Ausgabe 
9.3.1895
 
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Gemeinnütziges

Literarisches

Weitzblcchgefchirre wieder neu zu machen. MoN mi)d)t Holzasche mit gewöhnlichem Dele, so daß sich eine Art Brei biloet und mit diesem bedecke man das Gefäß. Dann reibt man «S mit einem wollenen Sappen ab. Sollte die schwarze Farbe nicht gleich verschwinden, so wiederhole man da» Bei fahren. Der Erfolg bleibt nicht au» und die Geschirre werden wie neu.

Mittel zur Vertilgung der den Zimmer­pflanzen schädlichen Thiere. 1. Gegen Blattläuse Tabakcauch. Man nimmt einen festen Blurnentovs, macht unten an einer Seite ein Loch, legt ordinären Tabak auf Kohlen hinein und treibt dann durch einen Blasebalg, der in dar Loch gestickt wird, den Rauch in die Höhe. Gewöhnlich räuchert man des Abends, im Falle wiederholt man es noch ein oder zwei Mal. 2. Die Schildläuse, welche stch so häufig an Myrthen, Oleandern, Orangen rc. finden, find abzusuchen, darauf die Pflanzen durch Waschen mit ganz reinem Wasser vollends zu reinigen und zwar mit einem recht weichen Schwamme. 3. Um die rothe Milbenspinne zu vertreiben, tauche man die Gewächse in eine mit Wasser verdünnte Schwesellösung, stelle sie von den anderen entfernt und wieder- hole es eoent. noch einige Male. Bespritzen und fleißiges Luftgeben sichern vor diesem Ungeziefer. 4. Ameisen vertreibt man, indem man Salz auf ihre Gänge und an den Ort streut, wo sie sich aufhalten. Haben sie Höhlungen im Wurzcl- ballen gemacht, so versetze man die Pflanze und setze sie nach­her eine Zeit lang aus einen Stein, den man in ein Gesäß mit Wasser legt, damit der Tops selbst nicht im Wasser steht- Aus Scherben, Brettchen rc. gest ichener Honig, gemengt mit Pottasche, ist probat- 5. Erdflöhe entfernen sich bald, wenn man den Topf schattig stellt und bisweilen bespritzt. 6. Raupen sind abzusuchen. 7. Ohrwürmer, die einigen Pflanzenarten, wie Nelken, nachstellen, muß man fangen und ten. (In Obstgärten sind die Thiere aber erfolgreiche Vertilger der Puppen der Ringelraupe.) 8. Kellerasseln sängt man in ausgehöhlten Kartoffeln ober Kohlrüben. In Gewächshäusern ist das Halten von 1 bis 2 Rothkehlchen ober Schneekönigen zweckbienlrch, auch das Einsetzen großer Frösche. 9. Schnecken können Kochsalz nicht vertragen. Sie kriechen des Nacht», deshalb muß man sie mit einer Laterne auisuchen. 10. Regen­würmer beseitigt man, indem man die Pflanzen öfter» rasch au» den Töpfen nimmt- Kann man ihrer nicht habhaft werden, so versitze man dk Pflanzen-

Die ausgeschlüpften Gänschen (nach 27 bi» 30 Tagen) setzt mau in einen mit weichen Tüchern ange­legten Kord an einen warmen Ort, und gibt sie bet Gans erst zurück, wenn alle Gänschen ausgeschlüpst sind; bann läßt man sie im Nest, damit sie nestreif werden. Man taucht erst jeder Gan» den Schnabel ins Wasser und füttert sie darauf mit Brod, gehockten Eiern und Brennesseln. Die jungen Gänschen müssen lehr oft gefüttert werden, wenigstens alle 1 bis 2 Stunden. Nach einigen Tagen gibt man ihnen gekochte Kartoffeln mit Kleie, feingeh-ckce Rüden und Salat­blätter. Nach 4 Wochen können sie schon gequellte Körner, entweder Hafer ober Mais bekommen-

Schuhwerk geschmeidig zu machen. Das Leder an Schuhen und Sttesiln macht man weich und erhält e» bei neuem Ansehen, wenn man es anstatt der Schuhwichse mit Glycerin einschmiert. Insbesondere ist dies Mittel bei neuen, druckenden Stieseln zu empsehlen, da da» nicht leicht austrocknende Glycerin sie auch geschmeidig erhält. Bei älteren Stieseln wäscht man zunächst die Wichse von demselben ab und trägt da» Glycerin ans, wenn dar Leder noch seucht ist-

Die versteht'-. »Den Stoff zum neuen Kleid ß ich I Nun muß ich mir bloß noch den Besatz und den Mch lohn zusammenweinen!"

