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und Juni; für noch späteren Flor, von Juli bis September, kann noch im April oder Mai gelegt werden. Ein wenig Salz unter die Erde gestreut, bietet Schutz gegen den Mehlthau-
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Ein trefflicher Dunggutz für Topf- und Gemüsepflanzen. Man fülle ein Faß bis zu V3 seiner Höhe mit Schasmist oder Streu und Hornspähnen und dann voll mit Wasser. Oester umgerührt ist die Mischung in 14 Tagen brauchbar und so wirksam wie kein anderes Düngmittel.
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Abschneider, der verblühten Blumen. Eine einzige Blume, der man erlaubt, zu reifen oder Samen anzusetzen, erschöpft die Kraft der Pflanzen eher, als es ein Dutzend neuer Knospen Lhut. Schneidet daher so viel als möglich die Blumen ab, ehe sie zu welken beginnen; Ihr werdet dann bald finden, daß sich Eure Blumen mehren, je mehr Ihr davon abschneidet.
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Viktoria - Rhabarber - Staude. Der allererste Rang unter sämmtlichen cultivirten Garten- und Ziergewächsen gebührt der Victoria-Rhabarber-Staude, und es' gibt wohl keine zweite Pflanze, die mit so hervorragend glänzenden Eigenschaften ausgestattet ist. Als Nahrungs- und Delicateß- pflanze liefern die Blattstiele ein herrliches Compot. Für Kuchenbäckerei ersetzen sie die feinsten Obstsorten. Als Zier- und Solitär-Pflanze auf Rasenflächen, Beeten rc. bildet die Victoria-Rhabarber-Staude eine brillante Decoration. Als Markt- und Erwerbspflanze sichert die Victoria - Rhabarber- Staude den allerhöchsten Ertrag, weil sie das erste Gemüse liefert und einen bedeutend größeren Gewinn abwirst als die beste Spargelanlage.
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Neber die Ertragsfähigkeit verfchiedener Hühnerraffen gibt folgende Zusammenstellung interessante Aufschlüsse. Weiße Brahmas und rebhuhnfarbige Cochins liefern 7 Eier auf 1 Pfund und 100 Eier pro Jahr; dunkle Brahmas 8 per Pfd. und 70 pro Jahr; schwarze, weiße und gelbe Cochins 8 per Pfd. und 100 pro Jahr; Houdans 8 und 150; La Flüche 7 und 150; schwarze Spanier 7 und 150; Italiener 9 und 150bis200; Hamburger 9 und 175; Polen 9 und 150; Bantams 16 und 60; Enten 5 bis 6 und 30 bis 60; Gänse 4 und 20; Perlhühner 11 per Pfd- und 60 pro Jahr-
Vermischtes.
Die Ausstattung unserer künftigen Großherzogin. Zur Ergänzung unserer Mittheilung über bte Ausstattung unserer künftigen Großherzogin bringen wir noch folgende Einzelheiten, welche namentlich unsere Damenwelt interessiren dürften. Die Ausstattung ist von der in London ansässigen Schneiderin Frau Magnier angefertigt worden. Dar Hochzeitskleid ist dicke, reiche weiße Seide mit einem gelblichen Elfenbeinschimmer, vorn mit Perlenstickerei: Orangen- blüthen. Dazu gehört eine lange Schleppe, ein Schleier aus Spitzen und ein Orangenblüthenkranz. Da« Reisekleid ist aus blaugrauer Vigogne, mit Rosenmotiven bestickt. Das Kostüm, in welchem die junge Großherzogin in Darmstadt eintreffen wird, ist aus terracottafarbigem Tuch, mit einer Schmetterlingsstickerei aus schwarzer, blauer und goldfarbener Seide. Neben diesen insonderheit für die Ceremonie bestimmten Kleidern ist natürlich noch eine ganze Anzahl andere geliefert worden, Kleider aus allen Stoffen und zu allen möglichen Bestimmungen, Hauskleider, Promenadentoiletten, Kleider für Tbeegesellfchaften, Gartenvergnügen und Sportgelegenheiten, Gesellschastsroben, Staatsroben und so fort. Ein Wunder an Kostbarkeit, kunstvoller Arbeit und Geschmack
