Ausgabe 
16.3.1895
 
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WtrrhattungMatt jintt Gießener Amriger (Genrrat-Anzeiger).

1895

Der rechte Erbe.

Nonette von A. Nikol«.

, (Schluß.)

In der Sommer- Hellem Sonnenschein treibt Röschen ein letzte« Mal ihre Ponnys durch die Thore von Lorrtngs« höhe.

Leb' wohl, mein geliebtes Heim, mein theure» LorrtngS- höhs, leb' wohll" schluchzt Lucy, al» sie die schattige Linden­allee hinabfahren. Röschen aber spricht kein Wort, auch schaut sie nicht zurück; ihre Lippen beben da» ist Alle».

Al» sie, auf dem Bahnhof angelangt, der armen Lucy zu einem bequemen Platz verholfen hat, kehrt sie noch einmal zurück und küßt die beiden Ponny» mit inniger Zärtlichkeit. Dann wendet sie den Kopf und steht sich Auge in Auge mit Walcker. Tiefe Trauer spricht au» seinen Zügen; doch seine Lippen blieben stumm.

Abschied nehmen ist stet» schmerzlich," hebt Röschen end­lich mit unsicherer Stimme an,besonders von allen lebenden Wesen. Mein armer Han» und Life was mag au» ihnen wohl werden?" fügt sie hinzu, während ihr Auge den grauen Ponnys folgt, wie sie dahtntraben im Hellen Sonnenschein- Dann wendete sie sich ab, um ihre Thränen zu verbergen.

Wie stark Sie sindl" spricht er.Der Schmer», von Lorringshöhe zu scheiden, bricht Ihnen fast da» Herz und doch wollen Sie e» nicht eingestehen."

So leicht bricht Einem da» Herz nicht," entgegnet Rös­chen mit trübem Lächeln.Ich weiß auch kaum, wa» ich empsinde. Jedenfalls muß ich jetzt stark sein, um für Lucy arbeiten zu könn n."

So schieden die beiden Schwestern von Lorringshöhe.

Mit thränenüberströmtem Antlitz, mit einem jungen Lorrlngshöher Kätzchen auf dem Schooß und einem Strauß köstlich duftender Rosen aus dem lieben alten Garten in der Hand, schaut Lucy sehnsüchtig zurück nach dem theuren Heim. Walcker aber sieht nur Röschen mit den tieftraurigen Augen und dem bleichen Antlitz, aus dem der letzte Blutstropfen ge­wichen ist.

e 9

Es ist ein feuchter nebliger Tag im November, an dem Röschen durch die schmutzigen Straßen von Wallstadt schreitet. In alter Weise trägt sie den Kopf stolz erhoben; ihre Züge sind noch so edel wie vordem; doch in ihren Augen liegt ein bekümmerter Ausdruck, den sie auf Lorringshöhe nicht hatten.

Vor einem Tapifferieladen bleibt sie stehen und mit ent­täuschtem Blick schaut sie nach einem gestickten Teppich und einer Decke, die im Schaufenster hängen.

Lucy» Werk noch immer nicht verkauft!

Hinetngehen wäre nutzlos; traurig lenkt Röschen ihre Schritte heimwärts. Sie versteht das Sparen nicht genug; ihr regelmäßiges Einkommen schmilzt schnell zusammen. Die arme Lucy bedarf der Weines und mancher anderer kleiner Extravaganzen.

Die Wohnung ist zu theuer für uns," denkt Röschen traurig.Es bleibt uns zu wenig zum Leben. Schon habe ich Schulden gemacht. Was soll noch daraus werden?"

Mit glühenden Wangen und bang klopfendem Herzen tritt sie muthig in den nächsten Putzmacherladen und fragt schüchtern, ob man nicht Arbeit für sie habe.

Aber man mißt sie mit mißtrauischem Blick; traurig und enttäuscht geht sie weiter durch Kälte und Regen.

Als sie daheim in die bescheidene Wohnung tritt, schaut Lucy, die bei mattem Lampenlichte fleißig ist, rasch von ihrer Arbeit auf.

Ist meine Decke verkauft?" fragt sie schnell.

Noch nicht," versetzt die Schwester traurig.

Wozu mich weiter dann bemühen? Fast scheint'» un­möglich, irgend etwa» zu verkaufen," spricht entmuthigt die Kranke, läßt die Hände mit der Arbeit sinken und lehnt sich müde in den Stuhl zurück.

Schweigend tritt die Schwester an das Fenster und läßt ihr Auge mit trübem Blick auf der Landschaft draußen ruhen.

Ich fürchte, die Wohnung ist zu theuer für uns," spricht sie endl.ch in leisem, bekümmertem Ton.

Noch ärmlicher wohnen? O Röschen, wie traurig wäre da» für mick, die ich Tag für Tag hier sitze und nie das Hau» verlassen kannl"

Ja, Lucy, Du hast Recht," spricht die Schwester, bückt sich und küßt die Arme.Wir bleiben hier. Ich werde wohl noch andere Arbeit finden."