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Hoffend und zagend erwarteten Dora und ich den Tag die Stunde, die unser Glück vollkommen machen sollten. Und dieser Tag kam.
barungen nach dem Orte ab, an welchem Doras Vater an« geblich wohnte.
müßte."
Dann hatte er sich entfernt, um den Baron aufzusuchen und ihm zu sagen, daß er die Vorbereitungen zur Hochzeit beschleunigen möge.
Als Blanche allein blieb, begann sie nachzudenken. Der Entschluß Lowendaals konnte gegen ihre Energie nicht Stand halten — sie mußte widerstehen und bis an's Ende diesem
wie ich sie nicht einmal empfunden hatte, als ich langsam meine Liebe zu Grabe tragen mußte.
Dieses Kind, das ich liebte, mehr als mein Leden, für deffen Frieden ich mein Lebensglück zu opfern gedachte, für das ich selbst mein Leben dahingegeben hätte, war ein Jahr lang neben mir einhergegangen mit dem Stachel der Eifer« sucht, des Mißtrauens im Herzen!
Einen Triumph aber harte mein Mutterherz, der es aussöhnte mit dem tiefen Schmerze, welchen ihm die Verblendung des Kindes verursacht hatte.
Nie, trotz ihrer großen Phantasie, trotz ihrer fabelhaften Combinationsgabe, war Dora der Gedanke gekommen, daß ich nicht ihre leibliche Mutter wäre.
Der Gedanke, daß ich jetzt diese Thatsache unumgänglich erkären mußte, ließ mein Herz in tiefem Weh erzittern. Gab ich doch ein Geheimniß preis, das noch vor wenig Jahren zu hüten die Wonne meines Daseins gewesen war.
„Und seit wann, Dora," fragte ich mein Kind, das jetzt still weinend den Kopf an meine Schulter barg, „seit wann weißt Du, daß Dich Onkel Willi liebt?"
„Heut Morgen, Mammi," berichtete Dora, unter Thränen lächelnd, „saß ich allein in der Laube. Ich glaube, ich weinte, denn ich war so unglücklich, weil ich sah, daß Du immer trauriger und bleicher wurdest. Da trat Onkel plötzlich zu mir. Er fragte nach dem Grund meiner Thränen, ob ich Kummer hätte und — ach Mammi, es klang mir so komisch, daß ich fast lachen mußte, in all meinem Leid, er fragte mich auch, ob ich denn unfern liebenswürdigen Retter, den Prediger niemals vergeffen könnte. Er wäre doch sicher einer so großen Liebe nicht werth, denn er hätte noch kein Lebenzeichen wieder von sich gegeben. Als ich ihm nun erklärte, daß ich den Prediger wohl sehr lieb gehabt hätte, lieber vielleicht, als alle unsere Bekannten, daß ich diesem Manne aber nie ein anderes Gefühl als das der Freundschaft würde entgegenbringen können, da war der Onkel erst ganz närrisch vor Freude, und dann Mammi, o Gott, ich weiß nicht, wie ich es Dir beschreiben soll, dann kam das große Glück, das ich noch nicht kaum begreifen kann. Er gestand mir, daß er mich lieb gehabt hätte, immer, so lange er denken könne, und ich sollte sein Weib werden. Gleich wollte er mit mir zu Dir eilen. Aber mit der großen Schuld auf dem Gewiffen konnte ich nicht vor Dich hintreten. Kannst Du vergeben, Mutter, daß Dein Kind so wenig Vertrauen zu Dir gehabt hat?"
Ich küßte meinem Kinde die Thränen von den dunklen Wimpern. Mahnte es mich nicht an meine eigene, große Schuld? Trug ich nicht ein viel größeres Geheimniß in meinem Innern, das ich nicht einmal dem Bruder anvertraut hatte? War es nicht gar ein Verbrechen, daß ich mit der vollen Erkenntniß deffen, was ich that, dem Vater das Kind, dem Kind den Vater jahrelang vorenthalten hatte? Würde er, dem mein Herz jetzt, da ihm die Sonnenstrahlen der Hoffnung zu leuchten begannen, in verdoppelter Gluth entgegenschlug, mir jemals diese Grausamkeit verzeihen? Dachte er überhaupt noch an mich, die ich seine wiederholten schriftlichen Annäherungsversuche nicht mit einer Silbe erwidert hatte?
