das Reiseproiect ganz ausgezeichnet zu Carolas dringendem Wunsche, erst nach einem Jchre in eine Verheirathung mit Hilleffen willigen zu wollen.
So verzogen sich denn wieder die finsteren Wolken, die ein schweres Unheil auf Pohlmanns Haupt zu entladen drohten und er wurde in seinem Gemüthe wieder ruhiger.
(Fortsetzung folgt.)
GeinernnNtziges.
Gute Berwerthrmg unreifer Aepfel. Für Obst» gartenbesttzer ist es oft sehr ärgerlich, wenn eine große Menge Aepfel unreif abfallen. Es sei daher darauf aufmerksam gemacht, daß bei der Zubereitung des sehr beliebten und sehr haltbaren Apfelgelees gerade die bei der Apfelgeleebereitung unreifen Aepfel eine weit größere Ausbeute geben als reife, das Fallobst läßt sich also auf diese Weise sehr gut verwerthen. Man wäscht die Aepfel gut, schneidet sie in 3 bis 4 Stücke, entfernt namentlich die wurmstichigen und faulen Stellen, schält sie aber nicht, weil gerade die Schale sehr viel zur Geleebildung beiträgt. Hierauf werden sie weich gekocht (etwa 2 Stunden) und dann 3 bis 4 Tage stehen gelasien. Man thut diese Masse dann in ein reines Leinentuch, welches man über einem größeren Gefäß aufhängt. Zunächst wird der Saft durch das eigene Gewicht herüusgepreßt, später kann man durch einiges Drücken nachhelfen. Der aufgefangene Saft wird durch langsames Kochen allmälig eingedickt, bis er ziemlich fest geworden ist, etwa wie Fleifchextract. Zucker kann man dabei je nach Geschmack zusetzen; sonstige Gewürze sind ziemlich überflüssig und vermindern nur den reinen aromatischen Geschmack. Man erhält etwa von 20 Liter Aepfel ein Liter feines Gelee. Dasselbe läßt sich im Haushalt, zu Brod, zu Mehlspeisen, sehr gut verwenden.
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Obstesstg für Haushaltungen. In einen großen steinernen Topf oder in ein Fäßchen wirst man die Abfälle des Obstes, sowie das Fallobst, worauf man kochendes Wasser soviel übergießt, daß es gerade darüber steht. Die nächsten Abfälle und das nächste Fallobst fügt man hinzu und gießt mehr Wasser auf, bis der Topf gefüllt ist. Bei warmem Wetter setzt man ihn, sorgfältig mit einem Tuche bedeckt, in die Sonne, bet kaltem Wetter in die Nähe eines Ofens oder Herdes. Weitere Zusätze sind nicht nothwendig. In 6 bis 8 Wochen ist das Wasser zu einem vortrefflichen, bernsteinfarbigen Essig geworden.
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Zur Kartoffelernte. Kaum werden die Blätter der Kartoffelbestände welk und gelb, so beginnen schon einzelne Landleute, die Knollen einzuernten. Sie wollen eben mit der Feldarbeit so rasch wie möglich fertig werden und diese Arbeit verrichten, wenn die Tage noch länger sind und keine starken Nachtfröste erwartet werden. Bei den frühen Kartoffelsorten mag die Frühaufnahme recht sein, aber nicht bei den späteren; | denn die Kartoffel, welche keine frühe Bestellung lieben, müssen Zeit zum Wachsen haben, um genügend und reichlich Knollen zu bilden. Bei einer zu kurzen Lebensdauer haben sie wohl Knollen gebildet, aber dieselben haben nicht den gehörigen Grad der Reife, sind wässerig, schwammig, die Zellhaut ist weich und sie sind gegen Fäulnißeinflüsse nicht genügend widerstandsfähig. Die Knollen haben, wenn ste in Mieten oder Kellern untergebracht werden, roeber ihren vollen Werth noch die genügende Haltbarkeit. Sie gehen zu leicht in Fäulniß über, oder werden im Innern „gläsern" oder seifenartig. Infolgedessen lassen sie sich schlecht kochen, sind wenig stärkehaltig und haben als Nahrungsmittel nicht den genügenden Werth. Als Handelswaare sind sie ebenfalls nicht zu empfehlen, weil sie durch Fäule int Winter große Verluste zeigen. Je länger
man die Kartoffeln (soweit natürlich die Witterung es gestattet) in der Erde läßt, desto rauher, trockener, also auch gesunder, mehliger und widerstandsfähiger gegen Fäulniß werden sie.
