11. Brandt.

Johann Winters

toter, arm Wasen Doch-

hringen, rch Echtzel Bürdiq Nay 1655.

ntb Vndicr der lt, Vnd Hingericht

12. Brandt, i Franc Elß k l Fraue Büngat ilfen Franc Elß, Vndt begraben

cgcrs Wittb. Elß, ersohn feintot von

ti 1655.

13. Brandt.

rr (Sohn von

n

ermann,

on Echtzell geweft, ernt Rathauß ge­rbet gelegt, Mi f, am Ende der >orden, zur Rach­al daß sich Die t der Verführung

i. 1656.

ach, daß bem eine Tochter Tochter Loro> Ptember 1656 de ihm wieder ' wieder starb, dem Tode des 3. Juni 1653 eser folgte am : seinen Eltern, Ilm 5. Septbr. aber an dem- . August 1656, en später, am ugt ob dieser !che» zugehen? cht anders zu Hexen, Zau- denn die Herr­en Jedermann, iag, nach mehr ten bat. Dazu trefflicher Ge- ;fo konnte nur Unheil stiften > Kinder inr mten und Be- rchzufpüren in

Novelle von Carl Cassau.

Leider bricht das Protokoll hier ab, der Schluß ist ver­loren gegangen. Er läßt sich aber sehr wohl aus dem Bruch­stücke erkennen, wie herzlos man mit Kindern in dem zarten Alter von zehn Jahren umging, in der Absicht: Geständnisse über Hexen und Zauberer zu erlangen.

' b@r griff nach dem Hute, lief zur Hinterthür hinaus, sprang über die Planke, eilte auf die schneebedeckte Wiese und auf den Osterhagen zu. Unter der großen Eiche, wo er Hector erschossen, warf er sich in den Schnee und rief verzweifelt: Großer Gott, einem Paul geopfert? Schändlich! schändlich!

Und später?" . , .

Er fragte es mit hohler Stimme wie ein Irrsinniger.

Als sie uns zum zweiten Male von Jrenenstem ab- holten, hatte ich Paul gesprochen und unsere Verbindung wurde zu Weihnachten beschlossen!" ,

Er stöhnte leise:Also geopfert, Paul Busch geopfert?

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Mn Ständen und Lebensaltern und sie auszurotten mit I Das Verbrechen der Hexerei und Zauberey wurde nach Stumpf und Stiel, wo sie sich fanden? I Karls des Fünften peinlicher Halsgerichtsordnung mit dem

So kam es, daß zu Anfang des Jahres 1656 wieder I Feuertode bestraft. Nur in einigen wenigen Fällen kam die drei Kinder in Verdacht geriethen, Hexenstücke begangen zu I Feuerstrafe zur Anwendung. Die Verurtheilten oder deren haben: Georg Knorr, Gehla Stollin und Georg Zimmermann. I Angehörigen, z. B. diejenigen der alten Heppin und deren Das erste der genannten Kinder, Georg Knorr, war das I Tochter Anna, verehelichte Gießener, richteten Bittgesuchs an Söhnlein des Johann Knorr des alten, gewesenen Gerichts- I den Landgrafen, des Inhaltes: es möchte die Hinrichtung ohne schössen zu Echzell, welcher am 24. Januar 1654 mit vier I Brauchung des Feuers vollzogen werden. Andere, wie z. B. anderen Einwohnern aus Echzell, nämlich: Michil Lotz, alte I Johann Eichelmann, baten: es möchte gestattet werden, daß Heppin, Anna Giefener (Tochter der alten Heppin), Margreth I nach beschehener Justification der Leichnam seiner Frau zur Eichelmann (Frau des Johannes Eichelmann), hingerichtet I Erden bestattet werden dürfte.

wurden. Diese Personen sind unter Ordnungs-Nr. 22 bis 26 | (Fortsetzung folgt.)

der Verzeichnisses aufgeführt. Da Johann Knorr der alte, I _______

Gerichtsschöffe war, ergibt sich, daß die Hexen und Zauberer I

auch unter den angesehenen Bürgern gesucht worden sind. ^<4^4-4-*^

Ueber das Verhör mit dem Knaben Georg Knorr besagt I ÖUJUUvlL

das Protokoll:

George, Knorr Johann Sohn von Echtzell, wie er sagt

seines alters 10 jahr, in CanceUaria, befragt: Ob er , ^.nrtfehun.

