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GeineiirMtziges.

Eiitige Winke für das Pflücken des Obstes. 1. Lege die Leiter von der Seite zwischen die Zweige an. Andernfalls werden Sommertriebe abgebrochen. 2. Biege das Kernobst beim Brechen nach oben. Anderfalls können dis Fruchtzweige fürs nächste Jahr abgeriffen werden. 3. Tritt lieberstrümpfig" auf die Aeste des Baumes, als mit gena- gelten Stiefeln. Man rutscht auch weniger leicht aus und die Stammrinde wird nicht verschunden.. 4. Mache nicht zu viel unnöthige und unvorsichtige Bewegungen hin und her, vor- oder rückwärts, wenn Du in den Zweigen drin steckst. Auf diese Weise wird mancher Zweig abgebrochen.

Das Reifwerden der Bohnen zn beschleunigen. Nach einem kalten und nassen Sommer, sowie in feuchten und nebligen Gegenden, reifen die Bohnen zum Samen oft sehr schwer. Dieses zu erleichtern, reißt man die Stöcke, wenn die Schoten gehörig groß und mit Bohnen gefüllt sind, aus der Erde, läßt sie jedoch, an den Stäben befestigt, in ihrer bisherigen Stellung, die Wurzeln auf der Erde aufgestellt, und setzt sie so der Lust und dem Sonnenscheine aus. Nach acht Tagen fallen gewöhnlich die Blätter ab und die Bohnen reifen darnach schnell. Nicht allein erhält man auf diesem Wege mit Gewißheit reifen Samen, sondern die Bohnen eignen sich auch um 3 bis 4 Wochen früher zum Gemüse, und sollen sogar delikater werden. Auch kann man das Terrain früher zur Umarbeitung vnb Bepflanzung benutzen.

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Hübsche Ampelpflanzen kann man auf einfache Weise erlangen, wenn man 6 bis 8 Samenkörner von wohl­riechenden spanischen Wicken in einen Topf legt, und die Pflanzen, wenn sie stark genug sind, in die Ampeln mit gutem leichten Boden versetzt. Die Oberfläche sollte dann mit grünem Moos bedeckt werden. Man kann diese Pflanzen lange in blühendem Zustande erhalten, wenn man ihnen zuweilen einen leichten Dungguß gibt und die verblühenden Blumen stets rechtzeitig entfernt. Spanische Wicken verdienend von den Blumenlieb­habern als Topfpflanzen eine größere Beachtung als sie bisher gefunden haben. In England werden sie in blühendem Zu­stande auch als Marktpflanzen verkauft.

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Gegen das Eierfressen der Hühner macht man einen recht scharfen Aufguß, indem man recht viel gestoßenen Pfeffer womöglich mit etwas Paprika tüchtig abkocht. Nachdem der Aufguß fertig, nimmt man ein Ei, durchlöchert selbiges und bläst den Inhalt aus. Dann verschmiert man das eine Ende mit Gyps. Wenn derselbe hart ist, füllt man das Ei mit vorbesagtem Abguß, verschmiert das andere Ende und legt das so hergestellte Ei auf diejenige Stelle, wo die Hühner gewöhnt sind, solche zu finden. Ein Huhn, welches einmal mit so einem Ei angeführt wurde, geht nicht so leicht ein zweites Mal daran.

Mittel gegen Bienenstiche. 1. Durch sofortige An- Wendung von Alkalien, z. B. Salmiakgeist, läßt sich das Bienen­gift neutralisiren oder unschädlich machen. 2. Eine Einreibung mit frischer Zwiebel, grünem Pfefferkraut, Terpentinöl zeigt sich sehr wirksam. 3. Man wasche die gestochene Stelle mit Milch, nachdem man den Stachel entfernt hat und umwickle die Wunden mit Tüchern, welche man in Milch getaucht hat. Der Schmerz verschwindet und die Geschwulst läßt nach. 4. (homöopathisch). Man befeuchte die gestochene Stelle mit Wasser, schütte ein kleines Quantum Satrum muriaticum sechster Centimalverreibung darauf und reibe mit demselben die Geschwulst ein. Der Schmerz schwindet fast augenblicklich.

