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Käse/ — Kellner: „So, is feenet druf? Ja, wirklich l Ach, wissen Se, unser Schweizerkäse ist so großlöcherig — da wird woll die Köchin bei's Abschneiden jrade so een Loch erwischt un uff'n Teller jelegt haben."
G u t e r R a t h. Rittmeister (vom Urlaub zurückgekehrt): „Potztausend, wie sitzt der Kerl zu Pferd I Alle» während meiner Abwesenheit verlernt! Nun sag' mal selber, Kerl, was soll ich denn mit ihm anfangen?" — Rekrut, (nach längerem Besinnen): „Schicken S' mich heim."
Aus der Kaserne. Unteroffizier: „Nicht so schlapp: Sie sind nicht in Civil — bei uns ist die Civilisation zu Ende."
VeviiMchtes.
Wie's gekommen. Gast: „Ich habe doch Butterbrot mit Emmenthaler Schweizerkäss bestellt, hier fehlt ja der
Gemeinnütziges.
Einige Regeln über die Benutzung des Barometers. Barometerstand. Will man sich einigermaßen nach dem Stande des Barometers im Betreff der zu er- wartenden Witterung richten, so muß man jedenfalls darauf achten, unter welchen Verhältnissen da» Quecksilber im Barometer steigt oder fällt. Man muß achten, ob das Quecksilber schnell oder langsam fällt, ob bei feuchter oder trockener Atmosphäre, und ob bei zu- oder abnehmender Feuchtigkeit. Auch die Richtung des Windes ist nothwendig zu beachten. Achtet man hierauf genau, so dürsten nachfolgende Regeln zuverlässig sein: 5
Steigen des Barometers: Ein plötzliches Steigen des Barometers zeigt unbeständige Witterung an; ein allmähliges Steigen beständige Witterung; ein Steigen bei trockener Luft und zunehmender Kühle im Sommer zeigt Wind aus j Norden an und wenn es geregnet hat, ist heißere Witterung ■ zu erwarten. Ein Steigen bei feuchter Atmosphäre und niedriger Temperatur zeigt Wind und Regen aus Norden an; ein Steigen bei Südwind schön Wetter.
Ein fester Barometerstand: Bei trockener Luft und der Jahreszeit angemessener Temperatur deutet auf sehr schönes Wetter.
Fallen des Barometers: Ein plötzliches Fallen deutet stürmisches Wetter; ein plötzliches Fallen bei Westwind deutet auf stürmische Witterung aus Norden; ein Fallen bei nördlichem Winde deutet auf Sturm mit Regen und Hagel im Sommer und Schnee im Winter. Ein Fallen mit zunehmender Feuchtigkeit in der Luft und zunehmender Wärme zeigt Wind und Regen aus Süden an; ein Fallen bei trockener Luft und zunehmender Kälte deutet im Winter auf Schnee; ein Fallen nach sehr ruhiger und warmer Luft zeigt Regen au mit Sturm. * #
Gegen die Unsitte 'des Oeleintränfelns bei Ohrenschmerzen eifert Dr. Moriz Seidel in der illustrirten Zeitschrift „Für Alle Welt": „Bei jeder Gelegenheit, wie bei Ohrensausen, Eingenommenheit des Kopfes, Schwerhörigkeit, Schwindel, Erbrechen, wird leider von Unerfahrenen gern Oel in dar Ohr getropft. Ich sage leider, weil das Oel, ganz gleich In welcher Form, immer nur Unheil im Ohr anrichtet, ohne etwas Gutes zu leisten- Es wird nämlich durch Oel das Innere de» Ohres ungemein verunreinigt, abgesehen von den reizenden chemischen Zersetzungsproducten derselben, bietet es eine gute Brutstätte für alle möglichen Mikroorganismen, so entsteht z. B. sehr häufig dadurch eine sehr lästige, hartnäckige Erkrankung, die Schimmelbildung (Mykosis). Also vor jedem Oel und fei es auch ein gepriesenes Gehöröl, sei hiermit eindringlichst gewarnt!" *
Papier nnverbrenrrbar zu mache». Man tauche da» Papier in eine starke Auflösung von Alaun in Wasser, worauf man es wieder trocknen läßt.
Jmitirte Suppe ä la reine. Aus einem Pfund Kalbfleisch und 100 Gramm Schinken kocht man mit den nöthigen Suppenkräutern, Salz, 5 süßen Mandeln und 10 Gramm Zucker eine Suppe, die man durch ein Sieb gießt und hierauf mit einer hellgelben Mehlschwitze seimig macht. Alsdann kräftigt man dieselbe mit 20 Gramm Liebigs Fleischextract, zieht sie mit 6, in Vt Liter Sahne zerquirlten Eidottern ab und richtet sie über Schechen von gedämpfter Kalbsmilch an-
fflebaction: A. Sch-Yda. — Druck lmd Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Piets» § Scheyda) in GccheN.
