86
mein Glück sehen!" rief nun Joseph. Der Prinz winkte und I anbringen. Alle setzten sich dann nieder zum Frühstück. Loni schon flog der Wagen davon, um Josephs Mutter zu holen- stimmte den Vater äußerst heiter durch ihren Bericht; Brom, Nun trat «ine Maad vor tnirte rücbtia und besann ’ I thkilte sie mit, sei NUN vollständig wohlauf, daß fle, Lom, jetzt Mn trat eine Magd vor, Mixte züchtig unv vegann. Haurwirthschaft wieder vorstehen könne; da« Vieh sei ge- zZ'eht «m mit Gott m Euer Haus, I tuttk jjie Nahrung reichlich vorhanden. So.wurde auch der
NnWnndS°rgkun7h°l°e fern, Rosenbauer mittheilsam. Er sprach Über den Bau und ent.
Was Ihr da drinnen seht nicht gern!" wickelte seiner Frau den Plan, nach welchem da« neue Han«
Sieranf bringt« M der Sroikn-chl in b-n Sorbergrunb |J“ “J* ®te“' "* bem Su-bamente be. alten -rricht-t unb sprach die Worte: I roei g^i« Frau Elisabeth jetzt einen Blick durch da« Fenster
„Der neue Herr sei uns willkommen; I roQrf verfärbte sie sich ; sah ste doch die wohlbekannte Gestalt
Zu seinem Nutz und seinem Frommen be6 Hochzeiter« sich dem Nothbau nähern. Leise stieß ste den
Geb Gott ^ihm h?°r nur frohe Zeit!" Bauern^an, dann fragte sie schüchtern: „Was mag der nur
Der Prinz schien in Joseph« Seele zu lesen, denn er raotIenLnen Antrag stellen!" antwortete Vater Martin kalt« flüsterte diesem iu: «Jetzt kommt der zweite Act und will« I { » Wa« sonst? — Kommt aber zu sehr verkehrter Zeit, Gott, so erhalten Sie die Lom noch heute. - Waitsch," - b '
so war der Name de« Leibjägers, — „ist der Hochzeiter da? I Inzwischen trat der Bote ein. Martin Straffer hieß ihn ftagte dann noch der Prinz. niedersitzen und nöthigte zum Zulangen, was Jener sich denn
„Er ist im Hause, Königliche Hoheit! , . nicht zweimal sagen ließ. Als das Frühstück beendigt,
Der Prinz verschwand, der LeibKger aber meinte ver. I de« Orts der Hausherr sein Gesinde zu-
traulich zu Joseph: „Neulich beneideten Sie mich, Herr Nopp, s^en zu welchem sich auch die Arbeiter drängten; der Hoch, beute beneibe Ich Sie, solch *M lammt n«t an Unferemenl- = ?Ä”e® 4 unb begann leinen Spruch:
Des Leibjägers weitere Herzensergießungen wurden ab. ieiter IttU,p6U= 1 ** \ 1 . *
geschnitten durch das Erscheinen der bekannten Figur des Hoch. S*T» rotow “müfiTet 31 gern?
zeiters int Frack und hohen Hut, überall geschmückt mit langen, I ®af f$n i^ mir wohl denken
bunten Seidenbändern. Er kam mit dem Prinzen aus dem I und soll mich auch nicht kränken.
Hause und ging direct nach dem Rosenhofe. I So hört, was ich zu sagen hab',
, 6em“#e bet jääss
” ÄÄ tl5: ^TrnLle, Königliche «eil, JÄÄ W * -■
mein Mütterle muß erst herbei!" I Ob er m's Haus mt freien kann.
