Ausgabe 
5.3.1895
 
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Untechaltungsblatt zum Mchener Anzeiger (Oeiirral-Anzekger).

1895

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In der neuen Welt.

Roman von P. Olleverio.

(Schtuß.)

17. Capitel.

Es war ein stürmischer Tag, an dem Gertraud zur letzten Ruhe gebracht wurde. Die ganze Rauhheit und Trostlostgkeit des Winters hatte sich endlich Bahn gebrochen. In kurzen Unterbrechungen fielen heftige Regengüsse; es war, als ob das Wasser eimerweise über dem Dache ausgeschüttet würde und die feuchte Luft drang uns bis in die Knochen.

Fanny bestand darauf, trotz des schlechten Wetters dem Begräbniß beizuwohnen, so daß Oscar keinen Einspruch da- gegen erheben konnte. Die Frage aber war nun, wgs mit mir werden sollte. Ich war für die lange Fahrt nicht wohl genug und allein wollten sie mich nicht lassen.

So wurde denn endlich beschlossen, Frau Mc- Leod, die Frau von Oscars Schafhirten, eine brave, ehrliche Person, >?aie für^ den einen Tag zu mir herüberkommen und mir Gesellschaft leisten, bis Oscar und Fanny zurück fein würden. Der kleine Fritz wurde in dicke Tücher gehüllt und von feiner Mama mitgenommen.

Ich war von den Ereignissen der letzten Zeit so an* gegriffen, daß ich den ganzen Tag über in einem halb be« wußtlosen Zustande auf dem Sopha lag und die Fran nichts weiter zu thun hatte, als das Feuer zu unterhalten und mir einmal eine Taffe Thes und bann etwas Bouillon m bringen. Ich erhob mich nicht ein einziges Mal, um aus dem Fenster zu sehen; hätte ich es gethan, so würde ich wohl unruhig geworden sein, denn am Nachmittag fing das Wafler in der Bucht an, mit rasender Schnelligkeit anzuschwellen

Mit der hereinbrechenden Abenddämmerung begann Frau Mc. Leod sich nach ihrem Kinde zu sehnen, welches sie in- rwischen der Obhut ihres Mannes überlasten hatte, und da Oscar und Fanny meiner Meinung nach nicht mehr lange ausbleiben konnten, ließ ich sie bereitwillig gehen.

So befand ich mich ganz allein im Hause. Das Bewußt* ^ein und in Allem und Jedem nur von mir leibft abhängig war, ließ mich meins Apathie ein wenig ab*

schütteln. Ich stand auf, trat an das Fenster und blickte hinaus.

Das Bild, welches sich dort meinen Augen bot, war sehr entmuthigend. Am Himmel jagten schwere, finstere Wolken dahin und das Wasser in der Bucht stand sehr hoch. Da kam mir plötzlich der Gedanke: Wie, wenn Oscar und Fanny durch das plötzliche Hochwasser überhaupt verhindert fein füllten, heute noch nach Hause zu kommen?

Das Herz klopfte mir heftig; der Gedanke, bei solchem Wetter ganz allein im Hause zu sein, war nicht gerade ein angenehmer.

Ich versuchte, ihn aus dem Kopfe zu bringen und schritt langsam im Zimmer auf und nieder. Ich hätte von ftdem Stück darin Abschied nehmen können, denn ich sah Alles zum letzten Mal, wenn ich es zu der Zeit auch nicht wußte. Dis Zimmer alle sollte kein menschlicher Fuß mehr durchwandern.

Vor Gertrauds Clavier blieb ich stehen und wischte den Staub davon ab. Es waren so viele Gegenstände im Hause, die mich an sie erinnerten. Ihr Zimmer betrat ich nicht, es fehlte mir in dem Moment der Muth dazu; und so sah ich es niemals wieder. Es verschwand von dieser Erde gleich* zeitig mit ihr, der es angehört hatte.

Aber in mein Zimmer ging ich und in dasjenige Fannys, wo ich mich zum letzten Mal in dem großen Toilettenspiegel betrachtete, der mir ein bleiches Gesicht zeigte, das über dem schwarzen Trauerkleide noch weißer erscheinen mochte, und ein Paar matte Augen, die vom Weinen geröthet waren. Ich wendete von mir selbst den Blick ab wie von einer Fremden und sah mir, wie ich mich später erinnerte, all' die Kleinig­keiten an, welche sich auf dem Toilettentifch befanden: Ein paar Glasflaschen, ein Nadelkissen, eine Korallenkette und da­neben eine Photographie von Gertraud aus ihrer Kinderzeit, als sie noch kurze Röcke trug und das blonde Haar ihr offen Über die Schultern herabfiel. Fanny hatte am Morgen über dem Bilde geweint und es erst aus der Hand gelegt, als sie das Haus verließ.

Ich griff darnach und behielt es in der Hand. Ich be* sitze es noch. Das und noch ein anderer Schatz waren das Einzige, was ich aus dem Haufe rettete. Es war dies die kleine Bibel, welche meine Mutter Gertraud und mir hinter* lasten und auf deren Titelblatt sie unsere Namen und den