Ausgabe 
20.9.1894
 
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Diesen gefahrvollen Zeitpunkt werden wir mit den Argentiniern nicht abwarten, sondern sie vorher in kleinen Posten losschlagen," antwortete Pohlmann.Es ist dies nicht schwer, da zu Anfang immer auch mehrere größere Bankinstitute ein Jutereffe daran haben, daß die neue Anleihe nicht plötzlich ist. Die Capitalistsn und Börsenleute dürfen eben nicht kopf­scheu gemacht werden."

wollen uns also an der Vergebung der argentini­schen Anleihe betheiligen?" frug Hilleffen.

»Ja, ich denke, wir übernehmen für sechsmalhunderttausend Mark von diesen Papieren, da ist eine schöne Summe zu ver­dienen, wenn wir dieselben in zwei bis drei Monaten an den Mann bringen."

Gut," sagte Hilleffen und schrieb eifrig eine entsprechende Nota in sein Notizbuch.Der Einsatz und das Ntsico sind dabei ja auch nicht so sehr groß, denn da unten in Süd- amerika bricht so leicht kein Krieg aus und diese Staaten haben durch die Einwanderung und die noch zu vergebenden Ländereien immerhin eine große Zukunft. Bemerken wollte ich übrigens noch, daß ich bei dem Speculationsgeschäfte in russischen Papieren und Eisenbahnactien ein Engagement von einer Million Mark übernehmen will."

Betroffen blickte Pohlmann auf und sagte dann schüchtern: Der Betrag ist aber doch sehr hoch, lieber Hilleffen, ich glaube, ein Engagement in der Hälfte des Betrages würde sich auch noch sehr lohnen, auch muß mit dem Umstande ge- rechnet werden, daß unsere Baarmittel doch begrenzt sind, falls wir bei einem Fehlschlage die Folgen des Risicos tragen müßten."

Aber mein bester Herr Pohlmann, wenn wir nichts Großes wagen, können wir auch nichts Großes gewinnen. Auch sind wir ja förmlich darauf angewiesen, durch Specula- tionen die Bank wieder in bessere Verhältnisse zu bringen oder wir müssen schleunigst die Actionäre zu einer außerordentlichen Generalversammlung durch den Aufsichtsrath einberufen lassen und die Auflösung der alt berühmten Central-Commerzbank beantragen."

(Fortsetzung.)

,. ber Bankdirector in's Haus zurückgekehrt war und die Mittagsstunde nahte, da ließ sich bei ihm euch sein ebenso gefürchteter als geschätzter Mitarbeiter, der Bankdirector Hilleffen, melden und derselbe wurde zu seiner größten Ge- nugthuung diesmal in das Zimmer des gestern noch schwer erkrankten College» gelaffen und fand denselben zu seinem freu- eigen Erstaunen so gut wie gesund.

Meinen herzlichen Glückwunsch zur Genesung, lieber Herr Pohlmann,' rief Hilleffen vor Freude strahlend aus, denn f»rJaVVetS Bankdirector an den Augen an, daß seine Sache nicht schlecht stand.

danke Ihnen, mein lieber Hilleffen," rief Pohlmann freudig und reichte dem College» die Hand hin.Es ist sehr ®ie persönlich nach meinem Befinden aÄS T ^^klich gestern gefährlich von meinem alte» Nervenleiden befallen, doch während der Nacht trat be- SiiÄS' eln mb ie '* **mii8

. »Dies höre ich besonders gern, denn ich brauche ja Ihren n ahrenen Rath in der Leitung der Bankgeschäfte. Glauben «te, daß es für uns von Vortheil ist, wenn wir uns an der Emission der argentinischen Eisenbahn-Anleihe betheiligen? ÄS Ehr dafür, daß wir glatte, absehbare Speculations- ES und was ich in dieser Hinsicht in russischen runb Eisenbahn-Actien aller Länder vorbereite, ist eine sehr fein ausgedachte Speculation."

«Ich gebe Ihnen in dieser Hinsicht durchaus Vollmacht, tVSnem Ermessen vorzugehen," entgegnete Pohlmann, miÄ?S^Eann ich in dieser Hinsicht schon vertrauen und wir müffen für die Central-Commerzbank viel verdienen, sehr SS etletb Diese Nothwendigkeit nöthigt mich auch, das Geschäft mit der argentinischen Eisenbahn-Anleihe nicht so ganz ru weisen, denn an solchen ausländischen An- ist oft ein Heidengeld zu verdienen. Die Bedingungen >ur die Uebernahme der Anleihe sind doch auch sehr günstig." n, r, »Allerdings," meinte Hilleffen,aber wir müssen in aus- hLka A^ise dann auch dafür sorgen, daß wir die argen-

Spiere los werden, denn spätestens drei Monate »n? t P Auflegen der Anleihe sinken die Argentinier sicher guuz bedeutend, nnh ttlf.t hrtntt ttnA ntof» hiofor ßa. I

In den Fesseln der Schuld

' Criminal-Novelle von C. Stur m.

Pohlmann erbleichte bei dem Gedanken an diese für ihn so schreckliche Möglichkeit und sagte:Ich gebe Ihnen also Vollmacht, die Speculationen so zu betreiben, wie Sie es für gut finden. Es wird aber doch nöthig sein, daß wir uns noch nach weiteren baaren Geldmitteln für die Bank umsehen. Ich nnm i--d z werde sehen, ob ich nicht noch eine baare Einlage aus meinem

9 bedeutend, und wer dann noch viele dieser Papiere be- Privatvermögen oder vielmehr aus demjenigen meiner Frau

1894.

Nr. 110

Itnttrboltungsbtatt jtint (Siebener Anzeigen (<8«n«val-Anz«rg«r)

Donnerstag, dm 20. September.