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Grundbesitz, Wein- und Olivengärten, die kaum zwölf, hundert Lire jährlich abwarfen und die er selbst bewirth. schäftete.
Später, infolge von Unruhen, deren Schauplatz Corfica war/ verlor er auch diese Einkünfte, und er lernte wirkliche Noth kennen.
Er war mit Lätitia Romolino vermählt, geboren am 12. August 1749, einem schönen jungen Mädchen mit reinen Zügen und dem Profil einer antiken Camee, das später so viel Festigkeit und Klugheit, verbunden mit einer seltsamen, geschärften Gabe der Voraussicht, beweisen sollte. Antwortete sie doch, als sie den Titel einer Madame Möre trug und an der Seite ihrer Söhne, der Beherrscher Europas, thronte, auf die Vorwürfe Napoleons, daß sie nicht ihre ganze Civil- liste aufbrauche: „Meine Kinder, ich spare für Euch, die Ihr es eines Tages vielleicht nöthig haben werdet!"
Nach einer nicht geleugneten Tradition wurde Na. poleon Charles von Lätitia am 15. August 1769 geboren.
Er war also der zweite Sohn des Ehepaares Bona» porte. Eine sehr plausible Annahme behauptet jedoch, daß Josef der Jüngere war. Demzufolge wäre er das in Ajaeio geborene Kind und Napoleon, am 7. Januar 1768 geboren, hätte Corsica zur Wiege.
Der in der Ecol.e militaire existirende Geburtsschein, der bei der Aufnahme des jungen Napoleon vorgewiesen ward, trägt wohl das Datum de? 15. August 1769, aber andere Dokumente können die Verwechslung rechtfertigen, die in der Folge entstand. Vor allem der Trauungsschein Bona, partes und Josefinens. Man hat gesagt, daß Josefine sich aus Cocetteris jünger machte, was zutrifft, aber man hat hinzugefügt, daß Bonaparte, um den Altersunterfchied aus« zugleichen, sich seinerseits um zwei Jahre älter machte. Er mochte durch Galanterie bewogen worden sein, sein wahres Alter nicht anzugeben, und außerdem existirten die Motive nicht mehr, die seine Eltern zu einer Vertauschung der Ge. burtsscheine trieben. Die Ursache dieser Verjüngung lag in der Thal in der Altersbedingung für die Aufnahme in die Militärschule von Brienne.
Der ältere, Napoleon, hatte das vorgeschriebene Alter von zehn Jahren überschritten. Indem die Eltern ihm den Geburtsschein des um zwei Jahre jüngeren Josefs, der durch, aus nicht militärisch angelegt war, gaben, ermöglichten sie den Eintritt des künstigen Generals in die Schule.
Zwei Umstände beeinflußten die Bildung seiner Ideen und die Verhärtung seines Charactes: die politischen Unruhen in seinem Vaterland und das Elend seiner Familie. Der Bürgerkrieg um seine Wiege, die Armuth am väterlichen Herde verhärteten seine Seele und verdüsterten seine Kindheit. Beim Eintritt in die Schule von Brienne war er ein ernster Knabe; er verließ sie traurig und verbittert.
Seine Kameraden hatten sich über seinen italienischen Accent, über den barocken Namen Napoleon lustig gemacht; sie nannten ihn Paille-au-Nez und schmähten ihn wegen seiner Armuth; man weiß, wie grausam dieser Kinder, hohn ist und welche tiefe Wunden er bei seinen Opfern zu- rückläßt-
Ein fleißiger Schüler, besonders stark in der Mathematik, der wenig spielte, außer im strengen Winter, wo er, ein srühzeitiger Stratege, im Hof der Schule von Brienne die Gefährten zum Sturm auf Festungen aus Eis und Schneebällen ansührte, verlebte er fast unbeachtet die ersten Jahre seiner Existenz.
Zu dieser Zeit befreundete er sich mit Burrieux, dem künftigen Coneessionär, seinem intimen Sekretär, der sich für die Wohlthaten und die Nachsicht seines kaiserlichen Freundes rächte, indem er ihn in den von der Polizei der Restauration bezahlten Memoiren schmähte und verleumdete.