ist die Hoftoilette, welche die Großherzogin bei ihrem ersten feierlichen Empfang (Drawin-Room) in Darmstadt am 21. April tragen wird. Der Stoff ist aus Rußland verschrieben worden: Silberseidenzwirn mit Einsatzzeichnungen in Silberbrokat. Dazu kommt eine reiche schneeweiße Straußenfedergarnitur. Die Wäsche ist durchweg aus feinstem Battist- leinen, mit echten Spitzen gesäumt und mit den Monogrammen V. M. bestickt, welches von der herzoglichen Krone überragt wird. Unterröcke aus Seide und aus den feinsten Wollstoffen, zum Theil mit eingestickten Randmustern, zum Theil mit Spitzenbesatz; Taschentücher, theils mit Spitzen umgeben, theils mit farbigen Rändern; Strümpfe aus Seidenzwirn, farbig, in den Mustern zu den Stickereien und Verzierungen der Unterröcke und Kleider passend — alles in Hülle und Fülle vorhanden, man fagt zwölf Dutzend Paar Strümpfe, zwölf Dutzend Taschentücher rc. Die Schuhe und Stiefel sind ebenfalls in London gearbeitet, von Gundry u. Sons. Die Hochzeitsschuhe sind aus weißem Lackleder mit Silberstickerei und Perlenbesatz; die Reiseschuhe aus goldbronzefarbigem Lackleder. Im Ganzen sind es zweiundfünszig Paar, darunter eines aus weißer Seide mit Gold- und Silberstickerei, eines — „Ach wie süß!", rief eine Dame, die die fürstliche Ausstattung sah — aus moosgrünem Lackleder mit blauer Seidenstickerei. Zu jeder Toilette gehören die entsprechenden Schuhe. Für Spaziergänge ist ein Dutzend Paar Schnürschuhe da, vom hellsten Gelb bis zum tiefsten Braun. Die Reitstiefel sind aus feinstem Kalbleder, die Schlafzimmerpantoffel theils aus braunem Seehundledcr mit blauer Seide gefüttert und mit blauen Quasten, theils aus schwarzem Lackleder. Alle Schuhe und Stiefel ohne Ausnahme haben ganz niedrige Absätze, nicht einen Zoll hoch und sind vorn sanft abgerundet. Daß in Mänteln, Hüten, Handschuhen, Reisekoffern, Handtaschen rc. auch ein wahrer embarras de richesse vorhanden ist, bedarf kaum der Erwähnung. Kurzum, die ganze Ausstattung ist ebenso reich, als geschmackvoll.
Quellenforschung. Arzt: „Von jetzt ab erlaube ich Ihnen, stark mit Wasser vermischten Wein zu trinken." — Patient: „Ja welcher Weinhandlung würde ich den wohl am besten bekommen?"
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Osteologisches Mißverständniß. Auguste: „Na, Rieke! Bei so en Doktor Dienstmädchen zu sind, bet iS gar zu schrecklich I Denke Dir, jeben Morgen hat er seine Knochen in dem ganzen Zimmer 'rum liegen." -- Rieke: „Herrjeses! Nimmt sich denn der Mann bet Abends ganz ausenander?" ♦ •
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Ad absurdum. A.: „Haben Sie die Vorlesung des Professors H.: „Die Influenza ist nur Einbildung" mit angehört?" — B.: „Nein, er hat die Vorlesung ja gar nicht gehalten!" — A.: „Warum denn nicht?" — B.: „Er liegt an der Influenza zu Bette!"
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Ein Musikfreund. Bei der Soiree des Commerzien- raths Preßburger ersucht der Gastgeber den Opernsänger Schreier, ein bestimmtes Lied vorzutragen. — „Wünschen es der Herr Commerzienrath in A-molI oder in C-molI zu hören?" — „Bitte, singen Sie erst aa Mol; wenn'S so gefällt, können Sie es ja immer noch zeh Mol singen!"
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Enthaltsam. Kammerherr: „Frau Baronin, sind Sie morgen bei der Beerdigung des Grafen Strokowitz?" — Baronin: „Nein, wir machen diesen Winter nichts mit!"
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Bestrafte Bonhomie. Vertheidiger (zum Angeklagten): „Was meinen Sie, habe ich nicht für Sie gesprochen, als ob Sie mein eigener Sohn wären?" — Angeklagter: „Ist das auch so'n Lump?"
Rcdaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.


