Ausgabe 
19.10.1895
 
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- .UntrrhaltungslilM MM Gießener Amriger (General Anreiaer).

Trug-Glück.

Roman von Thekla Hempel.

(Fortsetzung.)

seöffnet standen die Thüren der prinzlichen Billa, köstlicher Blumenduft durchzog alle Räume. Der Schein zahl« ^eVe?reitete, Tageshelle, als zu später Abend« stunde Prinzesstn Lora mit ihrem Gefolge im schönen Italien ÜNküM.

. Ermüdet von der Reise, zogen sich das prinzliche Paar und die Damen und Herren des Gefolges bald zurück.

Es war eine herrliche, milde Nacht.

Weit standen in Elisabeths Zimmer die Thüren nach °em Balkon geöffnet, sie trat hinaus und vermochte kaum einen 5"ruf des Entzückens zu unterdrücken. Dicht bis an den tn köstlicher Blumenfülle prangenden Garten, welcher das Etliche Landhaus umgab, schlugen leise plätschernd die Wellen des Sees. Heller Vollmondschein beleuchtete die mch geschmückte Natur. Elisabeth wähnte sich wie in ein Ladies versetzt und begab sich erst eine Stunde später zur

Hell schien die Morgensonne, ste erweckte das junge Mäd« ,n^uer Begeisterung, denn in ihrem Glanz trat die Wn^eit der Umgebung nur noch bezaubernder hervor. Hier Mein wohnte sicher da» Glück, meinte Elisabeth, und sie »achte mit Grauen an den düsteren Himmel und an die kalte, rauhe Luft der Heimath.

r ®er ursprüngliche Vorsatz der Prinzessin, still hier zu Ä wenigstens der zu Haus ausgesprochene, ward von der

Frau umgestoßen, sobald sie sich von der Reise erholt m n98um an den Ufern wohnten vornehme Fremde, weiche Verbindungen mit der hohen Dame anzuknüpfen suchten, Fürstlichkeiten wohnten in der Nähe, denen die Prim ?esstn ihren Besuch abzustatten hatte.

Eine Woche verstrich nach der andern, Feste reihten sich J, man suchte sich an Pracht und Reichthurn zu über« tn ^acht ward zum Tage gemacht, um venetianische zu feiern. Oft begab man sich erst zur Ruhe, wenn der Morgen herauf dämmerte.

Elisabeth lebte wie in einem Rausche; solche Märchen« pracht hatte sie in den kühnsten Träumen nicht geahnt. Hätten doch ihre vielen Neiderinnen daheim einen Blick werfen können auf da», was sich hier ihr bot!

Ein ganzer Monat war schon verfloffen. Elisabeth unterhielt nur flüchtigen Verkehr mit der Heimath. Die Mutter schrieb ihr ernste, mahnende Briefe, gab ihr Vor« schristen über ihr Benehmen, welche zu befolgen die Tochter nicht geneigt war. Die Mutter hat kein Verständniß für die Verhältnisse hier, damit legte Elisabeth die Briefe bei Seite. Wenn sie Jemand gefragt hätte, ob sie jetzt vollauf befriedigt wäre, sie hätte entschieden geantwortet:Ja" und sich dabei belogen, denn eine Stimme in ihrem Herzen ließ sich nicht Schweigen gebieten und diese Stimme sagte, daß Elisabeth mit ganz anderen Hoffnungen hierher gegangen war.

Graf Bretow flüsterte ihr Schmeicheleien zu, zeigte sich als der galante Cavalier, aber kein Wort entschlüpfte seinem Munde, welches ste der Erfüllung ihrer glühenden Wünsche näher brachte. Denn die Gemahlin des Grafen Bretow und mit ihm Frau Oberhofmarschall wollte Elisabeth werden. Sehr, sehr traurig war sie deshalb zuweilen, wenn sie noch gar kein Anzeichen für die Erfüllung ihrer heißen Wünsche sehen konnte.

Einen Monat noch wollten die Herrschaften hier bleiben. Ob die Prinzesstn nach der Heimkehr Elisabeth bei stch be­halten, ob sie ihr eine feste Stellung geben werde, erfuhr aber diese nicht. Die Prinzesstn vermied Alles, wa» für ste bindend werden konnte. Dazu war ihre Stimmung feit einiger Zeit höchst ungleich, heute bezaubernd liebenswürdig, gleich darauf herrisch, launisch und reizbar. Unverdiente Vorwürfe trafen dann die junge Begleiterin Elisabeth von Kronau. Bald war )ie Prinzessin zu ernst, bald zu heiter. Das eine Mal wurde ihr vorgeworfen, daß sie stch angeblich gleich einer Aufseherin an die Fersen der Herrin hefte, das andere Mal sollte Elisa« beth Pflichten vernachlässigen und nur dem eigenen Vergnügen leben.

Es ist nicht leicht in abhängiger Stellung; will man sich onnen im Glanz der Hoheit, muß man düstere Schatten mit in den Kauf nehmen, hatte Elisabeth» Mutter oft zur War«