Ausgabe 
16.3.1895
 
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In traulichem Liebesgeplauder kehrten sie heim, Lucy »ur Vertrauten ihres Glückes zu machen.

Heute ist Röschen die Verschwenderische; mit geschäftiger Hand macht sie den Tisch zurecht zu einem Abendeffen so voll des Glücks, wie diese Mauern es wohl noch nie gesehen.

Er steht dabei und schaut ihr lächelnd zu, und wie sie seinem Blick begegnet und fühlt, daß sie allein es ist, die feinem Leben diese Freude bereitet hat, fühlt sie ein Glück in ihrer Brust, wie sie es nie zuvor empfunden.

Wie glücklich ist auch Lucy ob der Neuigkeit I

Nun werden wir uns nie mehr einsam fühlen," spricht sie erfreut.Und ich, mein Nörchen, will fleißig sein und so viel ich kann, das Meine thun, in Deinem neuen!! Haus­stands Dir zu helfen."

Wie glücklich sind die Drei an diesem Abend! Und wie es kam sie wissen's selber nicht; bald lenkt sich das Ge­spräch auf Lorringshöhe. Walckcr bemerkt, wie Röschens Stimme zittert und ihre Augen sich mit Thränen füllen, als sie des lieben alten Heims gedenkt.

So sehr noch sehnst Du Dich nach Lorringshöhe zurück?"

O nein," versetzt sie lächelnd,ich habe ein weit größeres Glück gefunden, als mir verloren ging."

Er schaut ihr in die lieben blauen Augen und ist zu­frieden.

Würdest Du Wallstadt sehr ungern verlaffen, Röschen?"

Nein; ich bin zufrieden, wohin Du gehen willst."

Ich habe meine Stellung hier aufgegeben."

Röschen ist es recht; ihre Hand in der feinen, sitzt sie da und schaut mit frohem Auge in die Zukunft, die so hell und rosig vor ihr liegt. Es schwebt ihr eine kleine ärmliche Wohnung vor vielleicht in einer schmalen engen Straße; aber sie sieht sich froh und glücklich, wie sie auf des Geliebten Heimkehr wartet.

Soll ich Dir ein Bild von unserem einstigen Heim ent­werfen?" fragt er zärtlich.

Sie nickt.

Er ergreift auch die andere Hand und hebt an:Wir werden auf dem Lande leben."

O, wie mich das freut!" haucht Röschen weich, als sie der grünen Wiesen, der goldenen Felder und der schäumenden Bäche gedenkt.

In einem langen, niedrigen Hause mit vielen Essen und Giebeln, und einem großen, altmodisch angelegten Garten mit vielen hohen, alten Bäumen; in der Ferne sieht man den Fluß, wie er sich zwischen Feldern und Wiesen hinschlängelt."

Mit halb erschrecktem Blick und bleichen Wangen schaut Röschen zu ihm auf.

Das wäre ja wie in Lorringshöhe," spricht sie;sein solches Heim finden wir niemals wieder."

Er nimmt ihr lieber Gesicht zwischen die Hände und schaut ihr in die sanften blauen Augen.

Warte, mein Liebling, bis ich zu Ende bin. I» unserem Heim sehe ich ein großes Zimmer mit eichengetäseltem Fußboden und kostbaren, antiken Porzellangefäßen voll Rosen und duftender Maiblumen auf dem Tische; ich sehe, wie meine kleine Frau mir entgegenkommt und mich küßt, mich zärtlich küßt, wie ich Dich jetzt küsse," und damit beugte er sich zu ihr nieder.

Nicht doch, spricht sie fast schmollend,warum ein Heim mir vorspiegeln, wie wir es doch nimmer haben können?" Wider Willen werden ihr die Augen feucht.

r - Beim Anblick ihrer Thränen schwindet das Lächeln aus unb seine Züge nehmen einen unend.ich zärt­lichen Ausdruck an.

Röschen, erräthst Du nichts.? - Muß ich es Dir also lagen?"

34 verstehe Dich nicht," erwidert sie und duckt verwundert zu ihm auf.

.. , "Jo laßDir sagen, Geliebte, daß das Haus, Dein liebes, altes Heim Lorringshöhe, seiner Herrin wartet!"

