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die ganze Nacht davon!" fuhr Annie unbekümmert fort. Nächsten Samstag ist wieder Reunion, und wir gehen hin! Bitte, bitte ich will wieder tanzen!"

Die alte Dame schüttelte den Kopf.

Du darfst nicht Nein sagen, Mamachen!" schmeichelte die Kleine.Was willst Du auch anfangen, wenn ich auf meinem Willen bestehe?"

Du bist ein ganz verwöhntes, unnützes Ding rch muß die Zügel straffer halten!" flüsterte die Räthin mit einem ängstlichen Blick auf ihr Gegenüber.

(Fortsetzung folgt.)

Gemeinnütziges.

Einen angenehmen Obst- Schaumwein als Laustrunk bereitet man folgendermaßen: Ganz klarer Obst« wein wird in eine Champagnerflasche gefüllt, worauf man 5 Gramm doppelkohlensaures Natron und 4,2 Gramm Ct« tronensäure mit demselben vermischt, und zwar in der Weise, daß man, sobald jene beiden Stoffe in die Flasche geschüttet sind, letztere möglichst rasch verkorkt und den dicht eingetriebenen Kork mit Draht befestigt. Nach 6 Stunden schon ist dieser Champagner" reif und trinkbar. *

Mittel gegen Erdflöhe. Bestreuen der Pflanzen mit Kalk oder Schwefelstaub am Morgen nach dem Thau; Be­gießen mit Wermuthwaffer (eine Hand voll Wermuth in 70 Liter heißes Wasser geworfen und 12 Stunden darin belassen) oder mit Tabakaufguß (1 Kilo in 90 Liter Waffer); Aus- leqen von Hobelspähnen, die man in heißen Kohlentheer ge­taucht hat, zwischen die Pflanzen oder auch Durchziehen von Brettchen, die mit ähnlicher klebriger Maffe bestrichen und an denen Reiser zum Aufstöbern der Käfer angebracht sind. durch die Pflanzreihen. - Säet man zwischen den Pflanzen Garten- kreffe, die Lieblingsnahrung der Erdflöhe, so werden Me mehr verschont. Man mische zwischen den Rübsamen bei äufig den fünfzehnten Theil Hanfsamen und baue diesen vereint ein. Die Rübenpflanzen bleiben dadurch von den Erdflöhen ver­schont. Man mengt unter 1 Liter Sägemehl 30 Gramm Schwefelblüthe und bestreut die Felder, auf denen der Schätz- ling haust, so dünn, wie beim Aussäen von Samen; oder man nimmt gewöhnliche Sägespähne, beträufelt sie mit etwas Petroleum, rührt sie gut durcheinander, läßt sie einige Stunden liegen, worauf man die Spähne auf und zwischen den Pflanzen ausstreut. # ,

Perlhühner sollte sich* Jeder, der über einen Gras- und Gemüsegarten verfügt, aufziehen. Das Fleisch derselben ist außerordentlich wohlschmeckend, und die Eier gelten »Mich den Kibitzeiern, als Leckerbissen. Außerdem sind diese Thiere auch die besten Vertilger von Insekten aller Art, und deren Puppen, Würmern, Raupen, kleineren Schnecken rc. und scharren nicht. , .

Weber Fehlbrute«. Eier, die über drei Wochen alt find oder welche bezogen und, wie beiläufig erwähnt, un­terwegs viel gerüttelt wurden, liefern Fehlbruten. Der Land- mann achtet auf ersteres zu wenig unt'schadet sich dadurch selbst. Eine tüchtige Hausfrau sucht sich die Bruteier der besten Legerinnen aus uud bezeichnet sie mit dem Datum. Dann kann sie nicht irre gehen. *

Ziegenzucht. Die Hebnng der Ziegenzucht ist ent- schieden von großer wirthschaftlicher Bedeutung. Der Milch- ertrag guter Ziegen kann sich aus 700 Liter jährlich belaufen. Die Mtlchergiebigkeit guter Ziegen hält vom Wersen (März- April) bis in den December hinein, i« oft noch länger an.

