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Atiff ^"tchte ihm ein Papier hin, welches der Professor er- griff und beim Schein der Flurlampe überflog.
„Das ist stark," rief er in Heller Empörung, „nicht ein»
ut Uniform hinter welchem einige Helme auftauchten. „Ich din der Polizeicommissar Stemann —"
?ch erkenne Sie jetzt, Herr Commissar," fiel der Professor ein, „was wollen Sie denn von mir?"
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»Es ist also kein Ausgang?"
„Nein, schon seit Jahren nicht mehr."
„Dürfte ich den Pferdestall sehen?"
„Sie glauben mir nicht, Herr Commissar?"
„O gewiß, doch bin ich verpflichtet, jeden Raum zu durchsuchen."
»Ja so," rief der Professor lachend, „weifen Verbrecher suchen Sie denn eigentlich unter meinem Dach? Als freier,
um Sie nicht irgend einer Gefahr oder Verdächtigung aus- . mal der Grund einer solchen ungeheuerlichen Maßregel wird zusehen. j angegeben. Hat man mich vielleicht im Verdacht eine« Dieb«
„Nein, nein, diese Furcht ist übertrieben," rief Elisabeth, I stahls oder gar Mordes? Dafür werde ich Genugthuuna for- „Bernhardtne Melchior ist erbittert, auch wohl rachsüchtig, I dem, mein Herr Commissar!" aber nicht bis zu einer solchen Schlechtigkeit." I Dieser zuckte die Achseln.
„Streiten wir un« nicht darüber," sprach der Professor I „Sie dürfen es mich nicht entgelten lassen, Herr Pro«
ungeduldig, „Vorsicht ist unter allen Umständen geboten." j fessor l" sagte er bedauernd. „Ich muß meine Pflicht erfüllen."
Die Frau Professor hatte sich bereit» erschreckt erhoben I „Natürlich ich veraaß das in der Erreauna des Auaen,
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wrgen, wogegen die beiden Amerikaner protestirten, um nicht I .. . Z, " , . ,
durch die Anzahl der Couverts ihre Gegenwart zu verralhen. = wareingetreten,dieThür hintersich schließend. Sein Darüber entstand zwischen Hamson und der Tochter des Hauses ^fer Blick musterte blitzschnell die auf dem Flur versam« ein neckende, Wortgefecht, das bald jede Furcht verbannte und Personen, von welchen Hamson ihn besonder» zu in« keine Gespenster mehr auskommen ließ. | den Damen de» Hause» Elisabeth
„Mein Himmel, wie spät ist e» schon," rief Elisabeth ^arb ihm ebenfalls bekannt war.
plötzlich erschrocken au«. „Papa wartet bei Tante Dorothea I »Wollen Sie mir gefälligst sagen, wer dieser Herr ist?" auf wich und wird schon außer Rand und Band fein." i fragte der Commissar mit einer Handbewegung gegen den „Ach, da» glaube nur nicht," tröstete Leonore, „Tantchen I Amerikaner.
spielt Schach mit ihm und wird heute Abend jedenfalls so I «$err Hamson, Sohn eines meiner englischen Freunde, zerstreut sein, daß sie fortwährend verliert. Dann ist Onkel | Archer sich Jahre lang in Amerika aufgehalten und auf der Hauptmann stet» guter Laune" | Reise nach England mir einen Besuch abgestattet hat."
„Ich will aber doch lieber gehen," erwiderte Elisabeth. | »Hat man mich etwa im Verdacht?" nahm Hamson
„Dann begleite ich Dich!** rief Willibald. j spöttisch lächelnd da» Wort. „Dann ist es am Ende noth«
Noch ehe Elisabeth etwas erwidern konnte, ertönte ein j wendig, mich zu legitimiren."
heftige» Klingeln an der Hausthür. I „Ich bitte darum," erwiderte ihm der Commissar kurz.
„Da haben wir die Bsscheerung," sagte der Professor | »Der Paß ist dem Anschein nach in Ordnung," sagte er
letfe, „Thomas hat die Pforte verschlossen, man hat dort also j hierauf, da» Papier wieder zurückg bend. „Doch bebaute ich, nicht geklingelt, sondern ist einfach in den Vorgarten ein« I Sie trotz alledem ersuchen zu müssen, mir nach dem Polizei« gedrungen. Ich habe an der Pforte eine einfache Glocke an« j bureau zu folgen. Es ist, wenn auch nur eine Formalität, bringen lassen, welche durch einen Druck auf die äußere Klinke leider unerläßlich."
sofort ertönt, wenn die Pforte verschlossen ist. — Nun, «Bitte, gehe sogar recht gern mit Ihnen," erwiderte
= roan°tc et sich an bett alten Diener, welcher die | Hamson trocken, „wird mir ein ganz besondere» Vergnügen Thür öffnete. gewähren, die deutsche Polizei in solcher Weise kennen zu
, ' ,-<6ch glaube, es ist etwa» Nicht in Ordnung, Herr Pro- I lernen. Sie erlauben mir aber doch vielleicht, diese Dame
fessorl" stotterte der Alte. I erst nach Hause zu geleiten?"
«"^kennen doch noch den kleinen Hofausgang durch den I »Nein, mein Herr, das kann ich nicht gestatten. Es
Stall, Willibald?" k wird überhaupt Niemand das Haus verlassen, so lange ich
„Ja, aber mein Ueberzieher und Hut —" | hier anwesend bin." a
... »Kommen Sie Alle mit, Sie auch, Herr Hamson," ent« I , Die Stimme de» Commissar» klang sehr gereizt, wobt Professor, „wir Beide begleiten Fräulein Ehrhard infolge der ironischen Bemerkung bes Amerikaners.
"0C™Ur t k , L »Sie kennen diese Dame wohl, Herr Commissar!" sprach
Wieder ertönte das Klingeln und zwar noch heftiger, | der Professor. „Fräulein Ehrhard, die Freundin meiner al« zuvor. Tochter, welche ihren Vater abholen muß. Er ist spät, mein
„Begib Dich in Tante Dorotheas Wohnung und erwarte j Diener wird sie begleiten. Sie werden gegen ihre Entsernuna un» unten auf dem Flur," flüsterte Elisabeth dem Verfolgten | nichts einwenden können, sonst muß ich einen Boten binschicken zu. der ihre Hand heftig drückte und dann rasch dem Pro« I um den Hauptmann zu beruhigen." 9 ** '
6’0t , I » Die Dame darf mit Ihrem Diener da» Hau» verlassen,
' °kser »ornig, „brennt'» denn irgendwo ober Herr Professor!" ermiberte der Beamte nach kurzem Nach« wa*t?" ' matt so ungebührlichen Lärm zu machen | denken. „Der Herr Hauptmann ist wohl bei seiner Schwester?" °6 »»«», «14« dl- rannte, 6dte Reck Ä ÄoÄÄÄÄ»
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