Ausgabe 
5.3.1895
 
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Christa," entgegnete er, sich noch immer an mich klam­mernd,ich bin ein schlechter Mensch gewesen, Sie wtffen nicht die Hälfte von dem, was ich gethan habe. Das Beten habe ich verlernt. Und wenn ich mich nicht in Acht nehme, werde ich sie niemals Wiedersehen. Erbarmen Sie sich meiner, Christa, und beten Sie für mich, jetzt, während ich hier bei Ihnen bin."

Ich zögerte. Es war eine seltsame Wendung, welche unsere Unterredung genommen hatte. Ich traute meinen Ohren kaum und konnte noch nicht glauben, daß er im Ernst sprach. Doch da hob er flehend den Blick zu mir und als ich seine Augen voll Thränen sah, zögerte ich nicht länger.

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Ich bin jetzt aus der Tiefe meines Herzens froh, wenn ich an das Gebet denke. Richard wand sich mehr zu meinen Füßen, als er dort kniete, während er das Gesicht noch wie zuvor verborgen hielt; aber er sprach jedes meiner Worte nach. Und als ich schwieg, fügte er selbst noch einige Worte hinzu-

Obgleich wir Beide es nicht wußten, war es doch das Gebet eines am Rande des Grabes Stehenden; und ich hoffe und glaube, daß es Erhörung fand.

Es folgte ein langes Schweigen, während dessen das Heulen des Sturmes uns wieder in die Gegenwart zurückrief. Das Feuer im Kamin war niedergebrannt und im Zimmer war es kalt geworden.

Richard erhob sich.

Reichen Sie mir die Hand, Christa, zum Zeichen, daß wir endlich Freunde geworden sind," sagte er, während er mir seine Rechte entgegenstreckte.

Wir drückten uns fest die Hände und waren nun gewiß keine Feinde mehr.

Ich hatte die Hoffnung auf Oscars und Fannys heutige Rückkehr noch nicht aufgegeben und ging durch die Küche nach der Hinterthür, welche ich öffnete, um in das Freie hinaus­zusehen. Dabei löschte mir ein Windstoß das Licht aus.

Gleichzeitig kam Jemand hereingestürzt, nahm mich in seine Arme und lief mit mir, als gälte es das Leben, der Scheune zu, einem festen Steingebäude, welches bedeutend höher lag, als das Haus. Einen Moment lang hörte ich das Wasser rauschen und dann schwanden mir die Sinne ich hörte und sah nichts mehr-

Das Wasser in der Bucht war um zehn Fuß gestiegen in ebensoviel Minuten, und das Haus, in dem sich Richard Felsing von Braunegg befand, wurde von den tosenden Waffer- maflen fortgeschwemmt wie ein Strohhalm.

Als ich wieder zu mir kam, lag ich in eine Pelzdecke gehüllt auf mehreren übereinandergehäuften Säcken in der Scheune. Arthur und einer seiner Leute waren bei mir.

Sobald ich im Stande war, zu reden, sagte ich Arthur, daß sich gleichzeitig mit mir auch sein Bruder in unserem Hause befand; doch Richards Schicksal mußte längst entschieden sein. Da er sich in dem verhängnißvollen Augenblick in dem vorderen Theile des Hauses aufhielt, gab es keine Rettung. Daß ich gerade in dem Moment die Thür öffnete, erhielt mich am Leben.

Einige Stunden später wurde Richards Leiche aufgefunden und man begrub sie an Gertrauds Seite. Auf den Grab­stein aber ließ Arthur nur die Anfangsbuchstaben und das Datum fetzen, an dem fein Stiefbruder gestorben war.

18. Capitel.

Aus Arthurs Tagebuch.

Als die Wassermassen sich genügend verlaufen hatten, brachte ich Christa nach Fernyhurst. Das arme Kind hatte kein Heim mehr und es stand fest bei mir, daß kein anderes Dach ihr liebes Haupt schützen sollte, als das meine. Ihr Bruder und ihre Schwägerin zogen zu uns, sobald das Wasser

der Buchten, welche zwischen uns und der Stadt lagen, es gestattete.