Welch eine Verkettung von Mißverständniffen! Fast hätten Sie das Glück von vier sich innig liebenden Menschen zu Grunde gerichtet.
Wie aber sollte ich meinen Lieben das am schonendsten mittheilen, was sie doch so bald als möglich erfahren mußten! Die Gelegenheit kam eher, als ich es erhofft hatte.
Mein Bruder drang darauf, daß ich feine Verlobung mit Dora sofort veröffentlichen sollte.
„Ich habe nicht das Recht dazu," antwortete ich auf seine Bitte, „Doras Vater allein hat über ihre Hand zu verfügen."
Das Erstaunen der Beiden war grenzenlos. Dann theilte ich Ihnen mit, was ein Jahr hindurch mein Gewiffen belastetlund meine Seele'gefoltert hatte.
Mein Bruder reiste fast unmittelbar nach meinen Offen*
Ein Wagen hielt vor unserem einsamen Hause.
Zwei Männer entstiegen ihm, beide mit glückstrahlenden, freudetrunkenen Augen.
Regungslos, mein zitterndes, bleiches Kind fest um- fchlungen haltend, erwartete ich mein Glück.
Wortlos legte ich dem Vater die längst als tobt betrauerte Tochter in bis ausgebreiteten Arme.
Spätir, als wir glücklich vereint in der kleinen trauten Jasminlaube faßen, erzählte ich bie Lebensgeschichte meiner Kinbes.
Auf einen Wink von mir entfernte sich bie vor lauter Freude und Ueberraschung fast närrisch geworden gute alte Marianka, verständnißvoll nickend. Bald kehrte sie mit einer kleinen altmodischen Truhe zuruck. Mit zitternden Händen breitete ich den Inhalt derselben vor den erstaunten Blicken meiner Lieben aus.
Die Truhe enthielt ein verblaßtes, blaues Kinderkleidchen, und ein Paar gelbe mit Perlen gestickte Safranschuhe.
„Die letzte Arbeit Deiner Mutter," sagte Doras Vater mit vor Thränen erstickter Stimme, indem er seinem Kinde einen der kleinen Schuhe reichte.
Stürmisch drückte Dora ihre Lippen auf die zierliche Stickerei, dann fiel sie mir schluchzend um den Hals. „Meine theure, einzig geliebte Mutter bist Du," flüsterten die heißen bebenden Lippen.
Ich drückte mein Kind fest an mein pochendes Herz, meine Augen aber suchten den verdunkelten Blick seines Vaters.
Im Spätherbst hatten wir eine unerwartete Freude. Die Pfarrstelle in unfern Heimathsdorfe wurde frei. Doras Vater bemühte sich aus Liebe zu 'mir, die ich mich von meinem Vaterhause nicht zu trennen vermochte, um diese Stelle. Sie wurde ihm mit Freuden zuertheilt. Wenige Wochen darauf wurde ich sein Weib.
Mein Kind blieb noch zwei Jahre im elterlichen Hause. An dem Tage, an welchem unser erster Bube getauft wurde, führte mein Bruder die Braut zum Traualtäre.
Jeden Sommer besucht uns nun in Begleitung ihr» Eltern ein kleines Mädchen. Sie nennen es Willi, und ich weiß, daß es die Tochter meines Kindes ist. Aber wenn ich ihm in die großen lichtblauen Augen schaue, dann ist mir, als blicke ich in die Augen meiner kleinen Dora, welche wieder ein Kind geworden.!
„Run gut!" rief Herr von Lavaline, von Wuth üben wältigt und diesen Widerstand für Wahnsinn erachtend. „Ji werde Dich ,'zu zwingen wissen, schlechte Tochter! Du wirst heute Nacht getraut werden! Hörst Du, noch heute Nacht und gebundenen Füßen zum Altar schleppen
Madame Sans GM.
«»man nach Siet orten Sarbou und F. Home*.
Deutsch von »del« v«r§«».
(Fortsetzung.)
Im Herzen des Barons befand sich also eine Hoffnung, die zerstört werden mußte. Aus diesem Grunde mußte sie bet ihrer Weigerung beharren, und ohne dem Vater ihre Motive mitzutheilen, wiederholte Blanche, daß sie nie die Frau de« Barons werden würde.


