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sie soll kommen, aber rasch — rasch — ehe ich sterbe I ®» wird bald dunkel werden — um mich — und ich muß ste zuvor sehen."
„Ich eile, Ihre Tochter zu holen," sagte der Baron er» griffe«, „sie bringt Ihnen ein herziges Enkelkind, das Ihren Segen ersehnt/ (Fortsetzung folgt.)
Gemeinnütziges.
Seide wird mit kaltem Regenwasser, dem auf 12 Theile Waffer 1 Theil Salmiakgeist beigemtscht ist, ohne Seife gewaschen und zwei Mal kalt gespült.
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Um den Glanz von schwarzem Kammgarn zn entfernen, koche man eine Rindergalle mit etwas Soda nebst einer Messerspitze Salmiak auf einen Liter Waffer. Nach halbstündigem Kochen wird die Maffe durch ein feines Sieb gegossen, und nachdem Alles kalt geworden, bürstet man die glänzenden Stellen des zu reinigenden Kleides mit einer scharfen Bürste und läßt dann dasselbe hängen, bis es trocken ist. Dieses Verfahren wird, wenn noch nicht aller Glanz heraus ist, 2 bis 3 Mal wiederholt, aber die Kleider müffen nach dem Bürsten stets trocknen. *
Nadeln vor Rost zu schützen. Reibt man die Nadeln' mit Vaseline oder irgend einem Oel ein, so bleiben sie nur kurze Zeit vor Rost geschützt. Neuerdings empfiehlt man als sicherer Schutzmittel, die Nadeln in einer mit eingeschliffenem Deckel versehenen Glasdose in flüssiger Kaliseife aufzubewahren.
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Um zu erkennen, ob et» Gegenstand ver° stlbert, vernickelt oder verzinnt ist, gibt es ein äußerst einfaches Mittel und braucht man nur den zu untersuchenden Gegenstand in eine Kochsalzlösung zu geben. Wie uns das Internationale Patentbureau von Heimann u. Co- in Oppeln mittheilt, wird das Aussehen versilberter Gegenstände hierdurch nicht verändert, vernickelte nehmen nach etwa 10 Minuten eine violette Färbung an und verzinnte Gegenstände werden mit der Zeit mattgrau. Gewiß ein äußerst einfaches Mittel, um sich vor Uebervortheilung zu schützen-
SpargelbrSdchen. Die in Stücke geschnittenen zarten Theile von Spargeln kocht man in Salzwaffer gar, schwitzt hierauf 20 Gramm Mehl in 50 Gramm Butter hellgelb und verkocht diese Mischung mit dem Spargelwaffer, würzt sie mit etwa» Petersilie und kräftigt sie mit */z Thee« löffel Liebigs Fleischextact. In dieser Sauce erhitzt man den Spargel, quirlt die erstere mit 4 Eidottern ab und stellt da» Ganze warm. Kleine, längliche Brödchen höhlt man au», füllt sie mit den Spargeln, bindet den Deckel mit Bindfaden fest, weicht die Brödchen einige Minuten in Milch und bäckt sie in Butter braun.
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Großer Semmelklotz. Beigabe zu Braten» oder Saucengerichten. Man weicht 250 Gramm altbackene Semmel in Milch, bi« sie durchgeweicht ist, drückt sie lose aus, verrührt sie mit 70 Gramm zerlassener Butter, 3 ganzen Eiern, Salz und Mußkatnuß und schlägt die Maffe etwa 10 Minuten, daß sie leicht und locker wird. Eine gut ausgewaschene Serviette wird mit Butter verstrichen, die Semmel» maffe hineingebunden und in einem Gefäß mit siedendem Salzwaffer 40 Minuten gekocht. Man läßt den Kloß behutsam aus der Serviette auf eine paffende Schüssel gleiten, macht auf die Oberfläche einen tiefen, kreuzweisen Einschnitt und streicht diesen mit Kräuterbutter aus. — Denselben Kloß kann man auch zu Backobst geben, man bestreicht ihn dann mit Sahnenbutter und bestreut ihn mit Zucker und Zimmel.
