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bald geringere Menge von Stärke, welche sich nach dem Lagern des Obstes in Zucker verwandelt; dieser Stärkegehalt ist aber, sobald die Reife zunimmt, fortwährend im Abnehmen begriffen und tritt bei den verschiedenen Sorten in verschiedener Menge auf. So z. B. sehen wir, daß die frühreifenden Sorten im baumreifen Zustande keine oder nur äußerst wenig Stärke enthalten. Hingegen weisen die spätreifen circa 2,4 Procent Stärke auf. Dies trifft sogar dann zu, wenn die Aepfel im October am Baume bleiben. Betreffs der Vertheilung der Stärke liegen folgende Erfahrungen vor: In den unreifen Aepfeln war die Stärke beinahe überall gleichmäßig vertheilt, bei den baumreifen Aepfeln selbst dann, wenn das gepflückte Obst sehr reich an Stärke war. Die Bildung der Stärke findet von dem Kernhause aus statt und ist dis Bildung am stumpfen Ende des Apfels stärker, als am spitzen Theile. In­folge dieser Umwandlung der Stärke kann der Zuckergehalt im Apfel nach dem Abpslücken absolut zunehmen; auch wird durch die Wafferverdunstung der Saft im Apfel concentrirter. Neueren Forschungen zufolge wird auch aus der Stärke Rohrzucker gebildet.

Ende September setzt man Spalierbäumen, denen die Fruchtknospen mangeln, solche ein. Mit dem Auf­schneiden der fertigen Bäume wird fortgefahren, man hüte sich die jungen Triebe zu nahe am Stamm wegzuschneiden, der sogenannte Astring muß stehen bleiben. Frühes Spalier­obst wird sorgfältig geerntet. An Frühtrauben machen die Wespen großen Schaden. Man schütze die Trauben durch Ueberspannen feiner Muffelintücher und suche die Schädlinge zu fangen. Wenn man eine größere Anzahl Medicinflaschen zur Hälfte mit Zuckerwaffer füllt und an dem Rebenspalier entlang aufhängt, kann man oft an einem Tage Tausende fangen. Von dem süßen Geruch angelockt, kriechen die Wespen durch den engen Flaschenhals ein, und ersaufen im Zucker- waffer. Hochstämmige Obstbäume muffen, wenn sie reichlich Frucht tragen, gestützt werden. Mit dem Düngen der Obst­bäume wird fortgefahren. Nach beendigter Obsternte kann man Obstbäume verjüngen und ausputzen. Die jetzt bei dieser Arbeit entstehenden Wunden heilen viel leichter als im Winter gemachte.

Von verschiedenen Gemüsen, wie Wintersalat, Karotten, Rapünzchen, Petersilien, werden jetzt wieder Aus saaten gemacht. Herbstrüben, die man im vorigen Monat aussäte, werden behackt und ausgelichtet, ebenso die Aussaaten von frühem Kohl, Glaskohlrabi und Blümer kohl- Neu ange­legte Spargelbeete werden in diesem Monat nochmals behackt. Auf den Beeten werden die Stengel bis auf zehn Zentimeter zurückgefchnitten, aber dies darf nicht eher geschehen, bis die Spargelbeeren dunkelroth geworden sind. Um allenfalls an den welken Stengeln haftendes Ungeziefer zu vertilgen, ver­brenne man die abgeschnittenen Stauden- Wo irgendwo Un­kraut vorhanden ist, muß dasselbe jetzt vertilgt werden, da solches sonst im Frühling sich rasch weiter entwickelt und die Culturpflanzen überwuchert.