Christa war jedoch so krank, daß sie von der Ankunft der Ihrigen kaum etwas merkte. Wochenlang lag sie theil- nahmslos da, aber ihr Zustand war nicht lebensgefährlich und trotz Allem galt mir die Zeit als eine sehr glückliche, da ich meine Christa täglich sah.

Leonhard war der Verzweiflung nahe über den Verlust seines Hauses und über den Schaden, welchen sein Grund und Boden erlitten hatte. Er sagte mir, er fei zuvor schon in Verlegenheit gewesen, nun aber könne er sich als ruinirten Mann betrachten.

Aus dieser Sorge konnte ich ihn befreien. Ich war im Stande, ihm Geld zu leihen und forderte das mit dem Recht eines Bruders, das er mir schließlich zugestand, worauf er meinen Vorschlag annahm.

t? Ich hatte Christa so oft gebeten, die Meine zu werden, daß es kaum nöthig war, es nochmals zu wiederholen. Doch sie hatte mir nie eine entschiedene Antwort gegeben und eines Tages, als sie sich bedeutend wohler fühlte, gelang es mir, ihr Jawort zu erhalten.

Am nächsten Morgen steckte ich ihr den Verlobungsring an den Finger und gleichzeitig brachte ich ihr ein Medaillon, welches in Brillanten die Buchstaben C. F. B. mit der Asels­krone darüber zeigte.

Ihre Wangen überzog ein liebliches Roth, als sie es betrachtete; dann schaute sie zu mir auf und fragte:Bist Du ein reicher Mann, Arthur?"

Ich mußte gerade herauslachen.

Arm kann ich mich allerdings nicht nennen," antwortete ich.Wenn Du erst meine Frau bist, Christa, brauchst Du Deine Wünsche nur zu nennen und den Grafentitel bekommst Du auch noch mit in den Kauf."

Sie riß die Augen wett auf vor Erstaunen.

Wie, Du willst damit doch nicht sagen" begann sie und hielt dann plötzlich inne.

Du bist das unschuldigste Ding von der Welt," siel ich ein.Du hast mich nie gefragt und ich habe es Dir nie gesagt; aber ich habe die Ehre, meinen Freunden in Deutsch­land als Graf Arthur Felsing von Braunegg bekannt zu fein."

Christa zog gelassen den Ring vom Finger, drückte ihn mir in die Hand und schob diese von sich.

Lebewohl," sprach sie dabei.Der Mann, welchem ich mein Herz schenkte, hieß Arthur Ausvach. Als Grafen Arthur Felsing von Braunegg kenne ich ihn nicht."

Aber ich umschlang sie mit meinen Armen und steckte den Ring wieder an seinen Platz zurück, wobei ich rief:Ich habe Dein Wort und Du bist doch viel zu stolz, als daß Du es brechen könntest."

Sie hielt es.

Wir wurden getraut und gingen nach Deutschland in die Heimath zurück.

Orcar und Fanny geht es gut- Nächstes Jahr erwarten wir sie für einige Monate auf Schloß Braunegg, wohin sie nicht allein Fritz, fondern auch eine kleine Gertrauo mitbringen werden, deren Bekanntschaft wir noch machen sollen.

GsMeinnÄtziges.

Der Unart mancher Hühner, ihre Eier nicht in die Legenester, sondern an irgend einen anderen Ort zu legen, kann auf folgende Weise gesteuert werden: Entdeckt man eine Henne, welche diese Untugend an sich hat, so taste oder be­fühle man, ob sie ein Ei bei sich hat, und sperr« sie dann in den Raum ein, wo die Legenester sich befinden. Sie wird sich schließlich bequemen, in eins der Nester zu legen. So­dann wird sie in Freiheit gesetzt, am nächsten Morgen wiederum getastet und fühlt man ent Ei, ebenfalls wieder ein« * gesperrt. Hal man diese Procedur einige Tage fortgesetzt und