GeineinnÄtzig-s
Siebenbürger Kraut. Drei bi» vier Krauthäupter man in je LDHelle, wäscht ein Stück Rindfleisch und ein Stück Schweinefleisch, salzt beides und gibt es mit dem unb Ja?em in einem Topf zum Feuer. In Scheiben geschnittener Speck wird mit ganzem Pfeffer zu dein Kraute gethan, worauf man Alles gar kochen läßt, rrwei bis drei Kochlöffel Mehl, etwas Essig und sauren Rahm quirlt man gut untereinander und gibt es zu dem Kraut, läßt es aufkochen und richtet es, mit saurem Rahm begoffen, an.
Milchuudelu mit Apfelbrei. Ein Nudelteig wird aus einem Pfund Mehl, vier Eiern und einem Stückchen Butter gemacht, aus den dünngewellten Flecken feine Nudeln geschnitten, in 1-1% Liter kochender Milch gekocht, Salz Zucker und Zimmt dazu gegeben, ziemlich dick eingekocht und zu Apfelbrei gegeben.
Schweizer Honig-Blättli. Man bäckt aus mürbem Teig eine fingerdicke Platte entweder auf einem Torten- oder Mehlspeisblech. Wenn das Gebäck kalt geworden ist, wird es mit Honig bestrichen und mit geriebenem Brode oder feingehackten Mandeln bestreut.
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Weisen i" Gewächshäusern dulden.! e Kmeisen im Winter der Wärme nach in ° . Gewächshäuser. Solche schaden dadurch, daß sie die Läuse I
Das erste Mittagessen. Junger Ehemann: „Aber sage mir doch, mein Herzchen, was hat denn dieser Rostbraten ^nen eigenthümlichen Geruch?" - Junge Frau (ängstlich): „Das begreif' ich wirklich nicht, ich habe doch selbst die Zwiebeln, um ihnen den widerwärtigen Geruch zu nehmen, mit Kölnischem Waffer abgebrüht!"
Verfehlte Warnung. Tante: „So geht nur ein Stündchen hinein zu Müllers in den Garten! -Wißt Ihr aber, daß brave Kinder keine Blumen und Beeren in fremden Gärten abpflücken dürfen?" — Kinder: „Ja, Tante — aber wir sind keine braven Kinder!"
eultiviren und auf andere Pflanzen übertragen; man vertilge sie daher schonungslos mit allen Mitteln.
Ein kleiner Unterschied. A.: „Du siehst ja so zerhauen aus?" — B.: „Ja, meine Frau hat mich gestern mit Blumen beworfen!" — A.: „Davon kannst Du doch nicht so aussehen? — B.: „Ja, der Topf war aber auch dabei."
Ausdruck der Bewunderung. „Jesses, Gretl, muffest Du aber schön sein, wann'» Dich einmal ordentlich waschen thät'st!"
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Mutter: „Lieschen, Du mußt jetzt zu Bett gehen; schau', die Sterne stehen schon am Himmel!" — Lieschen (nachdem Sender hinausgeschaut): „Aber Mama, wegen dem Einen t
Schmuckfedern schwarz zu färben. Man reinige ,
die Federn wie gewöhnlich, beize sie etliche Stunden in gutem « . ^Schaden durch Schneedruck,
holzsauren Eisen von 5 bis 6 Grad kalt und trockne sie dann. N Schneefall, namentlich wenn d e Flocken dick und naß Nun löse man etwas Kuhmist in heißem Waffer und seihe e» herabfallen, müssen die Bäume, zumal die (Koniferen, abgeschüt- durch. In dieses Bad legt man die Federn bei 60 Grad ^lt werden. Sonst kann durch Schneedruck großer Schaden 10 Minuten ein, nehme sie heraus, passtre sie durch laues * verübt werden.
Wasser und färbe sie aus wie gewöhnlich. Besser noch werden die Federn, wenn man etwas weniger Blauholz zum Ausfärben nimmt und nach einigen Stunden dem Bade etwas holzsaures ®ijen Metzt. Man gibt dann noch ein zweites schwaches Blauholzbad, welchem sehr wenig weiße Seife zugesetzt worden ist. Das fuchsige Schwarz, das man häufig an gefärbten Federn trifft, rührt von der Anwendung eines salpetersauren Eisens her, welches noch zu viel freie Salpetersäure enthält.
w Rindfleisch. Uebrig gebliebenes Rind- ! Schlau. „Wie kam es denn eigentlich, meine liebe
fleisch wird in Scheiben geschnitten, mit Salz und Pfeffer ge- Marianne, daß Du gestern Abend in der Gesellschaft über WÄ1M auf beiden Seiten hübsch gelb gebräunt. Ge- Zahnschmerzen klagtest, Deine Zähne sind ja bereits —" - wohnlich gibt man Kartoffelsalat dazu. „Still, still, lieber Albert, ich that das nur, damit alle Welt
* • * I glauben soll, ich habe keine falschen Zähne."
E,.,^H^^?^schbrüh-. Schneide ein Huhn in kleine * * •
SmÄV5 in eine irdene Schüssel, füge ein Quart Er hat nicht unrecht. „Also auch Du meinst, daß Decke ff «?ber Enkochenden Kessel. Freunde in der Roth selten sind?" — „Mensch, glaube dar
Sl tQR.e,68 mehrere Stunden dämpfen, bi» doch nicht! Ich kann Dir versichern, daß gerade das Geaen- brühe ab rurd lasse sie über 9kaöbt üeüen j. q« I , ich ein paar neue Freunderer-
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In die Schüssel, in welcher die Fleischbrühe bereitet wurde' „ r L *
thue eine Drittel-Theetasse voll Reis in einer Theetasse voll I ü.^^e Krnder. Elschen: „Mama, ist Fritzchen kaltem Wasser und dämpfe wie zuvor, bis der Reis weiöb ist I eigentlich eine gute Partie? Denk Dir nur, als wir dann gieße in die Fleischbrühe und dämpfe eine Stunde oder ^stern Papa und Mama spielten, fragte er mich, ob ich kochen . zwei länger. I könnte!"
Fataler Nachsatz. „Warum flennst Du denn schon wieder?" — „Der Hausherr hat mir eine Ohrfeig' gegeben und gesagt, ich wär' 'n dummer Kerl und ..." — „Das bist Du auch! Was hat er denn noch gesagt?" — „Der Apfel
«m Hais-»?.»»«- w-i» »u ,.»««, M« mm ge. I * roelt Stamms-»-!" wöhnlich Soda zu. Die Speise erhält jedoch dadurch einen •
faden Geschmack. Besser empfiehlt sich die Anwendung von 3n der musikalischen Matinee. Lieutenant: Zucker. Wenn den Speisen ein wenig Zucker zugesetzt wird, "3$ kann das nicht genau unterscheiden: ist das Allegro oder und dieselben wie gewöhnlich gesalzen werden, so kochen sich Allegretto?" — Dame: „Ich kann leider auch nicht so weit dieselben weich und nehmen einen vorzüglichen Geschmack an. I sehen!"
Redactton: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei(Fr. Chr?Pietsch) in Gießen.