Leverklöse (für 8 Personen). Acht altgebackene Semmeln werden in feine Scheibchen geschnitten, mit einem Schoppen heißer Milch oder Wasser übergossen; die Flüssigkeit muß ganz aufgesaugt werden. Zwiebeln, Petersilie nebst einigen Händen rohem Spinat werden fein gewiegt, in einem großen Stück Butter gedämpft, mit den Semmeln verrührt; — ferner 8 bis 9 Eier, Salz, Muskatnuß und ein Pfund gehäutelte, fein gehackte ober auf dem Reibeisen geriebene Kalbsleber damit vermengt. Die Maffe darf etwas naß fein, nöthigen» falls nimmt man geriebenes Weckmehl oder weißes Mehl, wenn das Probeklößchen zerfallen sollte. Die Klöße werden in kochendem Salzwaffer gesotten und mit in Butter geröstetem Brod geschmälzt.
Vermischtes.
Naiv er Bescheid. Oscar (zu seinem Bruder Fritz): „Warum heißen denn die Stiefel, die unser Chambregarnist, der Student, trägt, eigentlich Kanonen?" — Fritz: „Weil er sie Nachts beim Ausziehen immer an die Thür feuert.” • * 0
Intime Bekanntschaft. (Enthusiast vor einem Gemälde): „Das ist ein Künstler! Seinen Pinsel hat er der Natur, seine Farbe der untergehenden Sonne entlehnt!" — Bekannter: „O, mein Lieber, da» ist mir längst bekannt; der Kerl pumpt ja alles!”
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Gekränkter Ehrgeiz. Gauner (eine Zeitung lesend): „Was ist denn das für ein SchmierblattI Da steht ja nicht einmal mein letzter Einbruch drin!"
Voraussicht. Studiosus: „Wir wollen unser Stammlocal hierher verlegen; haben Sie einen genügend großen Tisch?” — Wirth: „Sehen Sie sich diesen 'mal an ... . unter dem können bequem fünfzehn Mann liegen!”
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Parirt. Wirth: „Da haben Sie aber einen Gänsebraten, vor dem können Sie den Hut abnehmen I” — Gast (nachdem er gekostet hat): „Stimmt, da» Alter soll man ehren!”
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Ein Vorschlag zur Güte. „Mama, Du sprichst ja beim Backen kein Wort!” — „Junge, «a» soll ich den« sagen?" — „Na, sage doch zum Beispiel: Max, willst nich' en Stück Kuchen haben?"
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Die verstand etwa» davon. Junge Frau (zu« Metzger, welcher eine von ihr bestellte Leber bringt): „Ach, welch eine wunderschöne Leder! Da bringen Sie mir doch gleich noch eine — aber ja von demselben Kalb!”
Literarisches
Die neue Monatsschrift für das deutsche Hau« „Die Prattischt herauSgegeben von Johanna von Sydow (Verlag von Max Pasch, Berlin), hält mehr, als der Titel verspricht. Das soeben erschienene Heft 2 (April) bringt wiederum, neben fesselnder Unter- Haltungs-Lectüre, für jede Hausfrau beachtenswerthe Aufsätze, unter anderen: „Häusliche Creditwirthschast," „Der Schmuck der Tafel, „Chemisches für die Hausfrau." Die Küchen-Abtheilung enthält eine zeitgemäße Plauderei über die Küchen-Bedürfnisse: „Der Einkauf tm April," den übrigen Speisezettel für die einfache und feinere Küche für April, die Artikel „Culinarisches Oster-Allerlei," und „Reste in der Küche," begleitet von zahlreichen erprobten Original-Reeepten, unter denen die Hausfrau nur zu wählen brancht. Die „Praetische Küche erweist sich somit als ein allen wirklichen Bedürfnissen der Frauen entsprechendes Blatt und kann auf das beste empfohlen werden, -ve Preis beS einzelnen Monatsheftes ist SO Pfg. Jährlich erschein - 12 Hefte.
«. Echeyda. — Druck und Verlag der Vrühl'schen llnu-erfitätS^Such- und -Steindruck«« (Pietsch & Sch «y da) ht «4*-


