Ausgabe 
22.11.1894
 
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Gemeinnütziges

Der alte Arzt nickt. Er, der Zeuge so vieler Geheim» Leset nicht im Bett. In vielen Häusern herrscht mne, der unfreiwillige Mitwisser so manches in Fieberphan- I bei Erwachsenen und auch bei Kindern die Unart, des Abends miten ausgeplauderten Verbrechens er trägt kein Ver» I im Bette zu lesen. Will der Schlaf nicht kommen und steht Egen darnach, den Schleier eines neuen Geheimnisses oder I die Erfahrung fest, daß er sich durch Lesen einstellt, so ist erbrechens zu lüften. I diese Gewohnheit zu entschuldigen, obwohl auch dann nicht

Es ist nichts mehr zu machen," sagt er, sich zur Thür I räthlich. Wenn aber frische, junge Mädchen oder Knaben, wendend.Ich komme heute Abend wieder, um den Tobten- I welche sich nur hinzulegen haben, um alsbald zu schnarchen, auszustellen." I mit dem Buch in der Hand das Bett besteigen, weil das Buch

Brechers und" mr^den^Nächste^in chm" scheiden wi"ben Mp-A@l3lon na$ wenigen Minuten tritt er wieder ein. Lola, müssen," hatte sie sanft gesagt und für ihn ihr Boudoir zu- Stelle?Sie M ?o * bafi Ä Bttck auf »a. $ Ä* $ann über*w ble * « bald SS? ST

Der Schwerleibende ächzt und stöhnt. Sein unruhig * fein Bewußtsein nur eine Se-

Lede? zu d^Thü? b" * bet §8aroaitt unb Und Lola thut, wie ihr geheißen.

c>etzt öffnet fi<5 dieselbe nnh ßterAth »x« I , Ein unendliches Mitleiden ergreift sie. Der Mann da

Die Augen des Kranken bs2e? 2 ^u"'nerar»been ben eingesunkenen Augen, den fahlen Wangen, den tiefen Den Oberkörper mit größter Anstrengung eil? wenig ^empor- SS!*?? 3Bu{nbtn auL?n no$, immer edelgeformten bebend feu(fit er Missen Kie n» in n,F. | Stirn gleicht 10 wenig demFürsten Orlowskv", dem glän- meine - Kau ?" " ifl' So[tt ~ Mden Cavalier, um dessen Gunst sich noch vor w^nig Jahren

Sie ift nilfit weit nun die ganze Londoner Damenwelt bemühte. Wäre er ihr ge-

Haben Sie irgend einm besonderen WuniL?" etn^' I fub' mit Glücksgütern gesegnet, entgegengetreten - sie DieMgedes SenZrflärenM^ würde sich mit Abscheu von ihm gewandt haben. Jetzt, ver-

»Sie ist - nicht weit - von hier?" murmelt er.O, W Quf $c 9an?ed 3JZit'

s^-^se^ "habe^gehungert"- Äd^edürsiet^ ^näck -b ^m ersten Mal seit ihrem Hochzeitstage regt sich in

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SchMrkidenden. * Geralds Augen auf dem Und als? ihr saAe?Bttck "mVgnÄ 'besäR dieser"^°Hab?Sie°- ÄmBeninfeit*? W' ^^1 Einen Augenblick rührt'er sich nicht. Alles Leben scheint

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6rt6f roa8 glauben Sie? Wird sie - kommen? Sie er seine Arme aus.

yap! mrcy | Zola! . . . Lola!"

fiaufe @ie @ie blühen sich in Lolas eigenem j Wie ein Jubelruf springt er von den bleichen Lippen.

' M _« Doch die namlose Erregung ist zu viel für den schwachen

$a, 8*«»« in dl- ,u« Ät KÄÄt *

SWSit- «- -- d-n 6a% L ÄÄfcf sVltat Re i6ti ®eMtröetroUn eten ""Ersucht hat, macht er ein bedenkliches So - den sterbenden Blick fest auf das Weib gerichtet, & A^ht fest: Vom Men gefallen ist der Herr da Tode glückselig lächelnd.

mcht. Ich mag mich in kein Geheimniß drängen, aber" I Scfilaf wobl!" saat Lala leise ifire

Ä »e«. S-.N M. I ** *»-*

Wt nur noch nach Stunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er noch einmal zum Bewußtsein kommen das letzte Aufflackern des Lebenslichtes. Dann ist es vorbei."

So lassen Sie das Geheimniß mit ihm sterben, Herr

Doctor!"

®er ber solch' unaussprechliches Leid über zwei | Gerald ftagge?betroffen erregt

Menschen gebracht, liegt auf einem schnell hergerichteten Lager |Ganz sicher." ' 9 '

man tör ben Samt ben ft8 erfiftunt ^wesen, als | nute Verzögerung könnte ^u1pät?ein?° Gch'?°^

man ihr den Mann, den sie nach Dem, was er gethan, aus |Und wird sie kommen, Mutter?" y

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Thür zu weisen. I L