Von Brienne kam er in die Ecole militaire, und auch
dort litt er unter jenen kleinen, täglichen Wunden, jenen Nadelstichen, die manchmal den Tod bringen, die alle armen jungen Leute kennen, und über die sie sich nicht zu beklagen wagen. Er besaß kein Geld, und da er die kostspieligen Vergnügungen der Söhne aus guten Familien nicht theilen konnte, hielt er sich, eine Art von Paria, abseits. Diese Jsolirung in einem Alter, wo das Herz zu erwachen pflegt, hat sicherlich dazu beigetragen, den, der später der Mann von Bronze werden sollte, gefühllos und auch unerbittlich zu machen.
Sein Vater war im Alter von neunundreißig Jahren an einem Magenkrebs gestorben, als der Sohn am 1. September 1785 zum Sekondelieutenant der Bombardier-Com- pagnie des Regiments de la Före, in Valencia in Garnison, ernannt ward. (Fortsetzung folgt.)
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Gemeinnütziges.
Neues für die Küche. In der gegenwärtigen, an frischen Gemüsen noch armen Zeit ist es gewiß vielen Hausfrauen willkommen, auf ein Gemüse aufmerksam gemacht zu werden, das in Oesterreich und der Schweiz wegen seines angenehmen Geschmackes immer mehr Verbreitung und Anklang findet. Es sind dies die Blüthenknospen der Schwarz, wurzeln, welche, ehe sie aufbrechen, kurz abgepflückt werden. Dieselben werden in Salzwaffer aufgekocht und nachher wie jedes andere junge Gemüse behandelt. Ein Versuch ist jeder Hausfrau anzurathen.
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Um Damenhüte sicher und ohne die Uebelstände, welche die Durchstecknadeln mit sich bringen, auf dem Kopf zu befestigen, bringt M. Savage in Manchester innen am Hut- raub einen entsprechend gebogenen Kamm aus Horn, Celluloid oder sonst einem nachgiebigen Material an, dessen Zinken innen winklig nach oben gebogen vorstehen und in die Frisur ew gesteckt werden. Diese Befestigung trotzt selbst dem heftigste» Sturme, da dieser bei seinem Bestreben, den Hut abzuheben, die Zinken nur desto fester in's Haar eindrückt. (Mitgetheilt vom Internationalen Patent-Bureau Carl Fr. Rsichelt, Berlin N.W.)
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Leder zu reinigen. Saffian- und Chagrinleder, welches schmutzig geworden, reinigt man mittelst eines Schwammes und lauwarmen Wassers, welch' letzterem einige Tropfe» Essig- oder Salzsäure zugesetzt sind. Der rein ausgewaschene Schwamm wird mit der Lösung befeuchtet und unter Anwendung eines reinen Handtuches fest ausgedrückt, so daß er ungefähr wie Gummi elasticum wirkt. Eine auf dem Leder angebrachte Vergoldung leidet bei einiger Vorsicht nicht. Hauptsache bleibt, daß der Schwamm nicht naß, sondern bloß feucht ist. _____
Literarisches
Johanna von Sydow's neue Monatsschrift: „Die praktische Küche" beweist auch in dem soeben erschienenen Juniheft wieder tt)« gediegene Richtung nach allen Seiten hin, sowohl in Bezug <iui praktischen Rath für die Hausfrau, wie auch auf unterhaltende mo belehrende Seetüre. Die Zeitschrift sollte deshalb in keinem Boudo fehlen. Die Artikel: „Die Poesie der Kochkunst," „Unschädliche Farben für die Küche," „Der Einkauf iin Juni" — sind für jede Hausse werthvoll. E. Hannemann, die Vorsteherin der Kochschule des ' Vereins in Berlin, gibt den üblichen Speisezettel, begleitet von erprob i Original-Reeepten; Joh. v. Sydow plaudert über „Krebse" und B. über den „Garten im Juni." Eine beachtenswerthe Arbeit über „yau Haltungsschulen und Küchengenossenschasten" leitet das Juniheft Zeitschrift ein, die auch in dem Artikel: „Die Thätigkert der Fr Amerika", sowie in ihrer „Umschau" v<e berechtigten Interessen Frauenbewegung vertritt.
Redaction: I. V.: Hermann Elle. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch L Scheyda) in Gnß»
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