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«Zu einer handelt sich
gewählt, ungefähr wie er sich ein Bild oder eins Statue für i uns, wenn es sich um unser Geschlecht handelt, sstet« schlechte seine Galler e ausgesucht hätte. Vorerst aber wollte er ste Motive unter. Und wenn ich Ihnen die Wahrheit sagte, bin noch als Wirthin in ihrem eigenen Hause fern von der her- I ich überzeugt, daß Sie mich für eifersüchtig und ungerecht teren Menge und dem Glanze der Londoner Lebens kennen I halten würden." s w
lerne«, und dieser erste Abend war sicher ein befriedigende» I „Eifersüchtig . . . auf ein armer, heimathloser Mädchen I« Resultat der noch bevorstehenden Probe. I rief der Herzog ungläubig aus. „Lady Marian, Sie müssen
Lady Marian verband mit dem besten Geschmack ür Ihre Vorzüge sehr gering schätzen, wenn Sie das für möglch
Toilette, mit einer unvergleichlichen Anmuth und Würde eine I halten." a
elegante, wohlthuende Herzlichkeit. Gleichviel, ob er sie liebte I „Nein," antwortete sie mit fester Stimme, „durchaus oder nicht, sicherlich paßte sie wunderbar zu der Stellung, die I nicht! Ich weiß, daß ich Rang und Reichthum besitze, die mich er ihr bestimmte. I vielleicht irre führen, wenn ich mich für bewundert und geliebt
Zu Lord Marston» Freude drängte der Herzog sehr zum I halte, aber wenn ich mich in der geheimnißvollen Dame nicht Aufheben der Tafel und folgte seiner schönen Wirthin in deren I täusche, so ist sie schöner al» ich und besitzt einen gefährlichen blumenreiche» Boudoir, al» er ihr Kleid zwischen den Blumen I Reiz für Jene, denen sie gefallen will." hatte schimmern gesehen. I (Fortsetzung folgt.)
„Wenn e» auch kein Verbrechen ist, so ist e» doch sicher I _____________
eine Rücksichtslosigkeit," erwiderte der Herzog, „und doch bin I £*'**♦»
ich überzeugt, daß Sie meine Entschuldigung werden gelten 1(10(11116 SONS GM6.
lasten, Lady Marian." I Roman nach Bictori«« Sardou und F. Morr«««.
„Sagten Sie mir nicht, Sie hätten auf der Reise den I Deutsch von «drl, »«rger.
Weg verloren," erwiderte diese. I ------
„Allerdings und da» war auch die Wahrheit, aber doch I (Fortsetzung.)
vielleicht nicht die volle Wahrheit- Mein Abenteuer war zu I „Ein anbere-mal würde ich Dir keinen Korb geben, romantischer Art, um e» ganz geheim zu halten. Eine geheim- I mein guter Brisoe, aber heute ist e» unmöglich — ich reife uißvolle schöne Dame war mit dabei im Spiele, Lady Marian. I ab und werde ziemlich lange ausbleiben." Ich wünschte, Sie hätten sie so sehen können, wie ich. Sie I Brisoe machte eine traurige Geberde.
würden sich ebenso über sie gewundert haben." | „O, Monseigneur verläßt uns!" sagte
das in dem Boudoir herrschte, verbarg I solchen Zeit! Was wird au« uns werden ?"
glücklicherweise den Schrecken, der sich bei seinen Worten auf I «Ich komme wieder, mein guter Brisöe, Marians Antlitz malte. I nur um eine - bloße Vergnügungsreise."
