Gemeinnütziges.
gl Schutz der Hühner gegen Frostschäden. Die Hühner sind gegen andauernde Kälte viel empfindlicher al- allgemein angenommen wird,' und wenn fie auch nicht so leicht erfrieren, so nehmen sie durch die Kälte doch ost Schaden. Zunächst empfiehlt es sich daher, bei einer Kälte von mehr als zwei Grad die Hühner entweder gar nicht oder doch nur kurze Zeit ins Freie zu kaffen. Ferner ist es wichtig, die Hühner im Winter täglich einmal warm zu füttern, wozu sich gekochte Kartoffeln ganz gut eignen. Auch giebt man dazwischen gequellte in heißem Wasser warm gemachte Gerste. Zu heiß dürfen diese Nahrungsmittel aber natürlich nicht sein. Zum Anger vieler Geflügelliebhaber erfrieren schönen Hähnen und Hennen auch oft die Kämme und Schellen (Ohrenläppchen), was dann ganz abscheulich aussteht, indem die sonst so schön rothen Kämme und Schellen weißgrau und blaugrün werden. Gegen solche Frostschäden schützt man die Hühner, wenn man ihnen die Kämme in kalter Winterszeit alle 5 bis 8 Tage mit präparirtem Schweinefett, welches billig in den Apotheken zu haben ist, einreibt. Außerdem ist es wichtig, daß man bei Frostwetter die Hühner nur im Stalle saufen läßt oder im Freien nur aus Gefäßen, die Deckel mit kleinen Löchern haben. Denn sobald das Huhn beim Saufen sich die Stellen und oft auch den Kamm naß macht, fo erfriert im Winter der Kamm und die Schellen am leichtesten.
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Wasserdichtmachen von Papiertapeten, Pappe U. s. w. Hierzu empfiehlt die „Pharm. Ztg." eine Auflösung von Schellack in Methylalkohol (Holzgetst). Nachdem die Lösung warm erfolgt ist, setzt man etwas Carbolsäure und fein verriebenes Bleiweiß zu und bestreicht die Rückseite der Tapete sorgfältig damit und läßt sie erst trocknen, ehe man sie auf die Wand klebt. Pappen kann man beiderseitig bestreichen.
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Gefüllte Eier. Von hart gesottenen Eiern schneidet man die Spitze ab und schält das Innere vorsichtig heraus. Das Weiße der Eier, etwas gekochten Schinken, einige Pfeffergurken und Sardellenfilets schneidet man in kleine Würfel und mischt Alle» untereinander, das Eigelb dagegen drückt man durch ein Sieb und verrührt es mit Oel, Essig, Pfeffer und Salz zu einer dicken Sauce. Unter diese Sauce rührt man hierauf eine Mischung von */» Theelöffel Liebigs Flerschextract mit 3 Eßlöffel kochendem Wasser, in der man 2 weiße Tafeln Gelatine aufgelöst hat. Nun füllt man die Eier so mit dem Gehackten und der Sauce, daß diese unten, in die Mitte und oben kommt, schließt die Eier mit der abgeschntttenen Spitze und läßt sie erkalten, worauf man sie auf Endivienblätter anrichtet, die mit Essig, Oel, Pfeffer und Salz angemengt wurden.
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Essenz von Apfelsinenschalen, auch Temperenzlerwein genannt. Man füllt eine Weinflasche zu ’/4 mit reinem weißen Tisch wein und giebt vor und nach die dünn übgeschälten, in kleine Stückchen geschnittenen Schalen fast bi» zur Füllung hinein. Nach einigen Wochen gießt man den Inhalt der Flasche in ein Gesäß und läßt ihn auf dem Feuer heiß werden. Hierauf siebt man die erhitzte Masse durch ein Haarsieb oder ein Mullläppchen, vermischt die gewonnene Flüssigkeit mit 4 bi» 5 Flaschen Weißwein, 4 bi» 5 Pfund Zucker und läßt da» Ganze ordentlich durchkochen. Die erkaltete Mischung füllt man auf Flaschen, verkorkt diese gut und stellt sie an einen kühlen Ort. Bei sorgfältiger Zubereitung ist diese Effenz dem Verderben nicht ausgesetzt. Zu einem Glas Limonade genügt •/< Glas Effenz.
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Frische Bratwurst erhält man nur selten gut; doch ist ee eine kleine Mühe, fie auf folgend«'Weise selbst zu bereiten : 1 Pfund gut durchwachsener Schweinefleisch (am beste» Karbonadenstück) wird zu kleinen Stückchen gewiegt, mit etwa« Salz und Pfeffer vermischt und vermittelst eine» Blechwursthörnchens in einen mitteldicken Darm gefüllt, den .man bei einem Schweineschlächter in der Regel für 10 Pfennige kauft. Den gefüllten, an beiden Enden mit einem Faden zugebundenen Darm läßt man in einem Tiegel (nicht zugedeckt) mit etwa» Butter und wenig Wasser auf jeder Seite ungefähr 15 bi» 20 Minuten langsam schmoren, dann allmälig gelb und braun werden.