Literarisches
Dre Ueberproduction auf dem Gebiete der Modenzeitungen'hat eine ungesunde Concurrenz erzeugt, die an Stelle von anerkannt Gediegenem Billigeres und Werthloseres zu setzen sich bemüht. In diesem, das Urtheil des Publikums verwirrenden Getriebe ist es doppelt erfreulich, Erscheinungen zu begegnen, die von ihrem vornehmen Princip nicht abgehen, das Beste in vollendeter Form zu bieten. Dieser Ruhm gebührt der im Jahre 1865 gegründeten „Modenwert*. Das Schöne im Schmuck unserer Frauen und unseres Heims erscheint hier mit dem Practischen aufs glücklichste vereint, sodaß die zweimal im Monat wiederkehrenden Darbietungen von der elegantesten Weltdame mit der gleichen Freude begrüßt werden, wie von der Frau und Mutter in bescheidenen Verhältnissen. Das Unterhaltungsblatt bringt einen gediegenen Roman, ferner einen Austausch der Meinungen unter den Rubriken „Aus dem Leserkreise". Ein besonderes Atelier gewährt den Abonnentinnen Gelegenheit, von jedem der in der Modenwelt dargestellten Toilettenstücks einen erprobten Schnitt gegen Ersatz der Expeditionskosten von 30 Pfg. franko zu erhalten. Der Abonnements-Preis der Modenwelt beträgt unverändert vierteljährlich 1 Mk. 25 Psg.
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„Tie «rdeiisyube*. Zeitschrift für leichte und geschmackvolle Handarbeiten mit farbigen Originalmustern für Canevasstickerei, Application und Plattstich, sowie schwarzen und bunten Vorlagen für Häkel-, Filet- Filigran-, Klöppel-, Strick- und Stickarbeiten aller Art. — Monatlich 1 Heft. — Preis vierteljährlich 90 Pfg. (Verlag der Arbeitsstube, Eugen Twietmeyer in Leipzig.) Nachdem nunmehr das December- Hest erschienen ist, welches wiederum riele schöne Vorlagen für Weihnachtsarbeiten und eine prächtige farbige Tafel mit Mustern und Kanten für Tischdecken, Fensterschützer, Läufer, Stores, Wanddecken rc. enthält, liegt der Jahrgang 1895 der Arbeitsstube complett vor. Er kann mit seinen 12 bunten Tafeln mit stilgerechten Originalmustern, sowie den weit über 200 schwarzen Abbildungen, als ein wahrer Muster- schatz gefälliger Handarbeiten bezeichnet werden, und eignet sich gebunden (Preis Mk. 4.50) als schönes Weihnachtsgeschenk. Gegen 20 Pfg. in Briefmarken versendet der Verlag der Arbeitsstube, Eugen Tw-.etmeyer in Leipzig, 2 Probehefte gratis und franco. — Mit 1. Januar 1896 beginnt der neue Jahrgang. Abonnements nehmen alle Buchhandlungen und Postanstalten entgegen.
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Deelamaiorisch«» Schatzkästlri« für Tarnen. Eine Mustersammlung ernster und heiterer Dichtungen, größerer Solovorträge sowie Zwiegespräche, herausgegeben von Clara Eppert. Stuttgart Verlag von Levy & Müller, XII und 304 Seiten Großoctav. Preis brosch. Mk. 3 —, eleg. geb. Mk. 4.— Poesieliebenden jungen Damen, welche durch Vortrag esfectüoller Gedichte ihr Scherstein zur Unterhaltung in Gesellschaften und Vereinen beitragen wollen, ist in vorliegendem, Ihrer Kgl. Hoheit der Frau Großherzogin von Hessen gewidmetem Buche ein Strauß geradezu mustergiltiger Declamationen geboten. Sämmtliche auf ihre Wirkung im Vortrage bereits erprobte Gedichte sind nach Form wie Inhalt von vollendeter Schönheit. Da die Sammlung speziell sür Damen berechnet ist, wurde meist solchen Poesien der Vorzug gegeben, welche sich weniger durch markige Sprache, als durch Innigkeit und Wärme des Inhalts auszeichnen. In dieser Beziehung kann das Buch geradezu als eine Fundgrube köstlicher Perlen des Vortrags bezeichnet werden. Sehr willkommen werden vielen auch die zahlreichen Dialectvorträge sein, die eine besondere Abtheilung des Buches bilden und voll köstlichen Humors sind. Aber auch jeder, der sich auf bloße Lectüre desselben beschränkt, wird sich daran erfreuen und es befriedigt aus der Hand legen. Unter den vielen Declamations- büchern gibt es auch nicht eins, das so viele Vorzüge in sich vereinigte । und wir sind überzeugt, daß die Sammlung in Damenkreisen, in denen ' Sinn für Poesie herrscht, überall eine sehr wohlwollende Ausnahme : finden wird. Auch Herren wird das „Declamatorische Schatzkästlein vielfach ein Retter in der Roth sein, wenn sie in Verlegenheit nach guten, des Erfolges sicheren Vortragsstücken sind.