Der Prinz nickte zustimmend und wie« darauf hin. daß Sein Grundstück, das ist schuldenlos,
sein Wagen lorigelahrm wtae, umbie Steffin in Wem W»ch -<
Dann traten die Herren in das Haus des Dornhofs, das I Das Anseh'n und die Jahr' zum Frei'n.
hübsch restaurirt war. Dort nahm Joseph die Glückwünsche I ($U’r Töchterlein hat ihn entzückt,
des Pfarrers, des Notars und des Intendanten des Prinzen, I Seitdem er sie zuerst erblickt,
die hier versammelt waren, entgegen. Ihm war dabei noch Darum lenkt sich sein ganzer Sinn
immer in Sinne, als fri bas Wies nur ein toaum er to äÖfSÄ qm,
die Personen wie durch einen Flor, bis der Wagen wieder I @u-r Kind sei ihm auch wieder gut,
vorfuhr und sein Mütterchen brachte. Joseph flog ihr durch I So daß die Ehe, hier geplant,
die Reihen des Gesindes entgegen und erzählte der alten Frau I Schon Jedermann als glücklich ahnt,
in fliegender Hast all' sein Glück. Der Pfarrer aber meinte: W^bier z?La§sit der Brluch^'
„Wer seine Eltern so ehrt, dein muß es hier auf Erden schon I Dämlich meinen guten Herrn
wohlergehen!" I Gleich hole, denn er ist nicht fern,
Inzwischen stärkten sich die Herren durch ein Glas Wein, I Daß er die Sach' selbst führen kann
das man auf das Wohl der neuen Gutsherrn trank. Dem 1 und bring' fein Werbesprüchlein an!
Gesinde aber war vorsorglich schon Bier zur Verfügung ge. I ^uttose Stille herrschte im Kreise. Loni war etwa« blaß stellt worden. I geworden, Martin Straffer aber fragte: „Hat der Dornbauer
» I seinen Sinn geändert? Will er nicht nach Amerika?"
Martin Straffer war heute schon früh auf. Mißmuthig I „Er denkt nicht daran!" versicherte der Hochzeiter.
sagte er seinen Leuten guten Morgen und mißmuthig fragte I „Er will also wieder freien? — Er thut Recht daran;
er nach Toni; dann ging er hinaus, um die Arbeiter zu con« I die Lebendigen zu den Lebendigen, die Tobten zu den Todten! trolliren, denn die Aufräumungsarbeiten nach dem Brand waren I Wenn meine Tochter ihn heirathen will, so habe tch nix da- im Gange. I gegen! Wie ist'«, Loni?"
Es war etwa neun Uhr. Als sich darauf der Rosen. I „Ich will ihn, Vater!" erklärte das junge Mädchen mit
bauer im Rosenhofe zum Frühstück niedersetzte, kam Loni mit I zitternden Lippen und ein flüchtiges Roth färbte ihre Wangen,
einem Strauß Alpenblumen. I Martin Straffer horchte mißtrauisch hoch auf; fast sah es
„Grüß Gott, Vater; ich gratulir' auch schön zu Demem I ftu8 at6 ob er eine andere Antwort erwartet.
Geburtstage," sagte das junge Mädchen herzlich. „Möge I ~ HM es gehört, daß meine Tochter den Freier an.
Dein fernere« Leben noch gesegneter und freudenreicher sein, I sandte sich der Bauer nun an den Hochzeiter, wo» al« da« bisherige!" I rauf dieser erwiderte: „So hole ich meinen Auftraggeber
„Hab' Dank, mein Mädel," entgegnete der Bauer weich, M,« '
„ich hatte ganz vergeffen, daß heute der Tag ist! — Denkst I ^ch einer halben Stunde kam dann des Prinzen Wagen Du auch noch an den Joseph?" vorgefahren, in der Prinz Adalbert, Joseph, Mutter Ropp,
„Ja, Vater; denken thu ich schon noch an ihn, aber zürn I bgr -M^dant, der Notar und der Pfarrer saßen. Vor dem Manne nehme ich doch nur Den, den Du mir mit »einem l H^nhof hielt der Wagen; Alle stiegen an» und kamen in den JUfl e SRu? uS das Eis um be« Rosenbauers Herz gebrochen I »Keine Cornödie, Bauer," eMgegnete ernsthast der Prmz. war, konnten auch Frau Elisabeth und Toni ihren Glückwunsch I „Joseph Ropp ist der wirkliche Besitzer des Dornhofes. JY


