- 847! -
Gemeinnütziges
Der alte Arzt nickt. Er, der Zeuge so vieler Geheim» Leset nicht im Bett. In vielen Häusern herrscht mne, der unfreiwillige Mitwisser so manches in Fieberphan- I bei Erwachsenen und auch bei Kindern die Unart, des Abends miten ausgeplauderten Verbrechens — er trägt kein Ver» I im Bette zu lesen. Will der Schlaf nicht kommen und steht Egen darnach, den Schleier eines neuen Geheimnisses oder I die Erfahrung fest, daß er sich durch Lesen einstellt, so ist erbrechens zu lüften. I diese Gewohnheit zu entschuldigen, obwohl auch dann nicht
„Es ist nichts mehr zu machen," sagt er, sich zur Thür I räthlich. Wenn aber frische, junge Mädchen oder Knaben, wendend. „Ich komme heute Abend wieder, um den Tobten- I welche sich nur hinzulegen haben, um alsbald zu schnarchen, auszustellen." I mit dem Buch in der Hand das Bett besteigen, weil das Buch
Brechers und" mr^den^Nächste^in chm" scheiden wi"ben Mp-A@l3lon na$ wenigen Minuten tritt er wieder ein. Lola, müssen," hatte sie sanft gesagt und für ihn ihr Boudoir zu- Stelle?Sie M ?o * bafi Ä Bttck auf »a. $ Ä* $ann über*w ble * « bald SS? ST
Der Schwerleibende ächzt und stöhnt. Sein unruhig * fein Bewußtsein nur eine Se-
Lede? zu d^Thü? b" * bet §8aroaitt unb Und Lola thut, wie ihr geheißen.
c>etzt öffnet fi<5 dieselbe nnh ßterAth »x« I , Ein unendliches Mitleiden ergreift sie. Der Mann da
Die Augen des Kranken bs2e? 2 ^u"'nerar»been ben eingesunkenen Augen, den fahlen Wangen, den tiefen Den Oberkörper mit größter Anstrengung eil? wenig ^empor- SS™”!™*?? 3Bu{nbtn auL?n no$, immer edelgeformten bebend feu(fit er • Missen Kie n» in n,F. | Stirn gleicht 10 wenig dem „Fürsten Orlowskv", dem glän- meine - Kau ?" " ” “ “ ifl' So[tt ~ Mden Cavalier, um dessen Gunst sich noch vor w^nig Jahren
Sie ift nilfit weit nun die ganze Londoner Damenwelt bemühte. Wäre er ihr ge-
„Haben Sie irgend einm besonderen WuniL?" etn^' I fu”b' mit Glücksgütern gesegnet, entgegengetreten - sie DieMgedes SenZrflärenM^ würde sich mit Abscheu von ihm gewandt haben. Jetzt, ver-
»Sie ist - nicht weit - von hier?" murmelt er. „O, W Quf $c 9an?ed 3JZit'
s^-^se^ "habe^gehungert"- Äd^edürsiet^ ^näck -b ^m ersten Mal seit ihrem Hochzeitstage regt sich in
X ÄS’* *** *Ri " Br W5®
SchMrkidenden. * Geralds Augen auf dem “ Und als? ihr saAe?Bttck "mVgnÄ 'besäR dieser"^°Hab?Sie°- ÄmBeninfeit*? W‘' ^“^1 Einen Augenblick rührt'er sich nicht. Alles Leben scheint
,w wmb m»,ÄL'LS
6rt6f “ roa8 glauben Sie? Wird sie - kommen? Sie er seine Arme aus.
yap! mrcy — | Zola! . . . Lola!"
fiaufe @ie @ie blühen sich in Lolas eigenem j Wie ein Jubelruf springt er von den bleichen Lippen.
' M _« Doch die namlose Erregung ist zu viel für den schwachen
$a, 8*«»« in dl- ,u« Ät KÄÄt *
’SWSit- «- -- d-n 6a„% L ÄÄ’fcf“ sVltat Re i6ti ®eMtröetroUn eten ""Ersucht hat, macht er ein bedenkliches So - den sterbenden Blick fest auf das Weib gerichtet, & A^ht fest: Vom Men gefallen ist der Herr da Tode glückselig lächelnd.
mcht. Ich mag mich in kein Geheimniß drängen, aber —" I Scfilaf wobl!" saat Lala leise ifire „„
Ä »e«. S-.N M. I *• •* *•» •- ■*
Wt nur noch nach Stunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er noch einmal zum Bewußtsein kommen — das letzte Aufflackern des Lebenslichtes. Dann ist es vorbei."
„So lassen Sie das Geheimniß mit ihm sterben, Herr
Doctor!"
®er ber solch' unaussprechliches Leid über zwei | Gerald ftagge?betroffen erregt
Menschen gebracht, liegt auf einem schnell hergerichteten Lager | „Ganz sicher." ' 9 '
man tör ben Samt ben ft8 erfiftunt ^wesen, als | nute Verzögerung könnte ^u1pät?ein?° Gch'?°^
man ihr den Mann, den sie nach Dem, was er gethan, aus | „Und wird sie kommen, Mutter?" y
£ »W. Är?» ä •* * « -
Thür zu weisen. I L