? Was ist geschehen? Ist Vetter Humbert todt? fragt Röschen ganz erschrocken.

O nein," fährt Jener lächelnd fort;doch sr gedenkt sich eine Frau zu nehmen."

Ich verstehe Dich nicht," erwidert Röschen sinnend.

Da schließt er sie in seine Arme.

Kind, Liebling, räthst Du es denn nicht? Wird e» Dich glücklich machen? Und wirst Du mir verzeihen können, daß ich Dich die ganze Zeit hindurch betrog? Auf andere Weise hätte ich mir Deine Liebe nimmermehr erwerben können!"

Halb erschrocken, halb beglückt sieht sie zu ihm auf.

Mit einem Male fallen all' ihre Pläne, die sie über da» Glück süßer Armuth geschmiedet, zusammen. Ihre bebenden Lippen haucken:So bist Du Humbert Lorring und ich"

Du bist Herrin von Lorringshöhe," vollendet er schnell. O sag', Geliebte, daß dies in Deiner Liebe keinen Unter­schied macht," spricht er mit bittender Stimme, denn der Wechsel auf ihrem Antlitz entgeht ihm nicht.Röschen, schau' mich an!"

Der Ausdruck eines leisen Schmerzes, der aus seinen letzten Worten klingt, er dringt tief in ihr Herz, ein Blick, ein einziger Blick, und die stolze Herrin von Lorringshöhe, sie ist für immer besiegt.

Ich glaube wahrlich, Röschen thut es leid, daß sie nicht arm ist, wie sie wähnte," sagt Lucy lächelnd.Sie vermag noch kaum zu fassen, daß Walcker und Humbert Lorring ein und derselbe sind."

Strahlenden Auge» spricht Lucy von ihrer baldigen Rück­kehr nach Lorringshöhe, ihrem alten, lieben Heim. Aber den anderen Zwei, deren Augen die Sprache der Liebe reden, denen gilt Reichthum und Armuth gering, so lange sie einan­der beglücken.

Das Martern der Hluhthiere.

Von Oskar Kresse.

'------- (Nachdruck verboten.)

Die wissenschaftliche Vivisection ist ein nothwendiges Uebel, zu diesem Resultat wird jeder vernünftige Thidrfceund nach reiflichem Erwägen des Für und Wider mit Resignation gelangen. Denn zur Ergründung der Krankheitserscheinungen am menschlichen Organismus und der Mittel zur Beseitigung derselben ist es nothwendig, daß Versuche am lebenden Thiers angestellt werden, da man auf andere Weise unmöglich zum Ziele gelangen könnte. Das Secieren der Leichen läßt sich mit dem Auseinandernehmen unbekannter stillstehender Maschinen vergleichen, wobei man wohl die Zusammensetzung derselben auf das genaueste kennen lernen kann, nicht aber den Betrieb selbst. Dieser läßt sich nur erforschen, während das Werk im Gange ist, und daher ist es gekommen, daß wir über den Blutkreislauf in unserem Körper erst unterrichtet sind, seitdem durch das Bloßlegen des Herzens und anderer wichtiger Körpertheils am lebenden Thiere Beobachtungen in dieser Richtung gemacht worden sind. Ebenso hat man die Funk­tionen der einzelnen Theile des Gehirns und deren Ein­wirkung auf die Bewegungen der Muskeln vermittelst der Nerven dadurch festgestellt, daß man nach Lähmung eines be­stimmten TheilS des Gehirns besonders an lebenden Hunden beobachtete, welches Glied resp welche Muskel unbeweglich geworden war.

So reichte ein Hund, welcher gewöhnt war, auf Ver­langen mit der rechten Vorderpfote zu grüßen, dem Vivisector, der ihm den integrirenden Theil des Gehirns zu dieser Pfote zerstört hatte, auf dessen Aufforderungen mit traurigen Blicken die linke, nachdem er mehrmals vergeblich versucht halte, die rechte zu bewegen.

Bekannt ist es, daß man, um die Natur der Arzneien, Gifte und eventuellen Gegengifte dafür zu ergründen, mit lebenden Thieren experimentieren muß Ebenso werden die Kenntnisse von der Uebertragbarkeit der Kranlheiten und die Mitts! zu ihrer Verhütung durch Versuche an Thieren gs-