Ausgabe 
29.11.1894
 
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Der fleißigen Hausfrau Tagewerk.

Ge.

| Nutung oder Versendung noch lange bei ihrer Zäheledia- kei nach Allem Knappen und sich noch zwischen ihren Zähnen I ?:rroelut8ff begriffene Beuterests befinden, so

L , ichr A beim Erfassen eines menschlichen Gliedes eine rOiuiv8ryi[iuny ßltt.

Tirttcnflecken verschwinden aus bunten Wall- und Baumwollenstoffen durch Einreiben mit Glycerin und Nach» Wasser mit etwas Seife. Tintenflecken ?^bißen Stoffen behandelt man mit Citronensäure, indem E" bieselben einige Zeit darin weichen läßt und eventuell das Verfahren wAerholt. Der zurückbleibende gelbe Flecken wird in gleicher Weise mit Kleesalz präparirt.

att8 selbstgewonnenem Vor- tatfye von Obst- oder Beerenobstwein Cham­pagner bereiten, so fülle man den Wein in feste Champagner« flaschen, gebe pro Flasche einen gehäuften Eßlöffel grauen Zucker und ein Spitzgläschen guten Cognäc, verkorke dicht und verbinde den Kork gut. Durch den Zucker kommt der W-in etwas in Gährung und entwickelt durch die entweichende Kohlensäure ein prächtiges Mousseux.

{tt ZU reinigen, daß es wie neu wird. Ist

ein Gefäß von E senblech lange auf dem Feuer gebraucht so verwandelt sich seine weiße Farbe in eine schwarze. Um es r» reinigen, mische man Holzasche mit gewöhnlichem Oele, so do« ßL6 ^r.et bildet. Mit diesem bedeckt man nun on und reibt es sodann mit einem wollenen Lappen

Es wird hierdurch wie neu. (Sollte bie schwarze Farbe ni^t sogleich verschwinden, so wiederhole man dieses Ver­fahren.

GememttNtzLges»

Eiskaltes Master ist für das Vieh gefährlich; doch isi auch das Ueberschlagenlassen im Stall fehlerhaft und zwar aus dem Grunde, weil das Wasser während der Zeit Am­moniak und Fäulnißstoffe aus der Luft aufnimmt. Zu kaltes Wasser soll durch einen entsprechenden Zusatz von heißem LSaffer auf den nöthigen Temperaturgrad erwärmt werden.

Beim Schlachten der Hechte ist größte Vorsicht zu beachten. Da die meisten Raubfische beim Schlachten behufs

Freilcch meuit manche Frau: die und die haben es doch so schön- die brauchen nicht zu arbeiten, die können den ganzen Tag am Fenster sitzen, oder Visiten machen. Jawohl, es gibt solche FraUen. Doch nein ea sind nicht Frauen, sondern Zierpuppen, die nur auf der Welt ,u se:n scheinen, um zu sehen und gesehen zu werden. Aber dafür fiett'ä «och 'n 'hrem Hause, m Hof und Stall danach aus: Alles in Un- o >>nung, von Behaglichkeit ist keine Rede; die Kinder laufen in rer- 'ebenen und ichmutzigen Kleidern umher; das Essen ist^meist ungenieß- t:at; Der Mann war unzufrieden, er geht in's Wirthshaus, wo man un-.s Geld alles haben kann und noch ein freundliches Wort dazu be- icmmt; - der H-amilienzwist ist da. Und wer trägt die Schuld daran« Dre unhäusliche, trage Hausfrau.

Eine Frau, die nicht arbeiten mag, verabsäumt ihre Bllicbt nnh untergräbt den Wohlstand beS, Hauses. Ein chinesischer Kaiser hat den Ausspruch gethan:Gibt es einen Mann, der nicht arbeitet, oder eine UU'nuM geht, so muß irgend Jemand in meinem Reiche Kälte oder Hunger eiden." Die Arbeit ist das Gesetz des Lebens. Wir alle

Ä"ch ihm müssen wir im Schweiße unseres An- vchchts uiffer Brod essen. Wo eine fleißige Hausfrau waltet, da ist g: der Segen. 1

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Fleischballchen. Rohes Kalbfleisch wird ge» hackt, mit Pfeffer, Salz, einigen Eiern und in Bouillon ein» genMtem Weißbrod vermischt und kleine Fleischbällchen von M°sse geformt. Man wendet sie in Ei und Semmel, brät st - in Butter gar und kocht dann den Bratensatz mit Lem Buttermehl zwei Taffen Bouillon, einigen gewiegten Zwiebeln, Salz, Pfeffer und etwas saurer Sahne zu sämiaer Sauce, bte über den Bällchen angerichtet wird.

