. Diener (meldet)' „Der Schornsteinfeger, der Nachtwächter und der Laternen« anzünder sind da wegen der Neujahrstrinkgelder, Herr Schulze." — Schulze: „Warten Sie noch, bis der Straßenkehrer kommt, und dann werfen Sie alle zusammen hinaus."
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„Mein Herr, wir sind College«!" sagte ein Schnell' läufer zu einem Theatersänger, der ihn mit Geringschätzung behandelte. — „Wir College«?" fragte Dieser höhnisch- " „Ja wohl," erwiderte Jener „wir Beide leben von der Kehle, Sie von der Hals- und ich von der Kniekehle."


