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Ich wünschte, ich hätte sie nie gesehen, murmelt finster.

Unstnn, Arno I Komm', laß uns sehen, ob wir ihr vor­gestellt werdens können."

Da ist fiel" rüst Lord Rawdon lebhaft.

(Fortsetzung folgt.)

GsMernnNtzigss.

Hafertrank. Man nimmt l*/2 Pund guten, sauber ausgelesenen Hafer, den man mit frischem Waffer tüchtig in einem Siebe wäscht. Dann wird er in einem offenen, gla- flrten Topfe mit zwölf Liter bis auf die Hälfte eingekocht. Die 6 Liter gieße man durch ein reines Tuch, ohne sehr aus- ; zudrücken, versüße den Trank nach Belieben mit Zucker und Honig, lasse ihn noch einmal kurze Zeit auskochen und hieraus 24 Stunden lang in einem zugedeckten irdenen Gefäße im Keller stehen. Zuletzt gieße man den Trank vorsichtig, um den Bodensatz nicht auszurühren, in Krüge oder Flaschen, die man gut verschließt. Vor dem Genüsse kann man etwas Citronen- saft zusetzen. * ,

Maßregel« gegen den Mißbrauch bei dem Verkaufe des »Kunstkäses". In dem Bestreben der Landwirthschaftlichen Vereine", den echten Milchproducten einen entsprechenden Preis zu erhalten, ist eine polizeiliche Maßregel sehr beachtenswerth. Der Polizeipräfident von Berlin hat folgende Bekanntmachung erlassen:Nachdem zu meiner Kenntniß gekommen ist, daß von auswärtigen Firmen ein Kunstproduct von Fettkäse aus Magermilch, unter Zusatz von Fetten, welche der Milch fremd find, hergestellt, hierorts häufiger in den Verkehr gebracht wird, mache ich das handel­treibende Publikum darauf aufmerksam, daß derartige Zube­reitungen nur unter dem NamenMargarinekäse,"Kunst­käse" oder unter ähnlichen, keinen Jrrthum erregenden Namen verkauft oder feilgehalten werden dürfen. Zuwiderhandlungen werden auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere des Gesetzes vom 14. Mat 1879 bestraft." Man sollte auch in anderen Städten öfters prüfen, ob stch unter dem echten Käse keinKunstkäse" befindet, und dieses famose Product polizeilich bekämpfen oder mit der MarkeKunstkäse" verkaufen lassen. * ,

Schimmel von eingelegten Früchten zu ent­fernen. Der Schimmel muß von den Pflaumen behutsam abgenommen werden. Dann kocht man den Essig tüchtig, falls er zu wenig süß ist, noch mit Zucker auf und gießt ihn kochend über die Pflaumen. Sollte sich nach einigen Tagen wieder Schimmel zeigen, dann muß das Aufkochen des Efstgs wiederholt werden. * *

Ein einfaches Mittel, um Gewebe wafser- dicht zu machen. Um Gewebe aller Art wasserdicht zu machen, tauche man sie in eine Lösung von essigsaurer Thon­erde und lasse sie trocknen. Für Wollstoffe genügt diese Be­handlung; Baumwollen-und Leinenstoffs erfordern eine Nach­behandlung in einem Seifenbads. Die auf diese Weise ge­tränkten Stoffe sollen selbst nach wiederholter Wäsche wasser­dicht bleiben und vor den mit Kautschuk und Firniß be­handelten Geweben den Vorzug der Durchlässigkeit für die Hautausdünstung besitzen. * * .

Häekerle zu bereiten. Zwei Salzhäringe werden von Früh bis Abend gewässert, alsdann gut ausgenommen, von fämmtlichen Gräten befreit und mit einem halben Pfund geräuchertem Speck, einigen Zwiebeln und 3 bis 4 Aepfeln recht fein gewiegt, und mit etwas Pfeffer gewürzt.

Falsche Anwendung. Eine Frau begibt stch zuck Arzte und verlangt ein Augenwasser für ihren Mann, dessen Sehkraft sehr Leschwächt ist. Der Arzt verordnet eine Waschung mit Franzbranntwein jeden Morgen.Wie geht es Ihrem Manne?" fragte der Arzt nach einiger Zeit die Frau.Oh, nicht gut", lautete die Antwort.Er hat sein Möglichstes gethan, aber er hat das Glas niemals höher als bis zu seinem Munde bringen können!" * e *

Deutlich. An der Table d'hote eines Hotels in einem bekannten Bade wurden Forellen gereicht. Ein Rück­sichtsloser nahm so viel, daß nicht anzunehmen war, sie würden für die ganze Tafel ausreichen. Berthold Auer­bach, welcher mit zu den Gästen zählte, fixirte den Mann scharf und fragte endlich:Wissen Sie auch, was das ist, mein Herr, wovon Sie da nehmen?"Das ist Forelle", war die Antwort.Nein, mein Herr", sagte Auerbach, das ist for alle!" »

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Vorsichtig. Jagdpächter (bei einer Treibjagd auf Rothwild, welcher eine Unmasse von Schützen beiwohnen): Meine Herren, mit der Kugel wird unter keinen Umständen ins Treiben geschossen!" Banquier Silberstein:Gott sei Dank! Werd ich mich also stellen lassen recht tief hinein ins Treiben!"

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Verschnappt. Bäron (zum neuen Diener):Wenn meine Gemahlin etwas befiehlt, dann haben Sie ebenso schnell und unbedingt zu gehorchen, wie ich!"

Kerbst.

Verstummt ist nun der Vögel Lied, Die B!älter fallen von den Bäumen; Der Storch, die Schwalbe südlich zieht, In der Natur ringsum ein Träumen.

Dis vielen munt'ren Sänger all' In Wald und Feld, hoch in den Klüften, Dis Lerchs, Amsel, Nachtigall, Sie trillern nicht mehr in den Lüften.

Nur auf dem Felds weit und breit Herrscht frohes Treiben, munt'res Leben. Der Herbst ist da! Dis Erntezeit!

Die Traube pflückt man von den Reben.

Der Landmann schaut mit frohem Blick

Auf seiner Saaten reiche Ernten;

In Gottes Hand lag all sein Glück, D'rum will er dankend Lob ihm spenden.

Und fröhlich zieht zum grünen Wald

Der Jägersmann, um dort zu jagen;

Hirsch, Fuchs und Härlein, ach, wie bald Hat eure Scheidestund' geschlagen!

Willkommen, schöne Erntezeit, Mit deinen Früchten, deinen Garben! Du bist's, die jedes Herz erfreut, Und uns bewahrst vor Roth und Darben.

L. Roloff.

Siedaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen,