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Ich, mein Compiler bei alle« meinen tollen Streichen, ebenso unbesonnen, so waghalsig wie ich selbst in diesem Augenblicke!" Martha konnte sich eine« leichten Schauer» nicht erwehren bei dem Gedanken, daß ihr der eben Genannte zugedacht war. „Aber Sie — war wollen denn Sie hier?" „Ich flehe Sie an um Ihren Schirm, meine Damen!" bat er mit gutgespielter Bewegung.
„Es regnet ja gar nicht!" rief ihm Ella zu.
„Nehmen Sie mich auf bei sich; ich will Alles eingestehen, ich bin ein Einbrecher."
„Ah!" Beide Damen retirirten schleunigst hinter da» Sopha.
Der Fremde biß sich auf die Lippe.
„Erschrecken Sie doch nicht zu sehr! Ich mußte einbrechen, weil ich verfolgt werde. Ich bin auf der Flucht und hinter mir drein sind die Verfolger."
„Entsetzlicher Mensch! ' stotterte Ella.
„Sie — sind auf der Flucht?" machte schreckbebend Martha und Beide rückten hinter einen Tisch, der zur Seite stand. Heiter blickte er vor sich hin.
„Ja," sagte er, „ich bin aus der Flucht vor — einem Paar Augensterne, das mich verfolgt, wohin ich mich auch wende."
Langsam trippelte Ella hervor und hauchte erleichtert: „Ach so!"
„Und da» — ist Alle»?" fragte zweifelnd Martha- „Wünschen Sie noch mehr? Wenn Sie mich verstoßen, so werde ich mich zurückziehen."
Entschlossen schritt er auf da« Fenster zu und faßte heroisch die Gardine. „Ein Sprung aus diesem Fenster macht mich wieder frei!"
„Um Gotteswillen," warnte Ella, „Sie brechen sich sicher die Füße!"
„Für Sie würde ich mit Vergnügen selbst den Hal« brechen!" Martha zuckte die Schultern und entgegnete ziemlich spitz: „Ich verstehe immer noch nicht, was Sie hier wollen, da Sie doch, wie Sie sagten, auf der Flucht vor Augensternen sind." „Jawohl, warum haben Sie sich denn nicht fangen lassen von den Augen?"
„O, ich bin bereit» gefangen!" rief mit Feuer der Fremde. „Gefesselt mit Ketten! Lassen Sie mich Ihnen gestehen: Ich liebe!"
„Wie?" kam e« au« dem Munde beider Damen.
„Ich bin, bildlich gesprochen, ein frecher Spatz, der sich sein Weibchen sucht."
„Ah
„Verzeihung! Ich würde so gerne sagen: Ich liebe Sie Beide, meine Damen; allein da dies mit unseren Strafgesetzen behufs Verehelichung nicht vereinbar ist, so bedauere ich, sagen zu müssen, ich liebe eine der Damen!"
„Bei Nacht schlafen die Spatzen!" kicherte Ella vorlaut. Martha dagegen fuhr entrüstet auf: „Sie werden unverschämt!"
„aber laß ihn doch, Schwester," drang e« flüsternd an ihr Ohr. „Mr gefällt er sehr!"
„Wozu haben Sie diesen Dolch?"
Der junge Mann warf rasch einen Blick auf die blinkende, zierliche Waffe in seiner Hand. Er schien diese ganz ver« gessen zu haben.
„Ah — Pardon!" entschuldigte er sich. „Ich vergaß, ihn einzustecken. Damit wollte ich da« Fenster aufsprengen, doch war es nicht nöthig. Wollen Sie sehen? Betrachten Sie diese Klinge — echt aus Toledo!"
Er hob die kleine Waffe und trat näher; doch wieder, noch erschrockener als früher, wichen die beiden Damen zurück.
Martha verfärbte sich. „Sie wollen doch nicht —" „Mir thun Sie nichts, nicht wahr?" lispelte Ella in größter Angst und streckte beide Hände nach dem Fremden aus.
Dieser trat zurück und murmelte eine leise Verwünschung. „Immer noch diese Furcht!" sprach er mit wohltönender Stimme. „Aber ich begreife nicht — mein Eindringen in der Rächt ist mehr al« ungewöhnlich; ich bereue e« jetzt auch
— allein da ich in einigen Stunden abzureisen gedenke, s» konnte ich mir nur durch diesen außergewöhnlichen Streich das Vergnügen bereiten, Sie noch zu sehen."
Ellas Gesichtchen erhellte sich einigermaßen. „Sie wollten also nicht Tauben stehlen?"
„Wie meinen Sie?" Fragend blickte er auf und schlug dann einen anderen Ton an. „Betrachten Sie diesen Dolch, diese Klinge, und das Dunkel, das sich über meine Person breitet, hellt sich auf mit einem Blicke."
Der Unbekannte legte nach momentanem Zögern die Waffe auf den Tisch, da er bei den Mädchen wieder eine Be« wegung de« Schreckens bemerkte, und wendete sich dem Hinter« gründe zu- Er schlug die Gardine auseinander und blickte in den dunklen Garten hinab.
Während dessen kam Ella, auf den Fußspitzen trippelnd, unter dem Tisch hervor.
„Laß uns sehen, Schwester!" flüsterte sie neugierig.
„Nicht doch!" antwortete Martha kalt, „'s ist nur eine Finte von ihm; es wird höchste Zeit, daß er geht ober ich rufe um Hilfe!"
Mit scharfem Rucke fuhr der junge Mann vom Fenster zurück; die Gardine schloß sofort die Füllung.
„Ha — hui!" schrie mit mörderischer Stimme im Garten unten der alte Hauptmann.
Eben hatte er die sechste Runde durch den Garten gemacht, unter'm Arm eine selbstgeladene alte Büchse schleppend. Er hatte nicht« Verdächtiges bemerkt, sogar der Nero, da» bum® Vieh, zeigte keinerlei Verständniß für bie Wichtigkeit ber Nacht.
Der Hund schlief und legte dabei seinen breiten Mund so recht behaglich auf die Vorderpfoten. Der alte Frank lief um die Gartenmauer und fluchte über die verflixte Schneidig« kett des Herrn Hauptmanns.
Da bemerkte Birkendorf einen Lichtschein auf dem Rasen. Was war da»? Seine Kmder mußten doch schlafen; er hob den Blick und sah einen Mann am erhellten Fenster zwischen den Reben. Nun schrie er aus Leibeskräften, als gelte e», ein ganzes Regiment in's Feuer zu jagen: „Da ist der Schuft — er hat eingebrochen — warte, Du vermaledeiter Gauner!"
In Sätzen, so groß sie ihm feine steifen Beine gestatteten, rannte er nach dem Hauseingange.
Oben stießen die beiden Damen einen Schreckensruf aw.
„Der Papa!"
„Was soll da», meine Damen?" fragte confiernirt dn junge Mann.
„Sie sind verloren, wenn Sie nicht fliehen!" rief ihm Martha zu und Ella sagte: „Papa erschießt Sie!"
„Alle Wetter!"
Aus der Treppe stolperte der Hauptmann.
„Fliehen Sie — ich höre Papa!" hastete Martha.
Der Fremde nickte.
„Gut; leben Sie wohl! Sie sollen noch von mir hören."
Er wollte schleunigst zur Thür recht» hinan», al« Ella davorsprang.
„Nicht hier — da kommt eben Papa!"
„Also dort!"
Er eilte nach dem Schlafzimmer; aber da vertrat ihm hocherrölhend Martha den Weg.
„Das ist ja unser —"
Rathlos stand er in der Mitte.
„Bedauere unendlich, aber durch die Decke ober ben Boben kann ich doch nicht, — durch dieses Fenster könnte mich der Gärtner bemerken."
„Gehen Sie nur dort hinein," flüsterte Ella, „es ist ein Fenster dort, das auf die Hinterterrasse führt —"
„Aber Nero dort hinten," widersprach Martha.
„Der beißt!"
„Gleichviel!" rief ber junge Frembe entschlossen. „Ich baute Ihnen, meine Damen! Angeschossen werden ist nicht gerade angenehm. Ich weiche deshalb der Gewalt, doch nicht lange, dann bin ich wieder da. Sie sollen sehen, im Augen« blicke befinde ich mich im Garten und durch einen Pfiff werde ich mir erlauben, Ihnen meine Rettung anzuzeigen" Er ver«
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