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Sind Goldlack und Winter-Levkoyen hübsch herangewachsen, so ist es Zeit, dieselben in Töpfe zu pflanzen. Zeigen sich bei letzteren lange dünne Knospen, so können wir auf einfache Blumen schließen, und diese werfen wir fort. Fünf Zoll weite Töpfe werden für die meisten Exemplare genügen, und ist bei den ballenlosen Levkoyen das vorherige Eintauchen der Wurzeln in Lehmbrei anzurathen. Tüchtiges Angießen und die Ausstellung im Schatten befördert schnell das Einwurzeln. Später stellen wir die Töpfe in die volle Sonne.
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Das billigste Reinigungsmittel für Thüren, Fensterrahmen, Fensterbretter und alle sonstigen Oelfarben- anstriche ist Quillayarindenwasser. Man hat bei der Verwendung desselben gar keine Seife nöthig, was um so vortheilhafter ist, da Seife stets den Oelanstrich angreift. Man reibt die Gegenstände einfach mit einem Flanell-Läppchen ab, spült mit reinem Wasser nach und trocknet dann gut mit einem sauberen Tuche nach. Auf 7 bis 8 Liter Wasser nimmt man für 20 Pfennig Quillayrrinde, thut sie in das kalte Wasser und läßt sie 24 Stunden ziehen. Die durchgeseihte Rinde kann von sparsamen Hausfrauen bei geringem Zusatz von frischer Rinde sehr gut noch einmal gebraucht werden.
Vermischtes.
Auch eine Frühlingsbetrachtung. „Ach Gott, letzt geht die dumm' Zeit wieder an! Sobald man sich nur a bisle z' lang int Wirthshaus aushält, ischt's glei wieder helliachter Tag!"
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Immer derselbe. Ein Täufling hat einen silbernen Becher als Pathengeschenk erhalten, welcher von den Taufgästen besichtigt wird. Der Onkel des Täuflings, Student, wird aufgefordert, den Becher zu taxiren. Nach kurzer Besichtigung desselben sagt er mit überraschender Bestimmtheit: „Ich taxire höchstens ein Zehntel Liter."
Vorsichtige Frage. Vater Veilchenthal, dem ein neuer Sprößling bescheert ist, fragt seinen fünfjährigen Sohn: „Nu? Wie gefällt Der denn Dein Brüderchen?" — Der junge Beilchenthal: „Müssen wer den behalten oder is es blos e Muster?"
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Erkannt: Arzt: „Woraus schließen Sie denn eigentlich, daß Ihre Frau krank sei?" - „Nun, mein Gott, seit drei Monaten hat sie jede Woche mindestens eine tiefe Ohnmacht!" — „Aber guter Freund, ich sehe sie ja auch schon ein Vierteljahr in einer und derselben Toilette!"
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Erklärlicher Muth. A.: „Sie, ich hab' dem Kerl die größten Grobheiten gesagt, obwohl er zweimal so stark ist, als ich, hab' ich mich doch nicht genirt." — B.: „Und das hat er sich gefallen lassen?" — A.: „Nein! Aber wie er recht grob hat werden wollen, hab' ich da» Telephon eingehängt und bin weggegangen!"--
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Wohlmotivirt- Kunstfreund: „ Auf Ihrem Schlachtenbild tst Alles so verschwommen; man kann gar nichts unterscheiden!" — Maler: „Die Schlacht ist eben auch noch unentschieden!" —
Redaktion: A. Schehda. — Druck und Verlag der B'cühl'schm Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.
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