Ausgabe 
19.2.1895
 
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A Dienstag den 19. Fevruar

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In der neuen Welt.

Roman von P. Olleverio-

(Fortsetzung.)

Zürnen Sie mir nicht, Fräulein Christa," sagte ich, während ich ihr mit lobenswerther Ernsthaftigkeit die Hand schüttelte;ich wollte zu der Hausthür hinaus gehen und irrte mich, wie mir scheint. Doch nun ich einmal da bin, bitte, laffen Sie mich Ihnen helfen."

Sie können die Rosinen auskernen, Herr Ausbach," entgegnete Christa;die sollen in unfern Pudding kommen. Ich will Sie nicht bitten, hier zu bleiben und ihn mit zu essen, aus Rücksicht für Ihren Gaumen." Dabei tanzten ihre Augen vor verhaltenem Lachen.

O, das war eine ganz heimtückische Bemerkung," sagte ich;und nun bleibe ich erst recht, es sei denn, Sie weisen mir die Thür."

Das hängt ganz davon ab, wie Sie sich verhalten," gab sie zurück; und das Leuchten ihrer braunen Augen verrieth mir deutlich, wie gut sie wußte, daß ich nicht durch Zufall, sondern absichtlich in die Küche gekommen war.

Inzwischen war ich bis zu einer weißen Porzellanschüffel vorgedrungen, obgleich ich nicht die entfernteste Ahnung hatte, was ich mit den darin liegenden Rosinen vornehmen sollte.

Marie hatte endlich die Lage der Dinge erfaßt und ging wieder an die Arbeit, bei der sie nur hin und wieder in sich hinein kicherte. Auch Christa that sehr geschäftig. Sie formte kleine Kuchen, schob sie in den Ofen, zog sie wieder heraus, das Alles mit großer Gewandtheit, und lachte dabei über den ungeschickten Mann in der Ecke, den sie so völlig erobert hatte.

Rach einer Weile brachte sie mir ein kleines Erdbeer« Örtchen, und während ich dasselbe, sagte ich:Wie soll ich Fräulein Gertraud wieder gegenübertreten? Ich habe mich von ihr verabschiedet und sie meint nun, ich sei fort­gegangen."

Dafür gibt es einen Ausweg," antwortete Christa ruhig.

Und der wäre?"

Daß Sie auch wirklich gehen."

!Nun, das nenne ich schlecht," rief ich.Sie machen sich meine unschuldige Bemerkung zu Nutze, um mir zu ver­stehen zu geben, daß Sie mich los sein wollen."

Ich bin eben fertig mit meiner Arbeit und gehe selbst," sagte sie.

Ich freute mich über ihre ausweichende Antwort, bei der sie die Aermel herabstreifte und die Schürze abband.

Als auch ich mich erhob, erschien Frau Leonhard in der Thür und machte im ersten Moment ein beinahe ebenso er­stauntes Gesicht, wie zuvor ihre Köchin Marie. Doch sie be­sann sich schnell, daß wir in Neuseeland und nicht in Deutsch­land waren. Sie ließ meine Entschuldigung gelten und lachte ebenso freundlich wie Christa.

Frau Leonhard gefällt mir ungemein. Sie ist eine wahre, echte deutsche Hausfrau, und obgleich sie kaum die Dreißig Überschritten hat, ist sie ihren jungen Schwägerinnen gegen­über fast wie eine Mutter.

Ich blieb zu Tisch da, duldete Gertrauds Geschwätz und plauderte mit Christa Über ihre Bücher. Innerlich beschloß ich, ihr nächster Tage ein ganzes Packet voll zu bringen, aber ohne Titelblätter, welche einer geschickten Manipulation be­dürfen.

H *

Es sind acht Tage her, seit ich zuletzt schrieb. Heute bin ich mit Christa und Gertraud Leonhard zusammen geritten. Sie wollten eben nach der Stadt reiten, als ich zu ihnen kam und da ihr Bruder viel zu thun hatte, wurde beschlossen, daß ich sie statt seiner begleiten sollte.

Es war ein köstlicher Tag, ich vergaß für einige Zeit Alles und fühlte mich wie im Paradies.

Christa sitzt prächtig zu Pferde. Wäre ich ihr Ver­lobter, wie stolz wollte ich auf sie fein. Ihr Verlobter! Wir wollen fehen, was die Zeit bringt. Ich muß es abwarten und darf nicht weiter darüber nachdenken. Vorläufig stehe ich viel zu tief im Schatten, als daß ich an das Licht hervor- treten und ehrlich mit ihr reden könnte.

Gertraud war wie immer: hübsch, etwas geziert und ganz von ihrer eigenen Person erfüllt. Was Magdalene nur an ihr findet? Und mehr noch, was Martha an Magdalene findet? Doch trotz all' meiner Bemühungen ist diese seltsame Freundschaft in vollstem Flor.