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aber wenn Sie es durchaus wünsche, so gebe ich Ihnen noch rwanzigtausend Francs."
’ „Nein, ich danke, lieber Baron. Ich weiß le», Sie wollen auf den Rath Ihres Freundes del Baffo, eines alten gewiegten Spielers, Ihr Geld nicht zersplittern. Sk haben Recht, Sie sitzen im Glücke und dürfen risktren, dis Bank zu sprengen, wenn Sie so weiter glücklich spielen- Auf Wiedersehen, meine Herren! Ich fahre nur in mein Hotel, um mir Geld zu holen, in einer halben Stunde bin ich wieder da.
Eggonsberg spielte inzwischen weiter und gewann neue Summen. Bald trat auch der Rittmeister von Raben wieder rin, legte eine mit Banknoten wohlgefWte Brieftasche neben sich und setzte eine Tausend-Francsnote nach der andern, gewann manchmal, verlor aber meistens, sodaß seine Banknoten bedenklich zusammenschmolzen, während der Gewinn Eggons- berg» immer mehr wuchs.
Sehr ärgerlich blickte Raben zuweilen auf Eggonsberg und dessen unheimlichen Begleiter.
„Setzen Sie sich doch einmal her zu mir und bringen Sie mir auch Glück, Herr del Baffo," raunte der Rittmeister
diesem zu.
„Es wird Ihnen nichts nützen," erwiderte del Baffo, „denn der Herr Baron hat heute das größte Glück, er gewann mir schon heute Morgen Alles ab, was ich besaß, selbst meinen schönen Hund und meinen kostbaren Revolver."
„Was Sie sagen," entgegnete Raben und riß die Augen auf. „Also hat der Baron heute schon ein Vermögen gewonnen ?"
„Es scheint so," gab del Baffo lächelnd zurück, „aber die Hauptsache soll noch kommen, er soll die Bank sprengen I"
„Ein schöner Gedanke, wenn er nur glücklich zur Ausführung kommt," bemerkte Raben. „Bei diesem Plane hat schon mancher Spieler den Hals gebrochen."
„Sie haben recht, Herr Rittmeister," erwiderte del Baffo, „aber Baron Eggonsberg ist kein Spieler, er spielt eigentlich wider Willen, nur auf mein Drängen, weil ich wünsche, daß er sich und mich an der trügerischen Spielbank rächen und mich von einem schweren Fluche befreien soll."
„Sie sprechen zum Theil in Räthseln, Herr del Baffo."
„Sie «erden hoffentlich die Lösung dieses Räthsels noch erfahren und wie ich wünsche, nicht zu Ihrem Schaden. Heute rathe ich Ihnen nur: Spielen Sie nicht mehr, Herr Rittmeister I"
„Warum?" frug dieser scharf.
„Weil Sie kein Glück haben und Alle» verlieren können!"
„Ah bah, kein Glück haben! Einem Spieler kann jeden Augenblick das Glück blühen."
„Nun, so versuchen Sie er, Ihr Glück zum Blühen zu bringen," bemerkte del Baffo sarkastisch.
Der Rittmeister nahm diese Bemerkung als eine höhnische Herausforderung auf und setzte wie ein Wahnsinniger seine letzten Banknoten. In wenigen Augenblicken hatte er sie sämmtlich verloren und stand mit leeren Taschen da
„Nun, hatte ich Recht?" frug del Baffo trocken.
„Noch nicht," erwiderte der Rittmeister, „ich spiele weiter, ich habe noch ein Guthaben von siebzigtausend Franc« an Baron Eggonsberg, er wird mir Geld leihen."
„Sparen Sie sich dieses Geld, Herr Rittmeister, ich rathe es Ihnen," mahnte del Baffo wieder.
„O, gehen Sie mit Ihren ewigen Warnungen, wenn man gewinnen will, muß man auch wetten und wagen. — Bitte, lieber Baron, geben Sie mir die siebzigtausend Francs zurück, die ich noch von Ihnen bekomme, hier ist der Schuld- schein zurück. Natürlich soll es Sie nicht genieren!"
„Sie sollen Ihr Geld haben," erwiderte Eggonsberg kurz und zählte seine Banknoten. Er hatte fortwährend und ^tzt auch immer größere Gewinns gemacht, so daß er seine Schuld an Raben bezahlen konnte, ohne seine eigenen Baar- mittel ganz zu verlieren. Aber freilich, es blieben Eggonsberg nur noch achtzehntausend Francs und einige Goldstücke, als er seine Schulden an Raben bezahlt hatte. Das Resultat seines heutigen Spielens war aber immerhin recht befriedigend,
er war seine eslsffale Schuldenlast lo» und hatte «och eine stattlich« Summe übrig.