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Verstellbare Gardinenstangenhalter. Jeder Hausbesitzer wird schon darüber geklagt haben, daß die Miether beim Aufgeben der Wohnung die Gardinenhaken aus der Wand reißen, wodurch mit der Zeit die Wände und Tapeten ruinirt werden. Selbst wenn die Haken belassen werden, muß sie oft der neue Miether wieder entfernen, da seine Gardinenstangen kürzer oder länger sind, sodaß die Haken nicht paffen. Diesen Uebelständen wird durch den von einer Dame erfundenenverstellbaren Gardinenstangen­halter" in einfacher und dabei practischer Weise abgeholfen. Die Erfindung, die durch Vermittelung des Internat. Patent­bureau von Heimann & Co. in Oppeln in den meisten Staaten geschützt wurde, ist gekennzeichnet durch einen in die Wand

eingelassenen Bolzen, woran sich der Haken, in dem die Gar­dinenstange eingehängt wird, horizontal »und vertikal verschieb­bar befindet, sodaß der Haken für alle Arten Gardinenstangen paßt- Der Preis der Vorrichtung ist sehr niedrig und wird sicher kein Hauswirth säumen, die Fenster seines Hauses damit auszurüsten, um Wände und Tapeten zu. schonen.

Stirn Einstveuen in die Gestügelstalltmgen empfiehlt es sich, außer Torfstreu auch Sägespäne zu ge­brauchen. Dieselben benehmen den üblen Geruch, verbreiten vielmehr ihres Harzgehaltes wegen, besonders wenn solche von weichem Holz genommen werden, einen angenehmen Duft ; der Mist verbindet sich vollkommen mit denselben und gibt dadurch einen ausgezeichneten Düng er. Man sollte sich an­gewöhnen , täglich des Morgens die Stallungen zu reinigen, es ist dies beinahe mühelos, wenn es so oft geschieht, und nimmt kaum einige Sekunden in Anspruch-

Vermischtes.

Ein Merkbuch- A.:Wie lange sind Sie schon ver- heirathet?" B-:Weiß nicht genau, da muß ich mal erst meine Kinder nachzählen I"

Das richtige Holz. Festcommissar: . . . Aus was für Holz machen wir denn die Rednerbühne?' Zim­mermann:Ei, dazu nehmen wir am besten Pappelholz."

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Na! Na! Sie glauben nicht, theure Lama, wie er­regt ich war, als mein Heinz endlich Muth faßte und mir seine Liebe zu gestehen wagte. Mein Herz pochte so laut, daß er sich mitten in der Liebeserklärung erschreckt umwandte und Herein" rief.

Versorglich. Frau:Den ganzen Nachmittag haben Sie wieder nichts gearbeitet, anstatt, wie ich Ihnen anbefohlen, die Küche zu putzen!" Magd:Ich hab' nicht putzen können, weil ich nicht gewußt hab', wohin Sie d' Bürsten g'eräumt haben!" Frau:Warum haben Sie mich denn nicht gefragt!" Magd:Weil ich g'fürchtet hab', Sie sagen mir, wo sie is!"

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In der stillen Geschäftszeit. Besucher:Sehen Sie mal, wie die Fliegen da in geordneten Zügen die Wand heraufmarschieren!" Kommis:Glan'bs; unser Buchhalter hat sie auch mit vieler Mühe so dressiert!" »

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Reingefallen. A.:So niedergeschlagen, Baron? Malheur gehabt?" - B.:Kolossal! Bin schmählich Beim Concurs Löwenstein hereingefallen!" A.:Teufel, hatte nicht gewußt, daß Sie noch Kapitalien ausstehen haben?" B.:Gott bewahre, Kerl hat mir ein paar hundert Thaler geliehen. Jetzt soll ich's in acht Tagen an den Concursver- walter zahlen!"--

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Ein Heikler. Lieutenant:Kellner! was haben Sie Gutes zu effen." Kellner:Kann Ihnen eine halbe Ente empfehlen, Herr Lieutenant-" Lieutenant:Ach was, eine halbe Ente, wer weiß, roer^bie andere Hälfte gegessen hat!"

Anzüglich.Gratulire* Reiche Braut he?" Das nicht aber Verstand hat sie für Zwei!"Dann gratulire ganz besonders!" »

Au! Fräulein:Wie heißen diese gelben Blumen, die den Butterblumen so ähnlich sehen?" Lieutenant:Aeh . - jedenfalls Margarineblumen, gnädiges Fräulein!"

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.