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Entschuldigen Sie gütigst, Herr Matthey," sagte die Gouvernante,wenn wir störten. DiL Frau Baronin von ich I Sassen hatte befohlen, daß ich mit deren Töchterchen um

ich weiß er, und ich werde DK Helsen, so gut ich | von Sassen, welche dem Kinde folgte, sondern dessen W kann," bemerkte jetzt Matthey mit einem seltsamen Lächeln, j mrnante. ... ..

von welchem man nicht sagen konnte, ob es der Furcht oder 1 (Sfl der Verzweiflung entsprang.

, I Wie unb ich stabt« Mch,

^rde deshalb schon morgen bet Mr Nachfragen, uni Baronin schon hier wäre, üm mit Ihnen wegen

Ä M?* ÄkmÄm«, 36» fagen ,» «Äffen, daß » K i S « 5 « » ä SB?»"« w'.d bi« Frau Bnronfn b°ch halb hi-- -in.

berS»"»' aber^'aerade diese Situaton ausnutzen, I ^,Wenn wir Ihnen hier nicht lästig fallen, Herr Matthey, »rmibsrte Durau mit fiebernder Hast, denn Du I so nehmen wir Ihr Anerbieten dankend an," entgegnete

bist doch Hombergs Neffe und einziger naher Verwandter, I die Gouvernante und nahm mit der kleinen Baroneß auf

^Ab»r für morgen kann ich Dir noch nichts versprechen, I und die Dame kam nicht.

« Jhnnrtete ber Maler barschDenn Du mußt I Da wurde die Gouvernante unruhig und erkärte, daß

2 einsehen daß ich die Angelegenheit nicht über's Knie I hier entweder ein Mißverständniß obwalte, oder daß der Ba-

»wei oder drei Tagen nach, dann | ronin vielleicht gar ein Unfall auf dem Herwege zugestoßen Ä wissen woran ich bin " sei. Jedenfalls könnte sie jetzt keine Minute länger warten,

W Nun gut," entgegnete Durau,so komme ich über-I denn um 4 Uhr hätte die gnädige Frau hier sein wollen und mnmon itm hiefelbe Qelt wieder Leb' wohl bis dahin und I jetzt wäre es bereits /z5 Uhr, ohne daß sie gekommen fei. thu? was in Deinen^ Kräften steht, um uns der Gefahr zu Dies erw^in^hr^ Beforgniß, denn die Frau Baronin liebe ^trEen." Male- begleitete den unheimlichen Menschen bis Die Gouvernante ließ sich auch nicht bewegen, noch zur Hausthüre und kehrte dann in sein Atelier zurück. Er I länger zu warten, und verließ nut der kleinen Baroneß als- Ln Än MÄÄsaJS »« -°mm. sich-., um >° s-d-u, °b b.« W

ronin bereits feit mehreren Wochen vergeblich gewartet hatte, I ihres Töchterchen« Üblich fertig ist," flüsterte Matthey,aber fertig malen, aber der unglückliche Künstler vermochte nichts I ich muß zu meiner Schande gestehen, das, es noch ebenso un- »u arbeiten. In seinem Kopf hämmerte es, seine Stirn war I vollendet ist rote vor vierzehn Tagen. O, es lastet em ent» beiß vor Aufregung und seine Gedanken verwirrten sich. I setzlicher Fluch auf mir, ich bm so demoralisirt, daß ich, wie Mit einem tiefen Seufzer warf er sich auf einen Seffel und I es scheint, keine meiner Pflichten mehr zu enüßen bte Kraft hielt die Hände vor die Augen. Wie ein Anfall des Wahn- I habe. Da ist der Tod bte einzige Erlösung, denn was soll sinns war es über ihn gekommen. Er fühlte sich wie in I ich noch auf dieser WeltI ,, .

einem tiefen, tiefen Abgrund versunken, in welchem die feu- I Der unglückliche Maler setzte seine unruhige Wanderung riaen Woaen eines Gluthmeeres tosten. Riesige Ungeheuer | in seinem Atelier fort und neben den trübsten, traurigsten stürzten auf ihn ein, um ihn zu verschlingen und das größte I und bittersten Gedanken stiegen auch die Ideale seiner besseren dieser Ungethüme trug das Antlitz Durau'S mit furchtbar j Vergangenheit vor feine Seele.

drohenden Geb^den.^O, hätte ich doch den guten Ermahnungendes wackeren

Wie von Furien verfolgt, wollte Matthey dem Schlunde j Homberg, der wie ein Vater an mir gehandelt hat, gefolgt,' entstieben und raste in dem Atelier umher. Er stieß dabei I flüsterte er mit tiefem Seufzer,fo wandelte ich jetzt wa^r' mstdemKopf Ä SBanb und fiel betäubt nieder. fcheinlich auf der lichten Höhe des ünstlerichen Ruhmes und

Diese Betäubung brachte dem unseligen Manne wenigstens I der treuen Pstichterfüllung vor Gott und den Menschen. O, für einige Zeit Ruhe. Aus der Betäubung fiel er bald in barmherziger, gnädiger Gott, gibt es für mich denn auf dieser inen unruhigen Schlaf, und au» diesem weckte ihn ein wieder- Welt keine Rettung von schänd ichem Un ergänze mehr? holte» Klopsen an der Thüre, welche zum Atelier führte. Da stieg in dieser Verzweiflung aufs Reue in Mattheys

Dieses Klopfen gab ihm seine Bestnnung wieder. Rasch Seele derselbe rettende Gedanke auf, welchen er bereits heute svrana er auf und eilte nach der Thüre, aber wie von einer schon einmal gehabt hatte. Vielleicht war ihm das Schicksal »löblichen Angst gepackt, prallte er zurück und flüsterte mit in letzter Stunde noch gnädig und fügte e», daß die Baronin bebenden Lippen:Kommen ste vielleicht schon, um mich in'» ihre Schriite hierher lenkte und dann wollte er e» wagen, G jängniß zu führen?"..... ! ihr sein Unglück und seine Liebe zu gestehen und darauf sein

Dann suchten seine Augen nach dem Revolver, den er | Schicksal aus ihrer Hand empfangen.

vor Durau'» Ankunft in der Hand gehabt und weggelegt I Immer aufgeregter, immer unruhiger wurde inzwischen batte aber noch ehe er nach der Waffe weiter umherblickte, I der unselige Matthey. Er glich in seinem Wesen einem ge-

wurde wiederum an die Thüre geklopft und er rief mechanisch I fangenen Vogel, der den ersten Tag im Käfig verbringen muß

aus GewohnheitHerein!" und vergeblich nach allen Seiten mit dem Kopse an da» feste

Da öffnete sich die Thüre und die kleine Baroneß von j Gitter stößt und trotz aller Anstrengungen dennoch ein armer

Sassen trat im weißen Kleide und freundlich knixend in das I Gefangener bleibt.

Sltelier I Des bejaMmernswerthen Malers Kräfte, welche ohnedies

Äh, die gnädige Frau Baronin beehren mich mit | schon viel gelitten hatten, erschöpften sich aber bald, und nach

einem Be uche," rief jetzt Matthey mit erzwungener Freund- I Äthern ringend sank er auf da» Sopha. Aber kaum hatte

lichkeit und lief, eine tiefe Verbeugung nach der Thüre, aber I er einige Minuten dort geruht, da schreckte ihn ein leiser

enttäuscht trat er zurück, denn es war nicht die Baronin * Klopfen an ber Thüre empor. (Fortsetzung folgt.)

Redaktion; A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Thr. Pietsch) in Gießen.