Ebert Gersten und deßen Döchterlein Kenne? Sagt nem. Ob I . T ex k . ..

ihr eine Biern geben, wo er Sie bekommen, waß er darin I Die Mge Dame stand erschreckt und verwirrt da; mit betahn? negavit omnia. Alß jhme hart zugeredet worden, I der einen Hand hielt sie sich, um nicht mederzusinken, am gat er endlich gestanden, daß im Stracken Hauße er Bieren I Clavizimbel fest; mit der andern bedeckte sie die thränenden bekommen, und davon dem Megdlein eine geben hatte. Ge« I Augen. , ,

fragt: Worum ers vorhin» leugnen wollen? Sagt, hette nicht I Da sprang Weither auf und frug bestürzt: gemeint, daß diese were. Hierauf examinirt, Waß er in die I »Sie, weinen, theuerste Laura?

Bieren getahn, Ob er Schmack Anna gekennt, wie viel mahl IAch za, gab sie zuruck,ich meine, daß ich der Freundes

er in ihrem Hauße gewest, Was Sie jhme gelernt, Ob Sie I Herz verwunden muß, denn glauben Sie, Weither, Sie sind jhme getaufft? Sagt, habe Schmack Annan zwar gekennt, were I uns allen als em Bruder theuer und lieb!

auch in ihrem Hauße gemeßen, hette jhm abernaut" gelernt, I «Wie deute ich ^hre Worte? fragte er bebend und trat

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Knorr Georgen aber^len P Da faßte sich Laura und entgegnete fest:Zürnen Sie

Ebert Gersten Kmd zhme vorgestellt, Sagt solch Medgen, so I j Weither, daß ich Ihnen nicht angehören, nicht die der Mutter Bericht nach 4. zahr alt und Cathgen Herst:Er TL f^n!"

«Du hust mir eine Biern geben und Tobak darein getahn, I reicht werden kann?" fragte er entsetzt. Dabei hielt er daß ich krank davon worden, hast mich auch mit einer Brern I , Lehnstuhle gegenüber fest und wankte bei dem Ge- vom Baum herunter geworffen, und darnach wieder Blumen I ' 7. f{2 J er6öt kiffen.

geben." JHe aber sagte: Du hast die Blumen Dir selbst I ^be ich recht gehört?" schrie er dann auf.Es kann, abgebrochen, Ich habe Dir auch nichts in die Btzrn getahn. darf nicht fein'" 8 9

Pleibt also darbey und leugnet nochmalß, daß de» Medgens Und doch ist's so!" erklärte Laura fest.Seit vier Vater jhm deßwegen besprochen. Weil nun Ebert wegen des " 6in mit Zustimmung des Vater» dem Amtmann jagens nicht erscheinen können, auch der Sonmagß Feyer em- I öer[0^t[»

geläutet worden, und der Bube sonst alle anderen Fragen, wie 45 ^uschschrie er nun in ungeheurem Weh laut

oben, negirt, habe ihn den Büttel wieder befohlen, I , teKnie.

und Ebert Gersten aufm Montag umb 8. uhr beschieden, So- I 1 ^ann Fräulein," stöhnte ervergebe es Ihnen

dann ferner fortzufahren.. Gott,"- daß Sie - mit meinem Herzen ein so schänd-

Luna den 8. August. (1655.) I liches Spiel getrieben haben! Sie mußten wissen,

Ebert Gerst von Echtzell, an Eydesstatt angelobt, deponirt: I ja Sie über alles liebte!"

Selbigen tagß, alß Knorr George seinem Megdlein die Biern I aber fiel Sophie, die wieder eingetreten war,

gegeben und es sich darauf fo sehr übergeben und geklagt I sjgertner jn die Rede.

(wahrscheinlich hatte fich das Kind durch Wassertrinken den IDa gehen Sie doch zu weit, Herr Helbig!" sagte sie Magen verdorben), hatte er wieder den gedachten Buben ge- I entschlossen.Hätten Sie sich eher erklärt, wer weiß, was sagt: Hörest Du George, Du darfst meinem Kinde nichts zu I geschehen wäre. Was hatten Sie für Rechte?" eßen geben, ich Kanns selber, waß hast Du jhme vor eine I ' Auch Laura erklärte abwehrend:

Biern gegeben? Der Bube aber hette jhm nichts geantwortet. IHerr Helbig, schon damals, al» ich Sie in Jrenenstein

Confrontato cum puero. Sagt der Bub, Er wisse sich nicht» I roar sch bereits heimlich mit Paul verlobt!"

zu erinnern, ohnangesehen Deponent jhme Zeit und ohrt be- I n«k 9« nahmt. Betrohet, jhn virgio castigiren zu lassen: pleibt darbey.

Martia den 9. Augusti.

Cyriaci Hirtzbergers, des Schmids zu Echtzell buben, Baltzer genant, mit Knorr Georgen examinirt: Sagt jhme in» Gesicht: Du Knorr hast