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UnterhaUungsblatt MM Gießener AnMger (OrnemL-AnMger).
Ne. 55.
Donnerstag de« 8. Mai.
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Die Tochter des Meeres.
Roman von A. Nicola.
------- (Siachdruck verboten.)
I.
„Der Dampfer nach London geht wohl erst gegen Mitternacht ab?" fragte in Bremen ein Engländer von ungefähr vierzig Jahren-
„Ja, mein Herr," entgegnete ein Kellner des Hotels, an den die Frage gerichtet war.
„GutI Ich werde bei Zeiten zurückkehren, um vor meiner Abreise noch etwas zu Abend effen zu können. Das Gepäck ist fertig und kann sofort nach dem Schiff gebracht werden."
Der Engländer war ein großer, schlanker Mann von feinen Manieren, mit edlen Gesichtszügen und dichtem, dunkelbraunem Haar.
Wie er so sorglos aus dem Hotel das Ufer der Weser entlang ging, lag in seinem festen Schritt etwas Militärisches. Er schien auf kein bestimmtes Ziel loszugehen, sondern sich nur ein wenig die Umgebung von Bremen ansehen zu wollen. Vielleicht wollte er sich auch nur die Zeil vertreiben und die Gedanken verscheuchen, die feine edlen Züge etwas umdüsterten und seine Aufmerksamkeit von den ihn umgebenden Gegenständen ablenkten, denn auf seinem scheinbar glücklichen Leben lag ein Schatten und er war eine zu lebhafte, feurige Natur, um die ihm auferlegten Prüfungen in Ruhe und Geduld ertragen zu können.
Benjamin Faro, wie der Engländer hieß, war schon über eine Stunde weit von der Stadt entfernt, als sich einige dunkle Wolken mit erschreckender Schnelligkeit zusammenzogen und nach wenigen Minuten schwere Regentropfen ein heftiges Gewitter ankündigten, dem der Fremde schutzlos ausgesetzt war.
Er schaute rasch nach einem Zufluchtsort um sich.
Die einzige menschliche Wohnung in Sicht war ein kleines, armseliges Häuschen, ungefähr hundert Schritte vom Hauptwege entfernt. Auf dieses ging Faro zu.
Auf sein Klopfen öffnete ihm ein Mädchen von ungefähr fünfzehn Jahren.
„Darf ich näher treten, mein Fräulein? Finde ich hier Schutz vor diesem Unwetter? ' fragte er da« junge Mädchen,
das einen Moment unschlüssig stehen blieb, bevor es zur Seite trat und wegen des Fremden Begehr mit Jemand drinnen sprach.
„Ja, ja, mein Kind!" erscholl eine Stimme aus dem Hause.
Diese Worte genügten, um dem Mädchen jenes Zögern zu nehmen, und im nächsten Augenblick stand Faro in dem sauberen Wohnzimmer.
Die darin Anwesenden bestanden aus einer älteren Dame von ungefähr sechzig und einer jüngeren von ungefähr zwanzig Jahren.
Faro erklärte der ersteren sehr höflich, was ihn veranlaßt hatte, unter ihrem Dache Schutz zu suchen.
„Sie sind uns willkommen, mein Herr," sagte sie freundlich. „Cora, gib dem Herrn einen Stuhl," fügte sie zu dem Mädchen gewendet hinzu, während die andere junge Dame an einer seinen Spitze weiter arbeitete, obwohl sie dem Fremden einen forschenden Blick zuwarf. „Und nimm seinen Hut und Ueberzieher und hänge sie in der Küche an's Feuer," fuhr die ältere Dame fort, als sie sah, daß des Fremden Kleider sehr durchnäßt waren.
Cora gehorchte und der Herr ließ es sich ruhig gefallen, daß sie ihm feinen schweren Ueberrock auszog und er beobachtete dabei ihre seltene und auffallende Schönheit.
Sie war für gewöhnliche Augen vielleicht weniger anziehend, als für den feinen Scharfblick eines erfahrenen Kenners weiblicher Reize. Obwohl Cora noch zu jung und unentwickelt war, um die volle Schönheit zu entfalten, so hatte doch ihre schlanke, anmuthige Gestalt schon die mittlere Größe erreicht und versprach, sehr elegant und schön zu werden. Die feinen Gesichtszüge würden sich mehr runden und die großen braunen Augen alsdann weniger 'hervortreten, und da« üppige, dunkelbraune Haar würde sich zu jeder Frisur eignen, die Geschmack und Geschicklichkeit ersinnen kann.
„Ich danke, mein Fräulein!" sagte er so höflich, al» hätte eine Fürstin ihm geholfen, als Cora ihm seine Sachen abgenommen hatte. „Tausend Dank!"
Aber das Mädchen schien ihn kaum zu hören, wenigstens nicht auf seine Worte zu achten, denn als sie eben an dem Stuhl der jungen Dame vorübergtng, blieh unglücklicherweise der Zwirnknäuel, der von der Arbeit herabhing, an ihrem Kleide hängen und sie riß dabei die ganze Näherei zu Boden.


