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Literarische»
(8. N. N.)
Gestrickt doch nie genug.
Wenn ich ein junges Mädchen wär',
Große Gefahr. Studiosus Bummel macht eine Ein- aabe an die Polizei, worin er ersucht, daß den Herren Schneidermeistern verboten wird, ihre Rechnungen in so kurzen Zwischenräumen wiederholt zu schicken, damit man nicht in Gefahr laufe, diesilben zwei oder drei Mal zu bezahlen.
De? Neujahrspunsch und die Befferungs-Gelöbniffe zu Neujahr haben ost etwas Aehnliches; ersterer ist für den Kater, letztere sind für die Katz.
Wenn ich ein junges Mädchen wär, Mein Liebstes wäre das: Ich ging zur Köchin in die Lehr Und lochte selber 'was! Der HauSfrau ziemt eS sicherlich, Wenn sie gut kochen kann. Und könnt' ich dies, bekäme ich Auch sicher einen Mann
Mein Zweites wäre das: Ich controlierte etwas mehr Die Wäscherin am Faß. Ich stellte, wenn die Waschzeit ist, Romanlectüre ein;
Das nur ist Ohrentrug, Geklimpert wird ja viel zu viel,
Mit spannenden Romanen liest Man nicht die Wäsche rein.
Häuslichkeit.
Wenn ich ein junges Mädchen wär', Mein Erstes wäre das: Ich nähme Strickbaumwolle her Und strickt ohn' Unterlaß.
Ich ließe das Pianospiel,
Meisterwerke der Holzschneidekunst. Aus dem Gebiete in Architectur, Skulptur und Malerei. XVII. Band. l. bis 5. Liefere zu je 1 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Das befannt prächtige Sammelwerk ist jetzt in seinen siebzehnten Jahrgang emgetret« Was bisher darin veröffentlicht wurde, bildet einen interessanten Beitri zur Kunstgeschichte theils älterer, aber vorwiegend neuerer Z-ck wt liefert den Beweis, daß die Künstler unter den Holzschneidern noch nit ausgestorben sind. Jeder Jahrgang bietet eine werthvolle Sammlm von Kunstwerken, unter denen sowohl Historien- wie Landschafts- W Genremalerei als auch Skulptur vertreten sind. Die „Meisterweck liefern ihren Beziehern allmählich eine Kunstsammlung, wie sie |i
. , . , ... i gleichem Preise und in gleicher Vollendung auf keine andere Weise i»
Was eilt Häkchen wird. Kaufmann: „Was willst I schafft werden könnte, lieber den bildenden Einfluß eurer solche gütige: „Für 50 Pfennig Kaffee und 50 Pfennig I Sammlung braucht wohl nichts gesagt zu werden.
betau« 1" - Kaufmann: „Wo hast du denn die Maik?" - I * * *
^unae- Die will die Mutter nächste Woche bringen! I „Die Sturmfluth auf Helgoland« findet in der soeben« ' • • I schienenen Nr. 12 der „Modernen Ättttft* (Berlag von Rrchr
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Fräuiein, Sie haben aber einen großen Fächer! — I Nordseeinsel geschickt wurde. Damit liefert die „Moderne Auir: Kräulein: «Ja, dahinter haben auch Zwei Platz!" I einen neuen B weis, wie sie trotz der großen Auflage ihre Leser sti»
• * I über wichtige Ereignisse auf dem Laufenden zu erhalten in der Lage t|
hrmtififinrKt Reamter Ratb' .Na. Lemke, I Schilderungen.modernen Lebens in kurzen, fast epigrammatischen Einzel Ein brauch barer »e amter bildern wie „Das moderne Weib« von Georg Malkowsky, ,unfe«
Sie frieren wohl heute? — ©ectetat. „Wenn der Herr | Rechtsanwälte« von Georg Reimann sichern mit den beigefügten M" Rath frieren, erlaube ich mir, dieselbe Empfindung zu haben ! I ftrationen dem Blatte eine ungewöhnliche Frische und Lebendigkeit, d-
• • I durch eine Fülle von Kunst- und Gesellschafts-Notizen unterstützt wm
(Sie fnUp« I Die Kunstbeilagen, unter denen wir eine prächtige Illustration M Ein Strateg e. Lieutenant, „^injäyrtger, Ste sollen | Ggbthe'schenFischer-Ballade von G. Papperitz, „Die Nacht« von E. Reilari den Uebergang über eine gut vertheidigte Brücke erzwingen. I un^ ^te Rückkehr aus der Verbannung« von G. Bondaux hcrM. welche» ist die Vorschrift, die Sie dabei in erster Linie zu 8[ heben möchten, zeugen von einem Geschmack in der Bilderzahl, dem «t* beobachten haben?" — Einjähriger: „Rechts gehen!" ' „Moderne Kunst" einen großen Theil ihrer Eesolge zu verdanken p
näher »n betrachten. Zuvor aber spähte ich nach allen Rich' tunaen au», ob sich die fehlende Hälfte de» Briefe» nicht
möglicherweife noch entdecken ließ, doch davon war nirgend»
eine Spur- I Als dritter Band des vierten Jahrgangs der Veröffentlichungen
Al» ich dar Päpier auf meinen Knieen glatt strich, freute I des „Vereins der Bücherfreunde, Berlin", erschien soeben: ich mich, daß die ersten Worte, auf welche meine Blicke fielen, klar und deutlich da» Datum nannten. Der Brief war an I 22 Bogen. Preis geheftet Mk. 0.—; gebunden Mk.
