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Der Diamant.
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Diamant (Demant, griech. u. lat. Adamas; siehe Abbildungen), Mineral aus der Ordnung der Metalloide, cristallisiert tesseral, meist in Oktaedern, Rhombendodekaedern und Achtundvierzigslächnern, sinder sich häufig in krumwflächigen, oft mehr oder weniger der Kugelform genäherten Formen, lose oder einzeln eingewachsen, selten derb in feinkörnigen porösen, braunschwarzen l Aggregaten (Karbonat).^ Er ist sehr spröde, auf dem Bruch muschelig, nach den Flächen des'Oktaeders ausgezeichnet spaltbar, vom spez. Gewicht
3,50"" 3/53 seiner großen Härte (lO)nurdemkristal- sierten Bor vergleichbar. Er fist farblos "und wasserhell, doch kommen auch graue, gelbe, braune, schwarze, rothe, grüne,°blaue Steine vor,-,« meist ist die Färbung in- deß hell, große Diamanten mit intensiverer Farbe sind selten, über die die Färbung hervorbringende Substanz ist nichts (bekannt. Der D. bricht das Licht sehr stark, und der Winkel der Totalreflexion ist deshalb sehr klein, dazu besitzt er ein großes Farbenzerstreuungsvermögen und diesen Eigen- schafterffverdankt er sein „Feuer" und Farbenspiel, welches indes erst bei passendem Schliff zu voller Geltung gelangt. D. ist in allen Lösungsmitteln unlöslich und sehr widerstandsfähig gegen chemische Agenzien,- er erträgt in sauer- ftofffreien Gasen sehr hohe Temperatur, ohne sich zu
Luft seinen Wasserstoff verlor und endlich den Kohlenstoff kristallisiert abschied. In ähnlicher Weise entsteht Schwefel aus Schwefelwasserstoff Vielleicht entstand D. durch Reduction von Kohlensäuresalzen, am ivahr- fcheinlichsten bei Ausscheidung von Kohlenstoff aus geschmolzenem Eisen bei sehr hohem Druck. Für diese letztere Entstehung spricht vielleicht das Vorkommen von D. im Meteoreisen von Arizona. DasProb- lem, Diamanten künstlich darzustellen , hat die Chemikerseitlanger Zeit angelegentlich beschäftigt^ doch scheiterten alle Bemühungen daran, daß bis jetzt kein Lösungsmittel für Kohlenstoff aufgefunden werden konnte. Erst 1880 gelang es Hannah in Glasgow, auf die Weise zum Ziel zu gelangen, daß er Kohlenwasserstoffe mit Magnesium in Gegenwart einer stabilen Stickstoffverbindung unter sehr hohe« Druck erhitzte. Der hierbei sich auS- scheidende Kohlenstoff nimmt die
verändern, wandelt
sich aber schließlich in Graphit um und verbrennt, bei Zutritt der Luft erhitzt, zu Kohlensäure. C«.
also aus Kohlenstoff (wie Graphit und Holzkohle) und hinterläßt nur eine geringe Menge unverbrennlicher Substanz. Viele Diamanten enthalten Einschlüsfe, Rutil, Titaneisen,
Eisenglanz und andere Eisenerze, Klinochlor Topas (?), dendritische Formen, Schuppen und Splitter und in diesen nach dem Verbrennen des Diamanten ein feines, braunes und schwarzes Netzwerk mit sechsseitigen Maschen. Entstanden ist der D. vielleicht auf nassem Wege aus organischer Substanz, vielleicht aus einem Kohlenwasserstoff, welcherlei langsamer Verwesung an der
Die grössten Diamanten. , ..
Fig. 1. Grossmogul, 270 Karat. - Fig. 2 und 11. Regent oder Pitt, im franzö^isehen^^ Form des Dia-
— Fig. 3 und 5. Florentiner, im Schatz des österreichischen Kaisers, 133/s K. Fig. u • manten an. und die
Südens, aus Brasilien, in Privatbesitz, 125 K. - Fig. 6. Sancy, un Besitz de i russuehOTXaisM, 5^/» K. Manien an, unv vir Fig. 7. Grüner Diamant, im Grünen Gewölbe zu Dresden, 40 K. - Fig. 8. Kohinui, im englischeno erhaltenen krUMM- schatz, alte Form, 280 K.; Fig. 10. neue Form, mO^K-Jig. 9. Blauer Diamant, von Hope Amster stylen Oktaeder
Lü stimmen in allen Eigenschaften mit den natürlichen Diamanten Er'besteht überein. Aus mit" Kohlenstoff gesättigtem Eisen soll nach ---- ') Moissan D. crystallissicren, wenn man das Eisen unter sehr- hohem Druck erkalten läßt.
Der D. findet sich im District Bellarh in Ostindien in


