Gründen in des verstorbenen Lord Faros Haus begeben hatte, als um mit seiner Tochter, von deren Existenz ich ja kaum eine Ahnung hatte, bekannt zu werden. Es war ein Zufall, .der Netta mit mir zusammenführte, ohne daß ich wußte, wer sie war. Das' ist Alles, watz-ich Ihnen sagen kann."
„Und wer sind Sie?" fragte der Graf rasch. „Wäre es möglich ... - sind Sie ein Verwandter deS unglückseligen Mädchens, das den Tod meines armen Bruders verursachte?"
„Ich bin Frau Falkners Sohn, wenn Sie das meinen, Mylord," erwiderte der junge Mann stolz. „Und der Fehl« tritt des jungen Mädchens, das ich selbst gerettet und der Fürsorge meiner Mutter übergeben hatte, war für mich ein ebenso großes Unglück, wie für Lord Faro. Ja, das ganze Elend.fing mit..jener Begebenheit an. Wir haben nur Elend und- Unfriede erlebt, seit Cora stch hatte verleiten taffen, ihre Heimath zu verlasien."
Graf Treville betrachtete aufmerksam das Gesicht des jungen Mannes bei dieser leidenschaftlichen Klage; es war unmöglich, an der Wahrheit seiner Worte zu zweifeln.
„Es ist bedauerlich, daß Frau Falkner ihren Sohn und ihr Adoptivkind mit so leichtsinnigen Ansichten über Recht und Unrecht aufgezogen haben soll," fuhr der Graf mit einem Blicke fort, dessen nachdenkliches Interesse an einem so zweifelhaften Gegenstand, wie die Handlungsweise einer einfachen Fremden, Rupert auffiel, „doch wird man der Wahrheit binnen Kurzem auf den Grund kommen und die Uebelthäter werden ihre Strafe finden- Inzwischen werde ich nichts weiter thun, als dafür sorgen, daß Sie unter meiner oder unter gerichtlicher Aufsicht bleiben, bis ich die Sache genau habe untersuchen lassen, um über Weiteres entscheiden zu können."
„Und darf ich fragen, unter welchem Vorwand, Mylord?" fragte Rupert ernst. „Ich habe kein Verbrechen begangen ..."
„Sie wurden auf meiner Besitzung gefunden, als Sie im Begriff waren, sich heimlich aus meinem Hause zu entfernen," entgegnete der Graf erregt- „Doch will ich aus Rücksicht für meine Richte Ihren Namen nicht der Oeffentlich- keit aussetzen .... wenn Sie mir daher Ihr Wort geben wollen, daß Sie keinen Fluchtversuch machen und freiwillig unter meiner Aufsicht bleiben wollen, werde ich Ihnen ein Zimmer anweisen, das ich jedoch streng bewachen lassen werde."
Rupert richtete seine schlanke Gestalt stolz auf und seine
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Unterhaltungsblatt zum Meßener Anpiger (General-Anzeiger).
Die Tochter des Meeres.
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Des Grafen Aerger flammte rasch zu Hellem Zorne auf.
„Antworten Siel" rief er. „Ich bin nicht gewöhnt, daß man mich in meinem eigenen Hause mit Verachtung behandelt, noch werde ich es UW einem gewissenlosen Abenteurer wie Sie dulden!"
„Ich bin kein Abenteurer, Mylord'. . . mein Leben ist makellos und ehrenhaft gewesen, wie es Ihr eigenes nur ge- wesen sein kann," entgegnete Rupert mit fester Stimme. „Doch, Mylord, die Antwort auf Ihre Frage muß ich Ihnen schuldig bleiben."
„Sie wollen also kein Geständniß, keine Erklärung über das freche Eindringen in mein Haus geben?" rief der Graf wüthend aus.
„Leider muß ich es Ihnen abschlagen, Mylord," lautete die ruhige Antwort.
„Dann muß ich nach anderer Seite hin um Erklärung bitten," entgegnete der Graf in Hartern Ton. „Hatten Sie die Bekanntschaft mit meiner Nichte schon angeknüpft, bevor dieselbe unter meinen Schutz gestellt wurde?"
Rupert verneigte sich bejahend.
„Und Sie folgten ihr hierher?"
Wieder schwieg Rupert, denn er wollte Netta durch kein Wort bloßstellen, bevor er nicht wußte, welchen Ton sie an. schlagen würde.
„Diese Frage kann ich mir selbst beantworten," Hub der Graf wieder an. „Wollen Sie mir nun Ihren Namen nennen, damit ich den Werth der Bekanntschaft meiner Nichte und Ihr Verfahren besser zu beurteilen vermag?"
Rupert zögerte einige Augenblicke, dann sprang er plötz- «ch auf und trat mit festem Blick vor den Grasen hin.
„Mylord," sprach er, „ich wende mich an ihre eigene Ehre als Mensch und Gentleman . . . urtheilen Sie selbst, ob nicht schwer verginge, wenn ich einen jener verzeih, li^en Impulse »erriete, die Miß Faro im ersten Augenblicke nnseres Zusammentreffens beseelt haben mögen. Es genüge Ihnen, wenn ich Ihnen sage, daß ich mich aus ganz anderen