. . rief sie. „Wie sah sie au»? . . . Ich meine, I „Monseigneur steht es frei, zu gehen oder zu bleiben,
ob sie iung oder alt war.' I sagte der Forstwart resignirt. „Aber hat der Herr Graf
^..."Sie war höchstens achtzehn Jähre alt," erwiderte er. I mir für die Zeit seiner Abwesenheit Befehle zu ertheilen?" ,@i6t Martan ?" fügte er in seinem gewöhnlichen Ton eine» ergebenen Diener,
„Nein, versetzte diese. „Bettelte da« Mädchen?" I hinzu-
„Richtig serathen!" antwortete er lächelnd. „Das that I „O, nichts Besonderes, Brifss. Das Jagdrecht ist jetzt mte hÜm**'«ia? f«at (iS ruf um etwas zu essen und wie | abgeschafft, und so werden Sie freie Zeit genug haben."
*1”^ /ürsich selbst, sonst würde sie ohne Zögern | Brisöe machte ein traurige» Gesicht und murmelte: das Wenige, das ich ihr geben konnte, sofort verzehrt haben." I „Das sind Greuel! Hätte man sich lieber begnügt, die.. " "Wo ist sie . . . wo war sie?" I Er hielt, sich der Gegenwart feines Lerrn erinnernd
f<68»f,@S bü^eter (ti.e ein junges Ge- I inne- Der alte Wächter war ein geheimer Anhänger aller
war^kein Haus in^Sich?" ' W° Wt einander sprachen, I ^ormen^der Revolution, mit Ausnahme derjenigen, die sich
*”te ^i hübsch?" fragte Lab, Marian I „Das^Wild^ freigeben," murrte er. „So etwa» ist noch 9°nt0’sn I nicht erlebt worben!"
fort.« .^innere mich nicht, das gesagt zu | „Sie werden, dar heißt, wir werden noch ganz andere
fnMoL’X ' toar ß? ledenfM eine auffallende Erscheinung," I Dinge erleben, Brisöe! Aber sprechen wir von dem war
-W« Sie, daß Sie ihr in mich herführt. Wo ist Renöe?" '
W «SS? StESSÄ In RmSe I, mit meiner grau auf dem »er.
Sb W Re' als jie mich um I boisschen Hof, ganz nahe von hier. O, sie kommen bald !mb Ähnliche» Mäd- zurück, ich erwarte sie schon seit einer Viertelstunde.«
St&ttat i x. I ’ Eann sie nicht erwarten, denn ich muß noch heute
iuf»ür'e« 8" Q»f.nW£n b!cfer verkleideten Prinzessin nach. I in Renne» übernachten. Grüßen Sie also Renöe von mir. ä Marian fast bitter. „Leider besitzen Adieu, guter Brisöe, bleiben Sie gesund ich komme
L»^e die Felsen nach Be- wieder, ich komme wieder!" 81 * 6
.Ich würde si? ae n L«" wenn « «ia, n *. t Lai fP™9 mit einem wohlwollenden Ab.
dabei zum Berrätber A LlÄ SELä Airchtete, | schiedsgruß frisch und munter in den Sattel- Der Gedanke m WCtDCtt/ (HlttoOttCtC 6t Cttlfl- „Eö I ölt CUtC tÜbtCHbc SCCHC tttit Slßtteß
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be» fiMJfl6 n«x f , t I diesen Sprößling einer längst erkalteten Leidenschaft bloß
konnte er ein unAmmtÄ I e6ne "^ßige Zuneigung. Freilich hatte er für sie gesorgt,
nicht ergründen tes Lt as tn i6$em "Iiä und Wesen I aber nur au» der Ferne, und wenn er Geld und Geschenke
''Verzeihen Sie, Lady Marian ... ich glaube, daß Sie Äu** s° war er mit Liebkosungen sehr sparsam verrathen" wollen"" ^imnißvollen Mädchen wissen, al» Sie I Gleich nach ihrer Geburt, die glücklicher Weise erfolgt
»Und wenn dem so wäre bätte Mi«rr«iAt h«A I « während der Marquis sich auf einer Versammlung von Recht, m »erretten, ma» Kein " etäitam »S? I bet P-rch- in Sinne« Befand, war
D»»» Wr Ile in fünfter«: Sinne fort: ,35r Smm fegt I »X. ‘ *B‘ ”** “"b ,ei”™ $tau ««»«i'«t