Literarisches
— Di« Kritik, Wochenschau des öffentlichen Lebens. Herausgegeben von Karl Swneidt. Verlag von Hufgo Storm, Berlin W., Gleditschstr. 35. In Heft 17 (vom 26. Jrnuar) dieser imm^r interessanter sich gestaltenden Zeitschrift werden in einem „Lug'nsland" überschriebenen Artikel die bedeutenderen Ereignisse der letzten Zett vom Herausgeber der Zeitschrist einer stellenweise recht scharfen, an anderen Stellen auch wieder sehr launigen hun oristisch- fatirischen Besprechung unterzogen. Die in diesem Artikel enthaltenen Ausführungen find interessant und anregend selbst für Denjenigen, der nicht in allen Stücken dem Verfasser beipflichten kann. Die im Jnhaltsvcrzeichnitz angegebenen Untertitel lassen schon einen Rückschluß auf Geist und Inhalt der Plauderei zu. Sie lauten: Bismarcks Pelzmütze und Hohenlohes Genie. — Des Kaisers Wunschzettel. — Die Ordnungssäute Lenzmann. — Revolutionäres Wurst- papter. — Immer mehr Schulden! — Dem deutschen Reich und nicht dem deutschen Volke. — An wetteren lesenswerthen Beiträgen enthält dieses Heft: Leibliche und geistige Roth. Von E. Rebe. — Sascha Schneider. Von Fritz Stahl. — Social - philosophische Briese. — Von Dr. H. Eckener. — Staat und Chriftenthum. Von Leo N. Tolstoj. — Musikalische Indifferenz. — Von Paul Ertel. — Vom Büchertisch u. s. w.
Für Gesunde und Kranke von gleicher Wichtigkeit ist eine Zeitschrift, welche in anschaulicher und gemeinverständlicher Weise Belehrungen über das weite Gebiet der Gesundheitspflege giebt. Wenn nun das betreffende Familienblatt auch noch billig ist, so sollte e« Niemand im Interesse seiner Kinder, Pflegebefohlenen und Familienangehörigen versäumen, das Blatt zu halten und zu lesen: Wir können darum Jedermann aufs Wärmste empfehlen: Der ärztliche Hausfreund. Gemeinverständliche Belehrungen für Gesunde und Kranke. Herausgeg. von Physikus Dr. A. Kühner, Chefredacteur der „Gesundheit, Zeitschrift für öffentliche und private Hygiene." Vierteljährlich 60 Pfg. Erscheint monatlich zweimal. Verlag von Richard Böhm, Leipzig. Auch durch die Post zu beziehen. (Post-Zeitungs-Preisliste Nr. 33 »). — „Gesundheit ist ReichthumI"
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Richard Skowronnek, der junge talentvolle und erfolgreiche Dramatiker, beweist durch seine neueste, in den jüngst erschienenen Heften 9 und 10 von ,B0M Ael» »UM SRett* (Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart. Preis des Heftes 75 Pfennig) zum Abdruck gelangende Novelle „Mein Vetter Josua", daß er auch auf dem Gebiete Der Erzählung über eine reiche Skala von Stimmungen verfügt. Die, feinste psycholische Begründung mit fesselnder Handlung vereinende Arbeit, deren Inhalt eine tiesergreifende, zu einem dragischen Ausgange hindrängende Lebensgeschichte ist, gereicht der durch ihren bedeutsamen litterarischen Inhalt rühmlichst bekannten Halbmonatsschrift zur Zierde, die auch in ihren neuesten Heften eine Fülle des köstlichste» Jllustrationsschmuckes und deS interessantesten Lesestoffes bietet. Wir erwähnen unter den Illustrationen das in farbigem Aquarellfaksimiledruck hergi stellte Winterbild Friedr. Stahls, eine schmucke Eisläuferin „In voller Fahrt" darstellend, ferner die ansprechende Darstellung 6e8 Straßenlebens auf dem Kärntner-Ring in Wien, das pittoreske Bild „Die Pariserin" von E. de. Montzaigle, sowie die auf den Umschlägen sich präsentirenden Farbenbilder der „Hochzeitsreise um die Welt", welche dem Leser die Wunder des Pharaonenlandes vorführen. Lebhaftes Interesse dürfte auch die Studie über das Schweizer Parlament aus der Feder des Berner Schriftstellers Dr. I. Langhard erregen, die mit den Porträts der hervorragendsten Parlamentarier geschmückt ist. Weitere reich illustrierte Artikel wie „Die Visitenkarte", „Das Ende des Buches", „Im Pullmanwagen", „Alexander Girardi", „Deutsche Corpshäuser" u. a. m. zeigen die Vielseitigkeit des Blattes und die sorgfältige Berücksichtigung des modernen Lebens, die auch in dem reichhaltigen „Sammler" zum Ausdruck kommt, dessen Rubriken „Von Tag zu Tag", „Mode", „Hausgarten", „Sport", „Zum Kopfzerbrechen" für alle Mitglieder der Familie Unterhaltung und Belehrung bieten. Unser» Se ern sei die Geist und Auge gleich erquickende, mit Recht als das vornehmste unsrer illustrirren Blätter geltende Familienzeitschrift auf das Wärmste empfohlen.
Redaction: A. Gcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Glchcn.
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