„Ich möchte mit dem Spielen aufhöran," sagt« deshalb Eggonsberg zu del Baffo, „ich habe e» überdrüssig und könnte den Rest wieder verlieren."
„Nein, nein, Sie müffen noch spielen, nur noch heute, nur noch eine Stunde, lieber Baron," bat del Baffo. „Sie haben ja heute ein ausgemachtes Glück und diesen Tag müffen Sie zu Ihrem Heil und zu meiner Erlösung benutzen. E« ist sehr recht, wenn Sie von morgen ab nie mehr eine Spielbank besuchen, aber heute müffen Sie noch spielen. Ich bitte Sie, probiren Sie nur ferner Ihr Glück und Sie werden sehen, daß ich Recht habe."
Zögernd setzte Eggonsberg einen Tausendfrancsschein und — gewann. Er ließ den Einsatz mit dem Gewinn stehen und gewann wieder. Er ließ wieder die ganze Summe stehen und gewann abermals.
Die Augen der Mitspieler und diejenigen der Bankhalter und ihrer Gehilfen, der Croupiers, richteten sich jetzt gespannt auf den glücklichen Spieler. Würde er verwegen genug sein, und dieses Spiel mit den coloflal anwachsenden Einsätzen fortsetzen?
Eggonsberg blickte wie verlegen auf del Baffo, doch dieser flüsterte ihm ganz leise zu: „Risktren Sie Alle», lieber Baron; da» Glück ist Ihnen treu!"
„Nun, ich riskire nur die Tausendfrancsnote, die ich ursprünglich gesetzt habe," gab dieser kübelnd zurück. „Verliere ich, so höre ich eben auf, unwiderruflich auf. Also weiter, meine Herren, um meinen Einsatz und den ganzen Gewinn!"
Wieder drehte sich da» Roulette, eine unheimliche Stille trat ein und Eggonsberg hatte wieder gewonnen.
Ein allgemeine» Staunen ging durch den Saal und eins Menge Spieler au» den Nachbarsälen drängten sich heran, denn blitzschnell hatte sich da» Gerücht verbreitet, die Bank sei von einem jungen deutschen Baron gesprengt worden. Aber e» war noch nicht so weit, die Bankhalter hatten noch genug Geld und die Croupier» schoben dem Baron Eggonsberg ganze Haufen Geldrollen und ganze Hände voll Taufend- francsbillets hin.
Eggonsberg wurde es ganz unheimlich vor dem vielen Gelbe und er rückte unruhig auf seinem Stuhle hin und her.
„Wagen Sie es noch einmal, lieber Baron, nur noch ein einziges Mal, und wir sind gerächt," flüsterte del Baffo.
Eggonsberg erhob sich ruhig und sagte mit lauter, deutlicher Stimme: „Va banque!“ Dabei schob er das ganze Geld den Bankhaltern zu.
Eine unbeschreibliche Aufregung ging jetzt durch den Spielsaal, Kopf an Kopf drängte man sich nach dem Spel- tische, um da» so seltene Wagniß zu sehen und die Bankhalter und Croupier» zitterten förmlich, al« sich das Roulette in Bewegung setzte. Nur Eggonsberg war so ruhig, al» wenn er um Nüsse mit einem Kmde spielte, denn er spielte ja gar nicht aus Geldgier und Spielsucht, sondern auf Geheiß de» seltsamen Mannes, der wie ein Gespenst neben ihm saß.
Das Roulette drehte sich seltsam langsam und al« es stehen blieb, hatte Eggonsberg — gewonnen.
Wie ein Tumult ging es jetzt durch den Saal und man schrie wild durcheinander: „Die Bank ist gesprengt! Die Bank ist gesprengt!"
Leichenblaß und leicht die Hüte lüftend, hatten sich die Bankhalter entfernt und die Croupier» schoben dem glücklichen Spieler alles Geld zu, über welches die Bank noch verfügte. Eggonsberg hatte weit über eine Million Francs gewonnen und war der unfreiwillige Held des Tages geworden.
Während Eggonsberg und del Baffo, deffen bleiches Antlitz jetzt vor Freude glänzte, bemüht waren, die gewaltigen Geldsummen zu bergen und dieserhalb auch nach einem Bankier schickten, trat zitternd und gebeugt der Rittmeister von Raben heran.
(Schluß folgt.)


