Ausgabe 
3.12.1895
 
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Dichterfrühling.

Historische Original-Novelle von Earl kassau.

(Fortsetzung.)

Am nächsten Tage flüsterte über Tafel Wolfgang seinem Weyland zu:Besuche mich noch heute, Herzensbruder, ich muß mit Dir über Sesenheim reden I"

Weyland drückte ihm die Hand und nickte.

Er fand Nachmittags den Freund am Tische und vor ihm ein breite», rosafarbenes Setdenband, wie fie damals Mode waren. Wolfgang, der in der Malkunst ein kleiner Künstler war, beschäftigte stch eifrig damit, dieses Band mit schönen Blumenstücken zu verzieren.

Ah," machte nun Weyland,jetzt steht man'« und braucht nicht mehr zu fragen, wie es um Eure Herzen steht I Wie steht es in Sesenheim aus?"

Wolfgang blickte auf.Guten Tag, Bruder; ich habe es eilig, wie Du siehst I In Sesenheim ist Alle» wohlauf! Bruderherz, ich sage Dir, dar war ein Tag in dem alten Pfarrhause, den ich nie vergessen werde! Alle lassen Dich grüßen! Du bist der Held de» Tage», denn Du hast mich diesen Diamanten finden lassen! Dieses Stillleben aber wird nun durch meinen unruhigen Geist durchkreuzt werden!"

Weyland lächelte.Ich hoffe, man hat Dich gut auf» genommen?"

Gut?" gab Wolfgang zurück.Weich' ein kalte» Wort! Sagen wir, mit wahrhafter Freundschaft, Bruder, wie man einen lieben Verwandten de» Hauses aufnimmt I"

Was nicht ist, kann werden!"

Wolfgang nickte.Der Himmel möge es geben! Diese» Mädchen ist die liebe himmlische Anmuth, an deren Altäre ich ewig beten möchte!"

Schwärmer," lachte dagegen Weyland,heirathet man denn die Herzallerliebste, um fie anzubeten?"

Goethe aber entgegnete:Werde nicht prosaisch platt, Mensch, ich kann da« nicht ertragen I Höre lieber, welche Verse ich ihr-bei diese« Bande senden will!"

Laß hören!"

Goethe hatte schon da« Blatt in der Hand und beeid# mitte:

Keine Blumen, keine Blätter Streuen wir mit leichter Hand, Gute junge Siebelgötter Tändeln aus ein duftig Band.

Zephyr, nimm's auf Deine Flügel, Gchling's um meiner Liebsten Kleid; So tritt sie dann vor den Spiegel Frisch in vollster Munterkeit!

Sieht mit Rosen sich umgeben, Selber einer Rose gleich; Schon ein Blick, geliebtes Leben, Mich belohnet überreich!

Fühle, was mein Herz empfindet.

Reiche frei mir deine Hand;

Und ein Band, das uns verbindet, Sei kein schwaches Rosenband!"

Weylanb hatte gespannt zugehört unb rief jetzt begeistert au«:Wolfgang, Bruber, biese Verse werben noch leben, wenn Du längst gestorben bist! Glaube mir, poeta laureatui, Dir hat Frau Poesie selbst bett Lorbeerkranz auf die Stirn gedrückt!"

Aber Goethe erwiderte:Laß gut sein, wenn ich die Lorbeeren einst verdienen werde, will ich mich Deiner Worte erinnern!"

Weyland schlug nun wieder den leichteren, scherzhasten Ton an, als er bett Rath gab:Ganz prosaisch bebacht, wird e« doch wohl besser sein, Dein Band nicht dem Zephyr, der ein rauher Boreas sein wird, sondern wohleingepackt in eine Pappenschachtel der Post anzuvertrauen; ich stehe sonst für die richtige Ueberkunft nicht ein. Ade, Schwärmer!"

Ade, Spötter!" lachte nun auch der Dichter.Ich werde Deinen Rath wörtlich befolgen!"

Er that's und fügte folgendes Sonett bei:

Warum ich wieder zum Papier mich wende?

Das mußt Du, Liebste, so bestimmt nicht fragen, Denn eigentlich hab' ich Dir nichts zu sagen; Doch kommt's zuletzt in Deine lieben Hände.

Weil ich nicht kommen kann, soll, was ich sende, Mein ungeteiltes Herz hinübertragen Mit Wonnen, Hoffnungen, Entzücken, Plagen, »a« Alle» hat nicht Anfang, hat nicht »nde,