. Kaunr hat der Mann am Morgen das Haus verlassen, um sein $u ^bMuen, so fängt auch für. die Hausfrau die eigentliche ^.hätigkert an. Dre Znnmer sind aufzuräumen, die Betten zu ordnen. Da ist, zu kehren und zu scheuern, zu lüften und zu putzen. Da sind die klemen Kinder zu besorgen, da ist nachzusehen in Küche und Keller m Hof und Stall, da sind den Dienstboten Weisungen zu .rtheilen, da grlt es Vorbereitungen zu treffen für das Mittagsmahl.

Und nach Tisch geht die Arbeit wieder von Neuem an. Es muß gespult und aufgeräumt werden; hier ist etwas an Wäsche und Kleidung auszubesiern; die Kinder sind zu beaufsichtigen; da ist etwas Neues für das Haus anzufertigen, da müssen Strümpfe gestrickt oder geflickt Hemden genäht und ausgebessert werden. Und so gebt es fort den lieben langen Tag. Das ist jedenfalls eine sonderbare Hausfrau, die jemals sagen kann, sie habe nichts zu thun. Arbeit ist das Gesetz des Lebens. Drum hat ein Dichter in bester Absicht folgende prgctische Haushaltungsregeln zusammengestellt, die jede Hausfrau ihrem dachtmß einprägen sollte, wenn sie dieselben noch nicht kennt:

Die Zimmer gelüftet des Morgens gar bald, Bei jeglichem Wetter, ob's warm oder kalt. Vorsichtig geh' mit der Feuerung um, Brauch' nie dazu Petroleum! Petroleum, vergiß das nicht, Hat schon viel Unheil angericht! Es liegt ein allgewaltiger Zauber In dem kleinen Wörtchensauber", Polstermöbel muß man klopfen, Wasserleitung nicht verstopfen! Unsaub're Fenster betrachte als Feind, Doch putze sie nie, wenn die Sonne drauf scheint. Wer unachtsam etwas zerbricht, Sei ehrlich und verhehl es nicht. Das Mittagessen sei bereit Stets pünktlich zur bestimmten Zeit! Das Wasser zum Spülen, sei immerdar So rein wie das Herz, wie die Augen so klar. Durch Messer, die Häring und Zwiebel geschnitten, Hat manches an gutem Geschmack schon gelitten. Kupfernes Geschirr ist herrlich, Grünspahn aber gefährlich.

Was immer man thut, auch das Schließen der Thüren, Man soll es womöglich geräuschlos vollsührcn. Die Lampen, die setze am Morgen in Stand, Dann sind sie auch fertig am Abend zur Hand. Wer immer bedacht ist zu schnüren sein Bündel Zahlt nicht zum Gesinde, zählt nur zum Gesindel.

Vermischtes.

Aus dem Gerichtssaale. Vertheidiaer:Um den Beweis zu fuhren, daß mein Client nur durch eine, in Be» hr 2»ierpretation des betreffenden Gesetzespara» ^"findende, gänzlich illoyale Coalition des Gerichts» 1 der Staatsanwaltschaft als eines Vergehens schuldig werden konnte, bedarf ich keiner tiefen Gelehrsam» keit,^ sondern nur eines Grans gesunden Menschenverstands ö tr" l Richter.Innerhalb welcher Zeit können Sie dies fehlende Beweismittel herbeischaffen?"

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. b, Gemüthlich. Gläubiger:Wissen Sie auch, daß ich - 9M 'S tagtäglich zu Ihnen komme?!"

m ¥en Sie - wir könnten eigentlich

L>u zu emander sagen!

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kannte?,"Entrüstung. Herr Meyer (zum Be» Kerl-hrä/l ?? s° »Mensch vor, ich sei ein schmutziger Kerl dabei schulde ich der Waschfrau 17 Mark."

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