Ausgabe 
7.9.1895
 
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Die Erzählungen eines Kindes.

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t Vater hat dann gesagt, er will nicht schreiben, und da hab'

Redaction: 3t. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Univerfltäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & ©djctjba) in ®i B

ich selbst geschrieben."

Warst Du auf dem Centralfriedhof bei der Mutter?"

(Schluß.) 1 - Die Kleine weint:Ich bitt', Herr Doctor, sie hat ...

"Im April ist sie ins Spital hinein'kommen, am Grün- I kein Grab nicht."Kein Grab?"Nein, kein W» SfÄWÄU b«.

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arfrfwn bat bat's aleich tu weinen angefangen. Und I er hat wehe Augen. Und das Mädel, was drei Jahre ist, sie hat gesagt: Meine liebe Tochter, ich werde nimmer lang I kann nicht reden ; sie deut't und

f.i. u Hnb wann bast Du ste das letztemal gesehen?" | gern reden und kann nicht. Weil aber das dritte Mädel, Ich war an ein' Sonntag dort und am Mittwoch ist's I das was neun Jahre ist, auch bis zu fünf Jahren nicht ge« sckan aestorben Wir baben aewußt, daß es schlecht I redet hat, so glaubt der Vater, ste wird doch auch einmal sthoNtgestorben. ben.9 Wenn man die beiben ftttet Rf -

betm der Vater wird ausgeschimpft, wenn er spät in Dienst I aber verschenken nicht . . . daß er der Vater rst . . . nur kommt, und ich habe müssen bei die Kinder bleiben. Und da j so auf a Weil' weggeben . . . und wenn ich dann in ein ist der Briefträger 'kommen, da hab' ich noch müssen 3 kr. | Dienst oder in «, Arbeit gehen könnt ^ denn der Va^er ,ablen und er bat aesaat:Es ist wer gestorben im z memt, in a Lehr, das wär für uns das Beste, oa yau Rudolphspitsl." Ich bin gleich zu einer Nachbarin ge- I man doch a paar Kreuzer zum Zulegen und dabei lernt ich aanaen und hab'« ihr gesagt. Abends ist der Vater 'kommen. | auch was ..." ,r , , ,.

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geschlafen/ Unb das Stab weint fUl not sich hin unb I Hingebung ift . (»Sleue« Wiener Tageblatt J schüttelt mit langsamer, schwerer Bewegung den Kopf ... I ---------

Und dann fährt es fort:Die ganze Zeit hat der Vater I

nur gesagt: Kinder, bet's für die Mutter." - Und dann hat I WSNtSiNNNtztgSS.

er die Kleine genommen, was drei Jahre hat, und hat ge- I <adMshftlt Die Salzsäure

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MZLMWCBMMRM haben wir nichts mehr. Die Kinder aber wachsen und den Topf g eßt und sie heiß mach^ woraus r w brauchen Essen und da haben wir uns nicht genug kaufen Behältnisse vor dem Wiederge-

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und so mußten wir direct fragen, ob der Vater etwas trinke. I durch und nimmt von dieser Mischung z ©ßionei w -O n?tn " rkf es ,^r^weiß immer, wo er den Verstand ft einen Eimer des Blauwaffers oder mischt sie unter to hat. Da hat ihm einmal ein Herr zwei Viertel Wein ge- I stärke. Das Trocknen der Wäsche^kann dann » . geben und da hat er eines seinem Kameraden gegeben, weil I oder auf dem Boden erfolgen, nur muß die Wäsch 9 9 & er saat es ist bester so zu viel ist nicht gut." Licht erhalten, um schön weiß zu werden. Im Ü brigen v

Mr fruaen wie ?'ihr eingefallen sei, an uns zu schreiben, ruht die zerstörende Wirkung des Chlorkalkes meist dara» - Der Vater bat mir aesaat - Tochter, was sollen wir daß die Wäsche, die mit einem Zusatz dieses bei Wäscherinnen anfangen? So weiter fort geht's nicht. Ich hab' gesagt: beliebten Reinigungsmittels gewaschen wurde nicht rasch und Väterlich W ost gelesen so und so; gib'» in die Zeitung, sorgfältig genug mit reinem Wasser nachgespült wird.

kannst unser Vater kann schreiben und Alles s hreib I geschnitten oder gewiegt, in Sa!^>r^'kackt durLaMlagen, Du hin. Der Vater war beim 21. Regiment, da kann er beigegeben ist, oder n Brühe weichgAchtatn^ß schmackhaft All«« ickreiben" \ mit gehackter Petersilie und ein wenig Muslatnutz Wmau^i

Der Vater hat sich also immer mit Dir berathen?" | gemacht und mit braungeröstetem Mehl »ebunden Auch he Ja, er hat immer gefragt: Wie soll man das thun oder I Kartoffeln hinemgeschnitten und darin weichgekocht, etwas billiger kochen, daß wir nur auskommen können. Der l gut.