Am besten gedeiht die Ziege, wenn man ihr Weidegang ge­währt ; da dies jedoch nicht überall möglich, oder rathsam ist, schon weil diese naschhaften Thiere viel Schaden anrichten können, kommt vielfach die Stallhaltung in Frage. Bei letz­terer sorge man für eine gute engsprossige Raufe und einen genügend breiten Trog, und gebe das Futter in kleinen Por- ionen. Man rechnet für eine Milchziege für sechs Winter­monate zusammen 6 bis 7 Ctr. gutes Dürrfutter. Als Bei- utter gibt man Kleientränke und geschnittene Rüben. Mei der Stallhaltung muß die Ziege täglich gestriegelt und gebürstet werden, überhaupt ist darauf zu sehen, daß sie ein trockene«, gutes Lager hat. Im vierten bis fünften Altersjahre steigt deren Nutzungsfähigkeit am höchsten und nimmt vom sechsten bis siebenten Jahre wieder ab. Ueber zehn Jahre alte Ziegen geben wenig Nutzen mehr und; müssen abgeschafft werden. Der häufig beobachtete widerliche Geschmack der Ziegenmilch kommt besonders bei dunkelfarbigen und gehörnten Thieren vor und füll auch nach starkem Laubsutter auftreten; sonst gleicht die Milch im Geschmack fast völlig der Kuhmilch, ist etwas fett« reicher und besonders geeignet als Kindernahrung, vor Allem auch deshalb, weil bei den Ziegen Tuberkulose nur äußerst selten vorkommt, die Thiere überhaupt bei einigermaßen sorg- samer Pflege sich einer unverwüstlichen Gesundheit erfreuen. Aus diesem Grunde schon hat die Ziegenzucht eine nicht gering anzuschlagende volkswirthschaftliche Bedeutnng. Außer der Milch ist aber auch noch das Fleisch und das Fell der Ziegen nutzbar. Junge, gemästete Ziegen haben vorzügliches, zartes Fletsch und aus den Fellen derselben macht man Glacehand­schuhe. Dem Ziegendünger sagt man nach, daß er besonders gut sei und sich sehr rasch zersetze.

Vermischtes.

Unverfroren. Kriminalbeamter (dem ein gefährlicher Verbrecher entwichen ist):Steh' oder ich gebe Feuer!" - Verbrecher:Ick danke ick rooche «ich!"

Der Liebling der Damen-Herr Lieutenant, Sie haben ja eine Menge blauer Flecken im Gesicht. Woher kommen die?"Mädels haben gestern ihre Augen auf mich geworfen!" *

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DieEhre gerettet- Liese:Denk'Dir, nur Minna, wie geizig meine Madam' ist. Sie gibt morgen eine Kaffee- gesellschaft und da soll ich die Damen einladen zu einer Tasse Kaffee. Na, ich thät' mich schämen, wenn ich das hält' aus­richten sollen." Minna:Was hast Du denn da gesagt? Liese:Ich habe überall gesagt, zu zwei Tassen Kaffee mit Kuchen, da« klingt doch nicht gar so verhungert."

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Schmeichelhafte Freude.Warum weinen Sie, liebe Emma, habe ich Sie beleidigt?" ,,D nein, das sind nur Freudenthränen. Meine Mutter sagte heute zu mir, du bist so dumm, daß du nicht einmal einen Esel zum Liebhaber bekommst und nun habe ich doch einen!"

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Eigene Auffassung. Erster Student:Was? Meinen neuen Rock soll ich Dir pumpen? Ja, wenn Du's nur allein wärst, aber da kommt die ganze Gesellschaft. . . Zweier Student:Na, ich denke, es ist ein Gesellschafts-Anzug?"

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Im Eifer. Hausherr:Bevor Sie einziehen, muß ich Ihnen bemerken, daß ich es liebe, wenn die Miethe pünktlich bezahlt wird!" Student:Ist auch mein Prinzip: Entweder pünktlich oder gar nicht!"

Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.