Das Verkürzen der Krallen bei den Hunden. Wenn die Hunde nicht genug Bewegung haben, werden die Klauen oft zu lang, drehen sich nach innen, verwunden die Zehen, verursachen Schmerz. Zum Verkürzen bediene man sich einer recht schärfen Beißzange oder säge die Krallen mit einer feinen Säge ab und feile sie dann rund. Mit der Scheers läßt sich diese Operation schlechter ausführen, und die Klauen können hierbei auch leicht spalten.

In vielen Gemeinden des Elfaffes hat sich der Brauch gebildet, daß jeder Knabe bei der Entlassung aus der Schule von der Gemeinde einen jungen Obstbaum geschenkt bekommt, als Erinnerung an die Schulzeit und als Aufmun­terung zur Obstbaumzucht. Ein schöner Brauch, der Nach­ahmung verdient.

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Sollen im Blumentisch die Planzen gut gedeihen, so ist vor Allem nothwendig, daß derselbe einen guten, etwa bis an seinen Rand reichenden Blecheinsatz erhält. In diesem Ein­satz kommt gute Mistbeeterde und werden Stecklinge vonTrades- cantien, die man seinen eignen Pflanzen entnehmen, event. auch billig kaufen kann, 5 bis 10 Centimeter von einander entfernt, gesteckt. Die Tradescantien sind bekanntlich zähe; sie machen sich nichts daraus, daß der Blscheinsatz keinen Wasser­abzug gestattet, sondern wachsen; wird der Tisch nicht allzu fern vom Fenster aufgestellt, freudig heran und überdecken ihn mit ihrem grünen Rankengewirr. Der Blumentisch steht dann reizend aus.

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Kann sich in den Weinfässern atmosphärische Luft ansammeln oder eindringen, so wird der Wein kahnig, wodurch er krank wird und seine Süße verliert. Er ist daher nöthig, die Fäffer immer voll zu halten, d. h. sie von Zeit zu Zeit aufzufüllen, und solche stets gut zu verspunden.

Vermischtes.

Moderner Journalismus. . . . Bei Ihrer Naturschwärmerei, gnädige Frau, müßten Sie eigentlich einmal nach dem Himalaya. Dagegen find unsere Alpen gar nichts!" Sind Sie denn dort gewesen, Herr Doctor?"Nein das nicht aber ich habe einen Artikel darüber geschrieben I"

Zeitgemäß. Hausfrau (zum mahnenden Milchmann): . . . Wenn morgen schlechtes Wetter ist, können Sie Ihr Geld haben; wenn aber gutes Wetter ist, können Sie's nicht bekommen, denn da machen wir eine Landparthie!"

Ein Schwerenöther. Lieutenant:Sagen Sie mir, wo waren Sie diesen Sommer?" Fähnrich:Alpen jewesen! Landschaften belebt!"

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Neu.Wie kommt'- denn, daß alle Mitglieder Eures Junggesellen-Klubs Glatzen haben?"Das ist ja unser Vereins - abzeichen!"

Von einem originellen Reise - Erlebniß weiß Lord Aberdeen zu berichten. Fährt er neulich im Mitternachts- zuge von London. Natürlich im Schlafwagen. Früh wacht er auf und sieht sich gegenüber einen Gentleman sitzen.Pardon," sagt dieser,darf ich wohl fragen, ob Sie reich sind?" -Hm," entgegnet Lord Aberdeen,'s geht an."Darf ich fragen," fährt der andere fort, wie reich Sie sind?" -Hm, so un­gefähr zwei bis dreimal hunderttausend Pfund."So, Na, wenn ich so reich wäre und ich so schnarchen würde wie Sie, dann würde ich mir auch ein ganzes Coupee nehmen, um die andern nicht so zu stören."

Redaktion: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.