demselben Tage geschrieben, an welchem Gertraud verschwunden I ^uch von Rochus Schmidt behandelt Deutschlands Colonien, ihr« mar (Fortsetzung folgt.) I Gestaltung, Entwickelung und Hilfsquellen und zwar in zwei Bänden. ------------- I Der erste Band enthält eine Einführung, eine Behandlung von Branden-
I burgs colonialen Unternehmungen an der Westküste Afrikas und Deutsch- I Ost-Afrika. Bei der Behandlung des letzteren Schutzgebietes ist der gt I schjchtlichen Entwickelung der Colonie ein verhältnißmäßig breiter Raun, gewährt. Die einzelnen Phasen von der Begründung von Dr. Pete« bis zum Gouvernement Schele sind berücksichtigt und characteristert. geographischer und ethnographischer Hinsicht konnte die Behandlung m- großen Gebietes eine allzu eingehende und detaillierte nicht sein, da d« zur Verfügung stehende Raum dies verbot. Mit dem vorliegend!: Buch verfolgt die Verlagsbuchhandlung, die es sich angelegen sein lief dasselbe reich mit Bildern und Karten auszustatten und es zu einen äußerst billigen Preise zugänglich zu machen, den Zweck, das Jnterch an unserer Colonialpolitik im Volke zu verallgemeinern und das Verständnis hierfür zu fördern. Das Buch umfaßt zehn Kapitel, die wir hter bet größeren Uebersicht wegen gleich anführen. Erstes Kapitel: Die Er Werbung der Kolonie durch Dr. Karl Peters und ihre weitere Entwickelung bis zum Eingreifen der Reichsregierung. Zweckes Kapitel: Die Niederwerfung des ostafrikanischen Ausstandes durch Major Her mann v. Wißmann. Drittes Kapitel: Deutsch-Ost-Afrika nach dm deutsch-englischen Vertrage. Abtretung der deutschen Schutzherrschast übet Witu an England. Viertes Kapitel: Deutsch-Ost-Afrika in naturwtllei: schaftlicher Hinsicht. Fünftes Kapitel: Der ostasrikanische Handel. Elmbein. — Sklaverei. Sechstes Kapitel: Dr. Emin Paschas Expedit» Begründung deutscher Stationen im Seengebiet. Siebentes Sapifc. Antisklaverei und Missionen. Achtes Kapitel: Militärische Maßnahme« im Innern unter dem Gouvernement von Soden und von Scheu. Neuntes Kapitel: Wirthschaftliche Unternehmungen. Zehntes Kapitel: Deutschlands Colonialverwaltung. Außerdem als Anhang em voll ständiges Namenverzeichniß und eine bis auf die Neuzeit ergänzt! Karte von Ost-Afrika. Von besonderem Interesse für die ColouwH^ gesinnten und interessierten Kreise dürfte das achte und zehnte Kapitel des ersten Bandes „Deutschlands Eolonialverwaltung« sein, hierin ügt der Verfasser feine Ansichten über die Centralverwaltung der deutsche« ~ , Colonien wie die Regierungssysteme in den einzelnen Schutzgebieten bat.
Wa» die Frauen nicht haben. Jede Frau hat I Die Geschäftsleitung des „Vereins bet Bücherfreunde" kann für sich d-n frpitpRen Mann die intelligentesten Kinder , den größten I das Verdienst in Anspruch nehmen, dem deutschen Publikum für billige ben tteuelien wann, ow ™ 1 l «•** ' . » ’ @e[b eine eingehende Schilderung unserer Colonien zugang,g gemach
Aerger mit den Dienstboten, die besten Kochrecepke, ote otutguen 1 kostete doch bis jetzt ein Buch über eie Colonien stets et®
Eidkaufsquellen — aber ni .ts zum Anziehen. . I Mk. 20.—. Ueber den „Verein der Bücherfreunde« selbst ertheilt jet1 (Aus der „Wiener Mode i. I Buchhandlung, sowie die Geschäftsleitung, Verlagsbuchhandlung Schl • • I u Grund, Berlin W. 62, Kurfürstenstraße 128, jederzeit gern Ausku«
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (gr. Ehr. Pietsch- in