Auch ein Grund. Richter:Warum haben Siet Mann geschlagen, der Sie in keiner Weise beleidigt bati Angeklagter:Es hat mi halt g'ärgert, baß er bei i, Zeiten a so zusried'nes G'sicht g'macht hat!"

Durch die Blume- Commercienrath (zu dem (Somit gewendet):Hier haben Sie Geld, besorgen Sie ein U zweiter Klasse und ein Billet dritter Klaffe." Der Corn» kommt mit zwei Billet» dritter Klaffe zurück-Ich h Ihnen doch gesagt, ein Billet zweiter und dritter Klass Commis:Aber, Herr Commercienrath; ich kann d nicht für mich zweiter Klasse nehmen, wenn Sie brüt fahren."

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Marth schreiend in vor's Gesiö Jetzt Als m eilte in den auseinander

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Redaction: A. Schetzda. Druck und Berlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieren.

Eine Definition.Du, Vater wa» ist bt dar: Medicinal-Weinel"Ja, mei Bua« weis selber net aber e» werden halt Weine fein, wo u wenn man» trunken hat, a Medicin darauf nehm mußl"

Höchste Frömmigkeit. Andrerl:Sepp, wan hast denn heut statt 'nen Wurm a Brod an Dei' Sie g'macht? " Sepp:Dummer Kerl, weißt nit, daß s Fasttag is.l"

,D»r <tein der Weiser».* Wir erhalten das S. Heft biil verdienstlichen periodischen Druckschrift, deren Beiträge den $ot: haben, da» sie immer wieder neue Themen behandeln und dadurch i Heften eine Vielseitigkeit geben, die kaum noch zu überbieten 'ein mei Das vorliegende Heft der Halbmonatschrist (31. Hartleben'S SJeti Wien) enthält Abhandlungen überKlimaänderungen",SchlagmtN Weinkeller",Drahtbürsten", Deeinfectionsapparate",Putz- t Schleifmaschinen", Holzmalereien, einegeologische Schilderung' merkwürdigen Felsengebtlde des böhmisch-sächsischen Grenzgebug! einenBeitrag zur Geschichte des Kalenders" und viele kleine Miitheilu« nebst Städteplänen u. f. ro. An Abbildungen enthält das Heft i 40, was schon an sich eine ganz respektable Leistung ist, von I reichen textlichen Inhalte ganz abgesehen. Damit behauptet der61 der Weisen" seine Führerrolle unter den Zeitschriften außerhalb belletristischen Journale und es ist ihm zu wünschen, daß sein - steigender Erfolg andauere.

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Dem in jedem Jahre in neuer Jugendfrische erstrahlenden k liner Subscrriptionsballe, dieser glänzendsten Erscheinung r den Berliner Wint-rvergnügungen, widmet die bekannte illui HalbmonatsschriftBo« frei» zum Meer* (Stuttgart, > Deutsche Verlagsgesellschaft. Preis des Heftes 75 Pf.) in ihrem ne (12.) Hefte eine eingehende Schilderung aus der Feder Eugen A die durch die prächtige Farbenproduction Friedrich Stahl'scher Ag« eine ganz besondere Anziehungskraft auf den Leserkreis ausüben c Wird in diesem Aufsatze das zur Zeit so lebhafte gesellschaftliche 1®' verherrlicht, so zeigen andere Beiträge wie Professor Dr. Kleins ErörtB derMöglichkeit und Folgen des Zusammenstoßes der Erde mit A» Kometen", der interessant illustrirte AussatzDie Börsen-Hckl l Hamburg", die Skizze aus der TheatergarderobeZur Gofiiim®1 des Falstaff", die Plauderei über dieFamilie Crispi" und bie Sf1; skizzeWintersport in St. Moritz" die Vielseitigkeit der feigen Monatsschrift, deren künstlerischer Schmuck zudem ein so zahlreicher "» gediegener ist, daß auch der verwöhnteste Geschmack befriedigt wird.

Da» schöne Haar. Sieh mal, wa« da» MäbäK schöne« Haar hat!"Ja ba« hat sie von ihrem i« storbenen Vater."Halte ber auch so schöne» Haar?' - Nee, aber er war Perrückenmacher."

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