Ausgabe 
14.3.1895
 
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Veviimchtes

j Infolgedessen ist bei den Wespen die Jndividuenzahl im Früh, I jahr sehr gering und wächst erst gegen den Herbst hin, weshalb Wie ich I wir auch zu Anfang des Sommers noch ruhig im Garten

leben, sterben im Spätherbsts alle Arbeiter und Männchen ab, und es überwintern nur die Weibchen im Zustande de»

WinLerleken der Insekten.

Von vr. HanS Fröhlich.

Wenn Ihre Schwester doch vernünftig fein wollte,"

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Röschen ist stolz," erwiderte Lucy, indem sie mit feuch,

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14.,'/ gsnc,n£ Sinklar und seine Stimme klingt um so rauher, I Winter. In ihrem Baue befinden sich während der kalten ie mehr sein Herz für Röschen mitfühlt, die bis heute noch I Jahreszeit Weibchen, Arbeiter, und oft auch Eier und Larven, keine Sorge kannte. Walcker, nicht im Stande, mit anzusehen, I aber keine Männchen, da Neje^SomEgelchnach dem mie beide Thränen des Kummers über Lucy» bleiche Wangen 1 Hochzeitsausfluge sterben. A/s Nahrung suchen sich jene nun ent berabstießen? steht auf und verläßt das Zimmer. Draußen I weder alle möglichen thierifchen Abfälle oder sie leben aus im Kar en sindet er Röschen hingefunken auf eine Bank, und Kosten ihrer Gäste, der sogenannten Ameifenfreunde. Zu das Gesicht in den Händen verborgen, weinend, als wolle das I diesen gehören namentlich die Blattläuse, welche^ gewaltsam Herz ihr brechen. Stumm betrachtet er sie eine kleine Weile; I herbeigeschleppt werden, und dann alsMelkkühe bet ihnen £SBnS4ra,ti **

1 Wie Sie Ihren Vetter hassen müssen!" ist Alles, was I Ausspritzen einer Flüssigkeit zu bewegen, die sie dann be«

er sagt. Röschen schaut, noch schluchzend, mit thränenfeuchten I gierig auflecken. Auch einigekleine! gelbbraune Käferchen

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,O nein," erwidert sie mit noch bebender Stimme,ich zu saugen Treten sehr kalte Tage ein , dann drängen sich

hasse ihn nicht; ich dachte nur daran, daß wir Lorringshöhe I alle Bewohner des Staates zu einem dichten Ballen zusammen

verlassen müssen. Ich werde den Muth nicht sinken lassen; I unö verfallen *n Erstarrung^ Aber sobald es Wieder etwa, ich bin heute nur müve und erschöpft." I milder wird, erscheinen die Ameisen in Haus und Herde all

Walcker tritt noch einen Schritt näher an sie heran. beunruhigende Gesellen.

tbun Sie ^tbrem Vetter unrecht; thäten I Run gibt e» noch mehrere Arten von Insekten, rvelcht Ä«AW«.«A-3- »

ÄÄ « feS m->. ÄÄ Ä&Ä'Ä Nielleickt" fäbtt sie durch ihre Thränen I Schneedecke zu ihren Spaziergängen wählen und mit ihren

TSAdnh1^?' wenn wir Sie später in Wallstadt treffea, I langen Beinen gravitätisch über die von der Sonne beschienenen

stehe!!Sie mir "bisweilen mit gutem Rathe bei. ^abe | eifi9en ©efxlbe freiten, lapfeln man<5e, wie her ©letzet« bisher doch stets nur auf dem Lande gelebt; ich spüre ein I flafi (Boreus hiemalta)> mafrenbbl

wen g Furcht vor diesem neuen Leben in der Stadt." I M als Larven ein, führen also ein^bm*Mife, we.ch

So ,p?-4« Md ft- zusammen >6« W«, 16« A-KmÄS Äta

U ^Wenn Sie eines Freundes bedürfen," spricht er beim I Leben und Weben der niedersten Thierwelt dar. An düsteren, 9iMA?Ph ?n kämmen Sie tu mir." I eisigen Tagen zwar scheint alles todt und erstarrt, aber wenn

'scklen blickt offenen Auges zu ihm auf und entgegnet I der Sonne glitzernde Strahlen auch nur für einige Stunden einsack Gern" (Schluß folgt?) Eis und Schnee siegreich durchdringen, dann regt und belebt

einfa^. »Gern. i m b 1 s J | e# drinnen und draußen, ein sichtbares Zeichen der steten Gewißheit des kommenden Frühlings!

(Schluß.) I -------

Sehr interessant ist das winterliche Thun und Treiben Stückes d^^^Kritcker-' Mch ein^Nochausgang^^"^ aller geselligen und nestbauenden Insekten, welche entweder des Stückes? - Kritiker^Auch ein Rolyausgang.

direkt ihre Jungen aufziehen und wie die Vögel füttern, oder | mrrtt*rkre, ^bre mraut in ;a ejn

für sie das Futter eintragen und aufspeichern. Einen größeren ®T ' Z Staatsvavier Schutz gegen die Kälte haben diese Thierchen schon durch ihre Staatsmädel! -Ja, und noch dazu ein Staatspapier Anhäufung, wodurch sie sich gleichsam gegenseitig erwärmen. I maoeri e e

Er ist nun selbstverständlich, daß diejenigen Arten, welche I «um*» n Ä

ihre Jungen mitBlüthenstaub oder mit anderen Insekten selbst I Sonderbare Richtigstellung. Kunde.Aber, ausziehen , somit beständig aus dem Reste ausfliegen und lieber Meister, da sehen Sie nur : die Sohlen sind schon

Futter einsammeln müssen, dieses nicht im Winter thun können, ganz zerrissen, während das Oberleder noch ganz gut ist. - Darum fällt deren Entwickelungsperiode stets in die warme | Meister (ruhig):Hm, da waren die Sohlen nicht schlech, Jahreszeit. Soll ein solches Staatswesen den Winter über- | mein Lieber, sondern das Oberleder war zu gut.

dauern, so haben die vollkommenen Thiere für sich selbst genug l * * ,

zu sorgen und müssen größere Mengen von Honig aufspeichern, I Etwas Anderes. A.:Ist Dein 'schwiegervats um im Winter davon leben zu können. Deshalb erhält sich | ehrgeizig? B.:Ehr geizig!" in unseren Gegenden nur die Honigbiene, von den übrigen I * * *

Arten aber gehen alle vollkommenen Thiere zu Grunde. Beil Rur Geduld. Erste Köchin (ihre Freundin besuchend): den Wespen, welche kein Futter für die kalte Jahreszeit ein« |Was? Deine sämmtlichen Teller sind noch ganz?^- tragen, sondern mit sorglosem Sinne nur stets der Gegenwart ' Zweite Köchin:Ja, ich warte noch Weihnachten ab."

Redaktion: Ä. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'scheu UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Dießen.